FUENF LIVE-SESSIONS

Live Sessions haben ihre ganz eigenen Anreize: Songs werden oft in reduzierten Versionen, die man sonst in dieser Form nie hört, gespielt oder die Locations sind mal etwas anderes. Da man mittlerweile den Überblick über die ganzen Sessions verloren hat, haben wir FUENF herausgesucht, die absolut sehenswert sind. Mit dabei: Sessions von HDNGMCHT, Cardinal Sessions, Tiny Desk Concerts, VEVO Auf Achse und La Blogothèque.

Julius Gale – Be Alone (HNDGMCHT Session)

Julius Gale ist eines dieser neuen Electro-Pop Genies, an denen man einfach nicht vorbeikommt. Vor zwei Jahren erschienen auf seiner Soundcloud-Seite die Songs “Driftwood” und “Til it’s over”, im Juli veröffentlichte der Mannheimer seine Debüt-EP “Acapulco”. Zusammen mit seinem Produzenten Leander Bauer hat er die Platte aufgenommen und zu seiner Single „So He Stood“ ein sehenswertes Video gedreht. Auf seiner EP ist auch der Song „Be Alone“ zu finden, den Julius Gale im Rahmen der HNDGMCHT Session auf dem Tempelhofer Feld gespielt hat. Wenn man die perfekte „Rote Stunde“ sehen will, ist man hier an der richtigen Adresse. Der Song passt übrigens wie kein Zweiter zur eingefangenen Stimmung – Gänsehaut vorprogrammiert!

Messer – Unfall (Cardinal Sessions)

Messer ist eine der umtriebigsten deutschen (Punk-)Bands: Nachdem 2012 das Debütalbum „Im Schwindel“ bei This Charming Man Records erschienen ist, folgte schon 2013 der Nachfolger „Die Unsichtbaren“. Zuletzt begeisterte die Band aus Münster mit der improvisierten Vertonung von Romy Schneiders Tagebüchern, die unter dem Titel „Ein Film war zuende, nur ein Film“ auf Kassette erschienen ist. Die Performance von „Unfall“ bei den Cardinal Sessions ist dazu mal eine ganz andere Live-Session, denn Sänger Hendrik Otremba liest einen seiner Texte.

Mine – Raus Raus Raus (VEVO Auf Achse)

Das Musikvideoportal VEVO gibt es seit etwas mehr als einem Jahr in Deutschland und mit der Serie „Auf Achse“ vereinen sie auf wunderbare Weise Sessions und Interviews. In Mainz hat VEVO die Sängerin Mine getroffen, die mit ihrer Musik einen überaus spannenden Pop-Ansatz verfolgt. Ihr Album hat Mine mittels Crowdfunding finanziert und den Song „Ziehst du mit“ in vier Versionen mit Rap-Features von Fatoni, Curlyman, Textor und Flowin Immo veröffentlicht. Bei „Auf Achse“ singt Mine ihren kleinen Hit „Raus Raus Raus“, das besondere dabei: Im Landesmuseum hat sie sich einen Chor als Verstärkung geholt.

Hozier – Take Me To Church (NPR: Tiny Desk Concerts)

Seit der Veröffentlichung seiner Debüt-EP „Take Me To Church“ 2013 dürfte der gebürtige Ire Andrew Hozier-Byrne unter seinem Künstlernamen Hozier den meisten ein Begriff sein. Seine durch den Katholizismus geprägte Herkunft beeinflusst ihn beim Schreiben seiner Songs und trägt zur Entstehung besonders intensiver Lyrics bei. So behandelt zum Beispiel auch „Take Me To Church“ sehr ergreifend den Umgang von Kirche und Gesellschaft mit Homosexualität. Der Song erreichte Platz 2 der irischen Singlecharts, verzeichnete aber auch international große Erfolge. Am 10. Juni dieses Jahres wurde sein nach ihm benanntes Debütalbum „Hozier“ released, woraufhin er den European Border Breakers Award gewann. Bei „Tiny Desk Concerts“ spielt er seinen Hit und noch einige weitere Songs im NPR-Büro.

Broken Bells – The Changing Lights (A Take Away Show)

Dass Danger Mouse und James Mercer (auch Sänger von The Shins) als Broken Bells zu Großem im Stande sind, haben sie Anfang des Jahres mit ihrem zweiten Album „After The Disco“ bewiesen. Songs wie „Perfect World“, „After The Disco“ oder „Holding On For Life“ sind absolute Hits, die durch ihre aufwendigen Produktionen bestechen. Das Duo kann aber auch anders: Im Rahmen der „A Take Away Show“ von La Blogothèque haben sie ihren Song „The Changing Lights“ in einem Laden in Paris gespielt. Das besondere dabei: Der Song kommt ohne große Effekte aus. Das Duo spielt nur mit Klavier und Gitarre, dazu wurde der Clip in Schwarz-Weiß Optik gehalten.

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