Patchwork-Pop: Oscar veröffentlicht „Cut And Paste“

Knallbunt, mit einem Augenzwinkern und schon fast ein bisschen dada: Für Oscar Scheller wurde der Begriff „quirky indie pop“ quasi erfunden. Auf seinem Debüt „Cut And Paste“ zeigt er auf zehn Songs, dass Musik nicht tiefgründig sein muss, um zu gefallen.

Zu Beginn machte der 23-jährige Londoner Oscar mit Demos im DIY-Lo-Fi-Style aus seinem Schlafzimmer auf sich aufmerksam. Auf seinem Album „Cut And Paste“ haben sich diese Anfänge nun in eine astreine Pop-LP weiterentwickelt.

Dabei bedient sich der Brite fleißig an anderen Jahrzehnten, egal ob er auf Vinylrauschen, Kassettengeleiere zurückgreift oder eine pastellgetönte 90er Jahre Friede-Freude-Eierkuchen-Welt in seinen (sehr sehenswerten!) Musikvideos präsentiert. Doch dabei klingt „Cut And Paste“ nie rückwärtsgewandt, sondern gibt genau das wieder, was unser Jahrzehnt ausmacht: Sich aus der Vergangenheit greifen, was gefällt und dann einfügen. Cut und Paste halt.

Die Songs des Albums bestechen zwar nicht durch tiefgründige Texte, dafür gibt es Perlen wie „Breaking My Phone“ über die Frustration der Smartphone Kommunikation, die in ihrer gewollten Oberflächlichkeit zu den eingängigen Melodien perfekt passen.

Im Herbst kommt Oscar auf Tour in Deutschland, hier erfahrt ihr wann und wo.

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