Golf – „Ping Pong“ EP

Die Band aus Köln veröffentlicht ihre Debüt-EP und überzeugt damit auf ganzer Linie
(c) Lukas Vogt

Deutschsprachige Popmusik erlebt in diesen Monaten einen endgültigen Entwicklungsschub: Wo Bilderbuch an vorderster Front kämpfen, haben auch andere Bands mit einem neuen und frischen Sound für Aufsehen gesorgt und nun ihren Platz gefunden. Zu diesen Bands gehören auch GOLF aus Köln, die am 6. März mit der „Ping Pong“ EP eine spannende Platte veröffentlichen. Bei GOLF trifft ausgewogenere Gitarren- und Synth-Pop auf Funk-Wave-Anleihen, über die sich eine ebenso beruhigende wie faszinierende Stimme legt. Bereits im Mai 2014 hat die Band mit dem Video zu “Geheimnis” ein erstes Ausrufezeichen gesetzt und einen kleinen Hype entfacht. Es folgten gefeierte Konzerte und ein außergewöhnlicher Single-Release zu „Dein Grün“ im Oktober (wir berichteten).

Dass GOLF mit ihrer Musik Pop-Deutschland umkrempeln können, spürt man schon nach kurzer Zeit: „Ping Pong“ schafft mit einer Kombination aus getragenen Sounds, rhythmischen Synths und einem catchy Refrain ein Gefühl von grenzenloser Leichtigkeit und Begeisterung. Das passende Video wurde wie schon „Geheimnis“ von Fabian Podeszwa produziert, der zum Beispiel auch für Oracles “Melt Tonight” oder Roosevelts “Montreal” verantwortlich war. Nicht nur das Tischtennisspiel und die hilflosen Schildkröten schaffen ein surreales und verstörendes Video, an dessen Ende zumindest Teile der Band hinter Haushaltsgeräten zu sehen sind. Auf der EP sind neben den erwähnten Songs auch „Wasser“ und „Swimmingpool“ zu finden, die thematisch wie klanglich perfekt in das Gesamtbild passen. GOLF zeigen zwischen geheimer Identität und mehrdeutigen Texten ihre großartige Qualität und lassen die Hoffnung auf ein Album drastisch wachsen. Bis es soweit ist dürfen die fünf Songs von „Ping Pong“ gerne in Dauerschleife laufen.

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