Die gelungene Fortsetzung einer außergewöhnlichen Serie

Sleazy Beats steht für ein mittlerweile beeindruckend umfangreiches Gesamtprojekt zweier leidenschaftlicher Musikliebhaber. Kris Percy aus Kopenhagen und Monsieur Monod aus Amsterdam reisen gemeinsam als Sleazy Beats Soundsystem um den Globus und beglücken regelmäßig das internationale Tanzvolk mit ihren Musikdarbietungen. Als wäre es eine Selbstverständlichkeit betreiben sie darüber hinaus ihr eigenes gleichnamiges Online Magazin, sowie das 2009 gegründetes Label Sleazy Beat Records. Das in Amsterdam ansässige Imprint seht für einmalige Vinyl Ausgaben der etwas langsameren Sorte, die vor Allem Soul, House und Disco Klänge bereithalten. Die bisher erschienen Platten stammen von eher unbekannteren Künstlern wie Francis Inferno Orchestra, Tornado Wallace oder Andy Solar, sind jedoch durchaus bemerkenswert. Große Aufmerksamkeit wurde dem ganzen spätestens seit Einführung des Sub Labels beziehungsweise der Release Serie Black Ops zu teil. Ben La Desh aus Rotterdam setzte 2012 mit seiner Stop that Groove Girl EP einen gelungenen Anfang und bescherte erste Lobeshymnen seitens der Kritiker.

„If Sleazy Beats Recordings didn’t invent a sub-genre of house music, it unquestionably defined one.“ 

Dieser Einschätzung von isodisco.com wurden die folgenden Ausgaben durchaus gerecht. Erst vor kurzem, im August diesen Jahres erschien nun die mittlerweile sechste Katalognummer der Black Ops Serie, produziert von keinem geringeren als Andy Hart. Bereits vor einem Jahr lieferte der Australier gemeinsam mit Max Graef eine Platte, die in jedem Fall hielt was diese Koproduktion versprach. Nachdem er bereits gemeinsam mit vielen anderen Künstlern eine beeindruckende Menge Tracks auf geschätzten Labels, wie Quintessential, Foto, Box aus Holz und seinem eigenen Imprint Melbourne Deepcast veröffentlichte, feierte er mit der Love Technology EP nun quasi sein Solo-Debüt.

He couldn’t have delivered a better debut if he tried“ 

Mit diesen warmen Worten feiert die Crew vom Oye Record Store die neue Scheibe und bietet aktuell, nach einem ersten schnellen Ausverkauf, einen weiteren Satz Platten an. Der Titel Track „Love Technology“ bedient sich geschmeidiger Funk Samples und erzeugt so einen warmen Groove abgerundet durch eher scharfe Claps. Auf der B Seite erklingt mit „Jasmine“ ein Stück, das sich mit wohl temperierten Synth Lines und Piano Melodien eher in Richtung Deep House bewegt. Der dritte und letzte Track, „Aquarius“, besticht mit einem einzigartigen Sample eines Underground Disco Klassikers und avanciert in seiner Art und Weise zu einer gern gehörten House Nummer die mit Sicherheit in Zukunft noch viele Tanzflächen beschallen wird. Alles in einem eine wirklich gelungene Platte, die diese eindrucksvolle Serie mehr als angemessen fortsetzt. Dementsprechend darf man ebenso gespannt sein was uns in Zukunft aus diesem Stall erwartet. Doch jetzt hört da erstmal rein:

Wem diese Klänge taugen, dem sei an dieser Stelle auch noch der Guestmix von Andy Hart für Sleazy Beats empfohlen. Ein ebenfalls sehr gelungener musikalischer Beitrag, den der Macher selbst mit folgenden Worten beschreibt:

„The word ‚journey‘ has been used so often it’s become as beige as your dads dockers, but this truly is a wonderful trip, encompassing classy boogie, vintage disco and badass (deep)house. A ‚voyage‘, if you will.“

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