Interview: Occupanther

Der in München lebende Musiker Occupanther über seine Heimatstadt, sein Label und seinen Sound.
Occupanther © Franz Grünewald

Der in München lebende Musiker Martin Brugger zieht seit einiger Zeit als Occupanther die Aufmerksamkeit auf sich und stand schon als Support von Acts wie Banks, Chet Faker oder SOHN auf der Bühne. Ende Mai hat er nun seine „Chimera“ EP veröffentlicht und damit die Aufmerksamkeit um seine Musik vollends gerechtfertigt. Getreu dem Titel seiner EP (benannt nach dem Mischwesen aus Löwe, Ziege und Schlange), vereint der 24-jährige Beat-Frickler langsamen Techno mit teils poppigen Sounds. So hat er zum Beispiel den Titeltrack mit der ebenfalls aus München stammenden Band Claire aufgenommen. Als weiterer Gast ist Tobi Palerne im Song „Hermit“ vertreten und neben klackernden Beats, Loops aus alten Jazz-Stücken und sphärischen Synths beschäftigt sich der Text mit postmodernen Fragen, wie der Sinnhaftigkeit einer „Anything goes“-Mentalität.

Bevor Martin Brugger als Occupanther in diesem Sommer noch auf einigen wenigen Festivals wie dem MS Dockville in Hamburg spielen wird, hat er uns einige Fragen beantwortet:

Occupanther in einem Wort?
.

Du kommst aus München, welche Probleme siehst du für Kreative bzw. Musiker in der Stadt?
Es ist natürlich in anderen Städte mitunter einfacher günstigen Raum für kreative Arbeit zu finden. Für mich ist es allerdings hier einfacher mit Musik abseits von Occupanther meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, weil viele aus meinem Umfeld in der Film/Werbebranche arbeiten

Seit Kurzem veröffentlichst du deine Musik via Humming Records. Wie kamst du zum Label? Was macht dieses Label so besonders?
Der Kontakt kam über einen Künstler zustande für den ich einen Song produziert habe. Alle Jungs und Mädels bei Humming stecken viel Herzblut in die ganze Sache und man hat das Gefühl, dass alle an einem Strang ziehen.

Du warst vor Occupanther Mitglied bei der Band This is the Arrival. Wie kamst du zu deinem Sound? Wusstest du sofort in welche Richtung es gehen soll?
Es klingt komisch, aber der Sound ist tatsächlich einfach so passiert. Ich habe vorher nicht überlegt wie die Musik klingen soll. Was dann letztendlich dabei rausgekommen ist, ist vermutlich ein ganz gutes Abbild meiner Gefühlswelt zu der Zeit. Mittlerweile gehe ich allerdings schon reflektierter an die ganze Sache ran.

Welche Musik sollte man sich gerade unbedingt anhören?
Jam Baxter

Was sind deine weiteren Pläne für dieses Jahr?
Ich plane gerade ein paar Kooperationen mit anderen Musikern, u.a. dem Pianisten Carlos Cipa. Außerdem produziere ich einige Sachen für andere Künstler und Bands. Ein paar Festivaltermine kommen auch noch, dann ist das Jahr schon wieder vorbei.

Wo bist du gerade? Mach doch mal ein Foto!
Auf der Autobahn Richtung Heimat. Wir haben dieses Wochenende auf dem Immergut und dem Berlin Festival gespielt.

occupanther-interview

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.