Vorstellungsrunde: Soulfood Beats

Keine Frage, auch viele Niederländer haben ein großes Herz für gute Beats und satte Bässe. Lange Zeit bekamen wir vor allem kunterbunten „gute-Laune-Techhouse“ à la Bakermat von unseren Nachbarn aus Holland zu hören. Das junge Label, das wir euch heute vorstellen möchten, versucht einen neuen Weg einzuschlagen. „Soulfood Beats“ nennt sich das 2013 gegründete Imprint. „Pure, raw and uplifting House Music“ heißt das Motto der Plattenfirma und gibt eine klare musikalische Richtung vor. Soulfood steht also für zeitlosen und qualitativ hochwertigen House, inspiriert von den klassischen wurzeln aus Chicago und Detroit. „Fat grooves, scrreeching vocals and loads of sexiness, thats what it´s all about“ beschreibt Label Gründer Paul Boex die Musik, die es in Zukunft zu hören geben soll.

Der Niederländer, der das Projet ins Leben rief, hat sich eigentlich eher mit Technomusik der etwas härteren Sorte einen Namen gemacht. Mit der Gründung von Soulfood beweist er jedoch seine Offenherzigkeit, wenn es um Genregrenzen der elektronischen Musik geht. Auch er selbst ist nach eigener Aussage ein großer Liebhaber des gediegenen Underground House und sieht das Label als eine lange überfällige Herzenssache. Vor allem die Ursprünge aus Chicago und dem United Kingdom der 90er Jahre haben es dem Mann schon in jungen Jahren angetan. Darüber hinaus liegt die Motivation des Label Gründers und des gesamten Teams wie so oft in der Verbreitung qualitativ hochwertiger Musik, der Liebe zum Vinyl und dem Ehrenhaften Wunsch, jungen, noch unbekannten Künstlern eine Plattform zu bieten.

Die erste von bisher zwei erschienen Platten „Vibe over Money EP“ produzierte Robert Vosmijer aka „De Sluwe Vos“, der sich schon zuvor in der niederländischen Szene wachsender Bekanntheit erfreut hat. Zudem verpflichtete das Label den Mann gleich als Resident Artist für zahlreiche kommende Label- und Releaseparty´s. Man scheint also großes Vertrauen in die Zukunft von ihm zu haben. Seine EP besticht durch eine sehr eigene Mischung aus housigen Klängen und einem Beat der eher in Richtung Techno geht. Lediglich der mit auf der Platte enthalten Remix von Montel ist ein wirklich klassischer House Track mit einem netten Vokal und einem klangvollen Piano.

Die zweite Scheibe, „Moodswing EP“ erschien erst vor kurzem, am 14. April. Sie kommt von „Kindimmer“, mit dem Soulfood unserer Meinung nach, einen echten Volltreffer gelandet hat. Der geborene Grieche Thanasis Voulgaris hat unter seinem Alias bisher nur wenige, erlesene Tracks released. Mit der EP „Shadow and Construction“ setzte er ein erstes großes Ausrufezeichen.  Der Mann steht in jedem Fall eher für Qualität als Quantität und scheint damit, nicht nur musikalisch, genau der Richtige für Soulfoods zweite Veröffentlichung gewesen zu sein. Den einzigen Remix auf der Platte liefert der DJ und Produzent James Dexter. Gönnt euch!

 

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