Die fünf spannendsten Künstler beim Reeperbahn Festival 2016

Vom 21. bis 24. September findet in diesem Jahr wieder das Reeperbahn Festival in Hamburg statt. Wir haben eine Liste mit fünf Konzerten von spannenden Künstlern zusammengestellt, die man in diesem Jahr nicht verpassen sollte.
Max Richard Leßmann, Foto von Ingo Petramer

Austin hat das SXSW, Brighton das The Great Escape, Groningen das Eurosonic und Hamburg das Reeperbahn Festival. Vom 21. bis 24. September geht das Clubfestival im Stadtteil St. Pauli in seine elfte Ausgabe und in mehr als siebzig Venues werden knapp 400 Künstler verschiedenster Genres auftreten. Wie in den vergangenen Jahren wird das Reeperbahn Festival dabei wieder zwischen all seinen Konzerten, Konferenzen, Meetings und Partys einen ganz eigenen Charme ausstrahlen: Fans und Fachbesucher auf der Suche nach den besten Newcomerbands aus der ganzen Welt. In diesem Jahr verleiht das Reeperbahn Festival dazu auch zum ersten Mal einen eigenen Musikpreis für Nachwuchskünstler, den ANCHOR.

Wir haben eine Liste mit fünf spannendsten Künstlern zusammengestellt, deren Auftritte man in diesem Jahr beim Reeperbahn Festival nicht verpassen sollte.

Max Richard Leßmann

Max Richard Leßmann dürfte den meisten als Sänger der Husumer Indie-Rock-Band Vierkanttretlager ein Begriff sein. Mit „Die Natur greift an“ aus dem Jahr 2012 sowie „Krieg und Krieg“ aus dem Jahr 2015 präsentierten er und seine Bandkollegen zwei eindrucksvolle Alben und traten damit unter anderem im Vorprogramm von Casper oder Kraftklub auf. Leßmann sorgte neben seiner Rolle bei Vierkanttretlager auch als Texter für Künstler wie Casper, Prinz Pi und Madsen für Aufsehen und zeigte, welch herausragende sprachlichen Mittel in ihm schlummern. Jetzt schreibt er gemeinsam mit Sebastian und Johannes Madsen an seinem Solodebüt, welches bei Virgin Records erscheinen wird. Beim Reeperbahn Festival tritt Max Richard Leßmann zum ersten Mal mit seinem Soloprojekt auf.

Donnerstag, 22.09.2016, 22:00 Uhr, Terrace Hill

Consolers

Hinter der Band Consolers verbergen sich Sänger Florian Hofer, Drummer Albrecht Bibas und Bassist Till Schomburg aus Hannover. Angefangen mit kleinen Shows bei Houseparties in der niedersächsischen Landeshauptstadt spielte das Trio schnell größere Konzerte wie zum Beispiel beim Lunatic Festival oder im Vorprogramm von PINS. Produziert von Soren Christensen (GoGoBerlin, Reptile Youth) hat das Trio vor einigen Wochen dann auch die neue Single „Harry“ samt Video veröffentlicht, nachdem bereits im letzten Jahr mit „Honey Hours“ ihre Debüt-EP erschienen ist.

Die Musik des Trios bewegt sich zwischen geschmeidig gleitendem New Age Indie und groovigem Gitarrenspiel, über das sich die ebenso hohe wie einprägsame Stimme von Sänger Florian legt. In diesem Jahr haben die Consolers neben der Veröffentlichung ihrer neuen Single auch weiterhin viel an ihrer Musik gearbeitet: Gerade erst war die Band in Kopenhagen, um erste Songs für ihr kommendes Debütalbum aufzunehmen. Unterstützung erhielten sie dabei von Produzent Gordon Raphael, der unter anderem auch die ersten beiden Alben von The Strokes produziert hat.

Samstag, 24.09.2016, 20:40 Uhr, Haspa Filiale

 

dePresno

Bergen ist schon seit einiger Zeit für großartige elektronische Musik bekannt, so stammen zum Beispiel Aurora, Röyksopp oder Kings of Convenience aus der norwegischen Stadt. Nun macht sich ein weiterer Künstler auf, diese Tradition fortzuführen: der erst 20-jährige dePresno transformiert eine von Leonard Cohen und Donovan gelernte Songwriter-Tradition mit Synthesizern, ruhigen Drums, aparten Gitarren und einem eindringlichen Gesang ins Hier und Jetzt. Im Jahr 2015 hat dePresno seine Debütsingle „Forever“ veröffentlicht, auf die wenige Monate später der Song „Stranger In Disguise“ folgte. Die Geschichten über Liebe und die Verwundbarkeiten der Menschen setzen sich auch in seiner brandneuen Single „Hide und Seek“ fort, die auch auf seiner Mitte Oktober erscheinenden Debüt-EP „Forever“ zu finden sein wird. Von diesem jungen Mann wird man mit Sicherheit noch sehr viel hören.

Freitag, 23.09.2016, 20:10 Uhr, St. Pauli-Kirche

 

Woman

Seit 2013 ist die Band Woman ein fester Bestandteil der Kölner Musiklandschaft und präsentierte zunächst bei sporadischen Auftritten ihre großartige Livequalität. In dieser Zeit hat das Trio so gut wie nichts von sich preisgegeben, lediglich der Song „Touch“ war auf Soundcloud zu finden. Mit elektronischen Beats, flächigen Synthesizer-Sounds und sanften Vocals machten Woman jedoch deutlich, dass sie mit eindrucksvollen Sounds überzeugen können. Geprägt von der Elektro-Szene Kölns und produziert von Zebo Adam (Bilderbuch, Steaming Satellites) ist am 25. März 2016 die Debüt-EP „Fever“ erschienen, auf der Woman Tanzeuphorie, soulige Vocals, dezente Techno-Rhythmen und eingängige Gitarren-Riffs vereinen. Mit dieser Kombination sind Woman in diesem Jahr auch für den ANCHOR Preis beim Reeperbahn Festival nominiert.

Mittwoch, 21.09.2016, 22:50 Uhr, Imperial Theater
Donnerstag, 22.09.2016, 23:50 Uhr, Angie’s Nightclub

 

George Cosby

Dass Pathos in der Musik auch seine guten Seiten hat, beweist der junge Songwriter George Cosby aus London. Mit seiner dunklen und warmen Stimme, die hin und wieder auch in einen Falsettgesang übergeht, gehört er zu den aufregendsten neuen Künstlern von der Insel. Im vergangenen Herbst hat er seine erste EP „Human Touch“ veröffentlicht und darauf fragile Songs zwischen Trennungsschmerz und großer Emotion präsentiert. Zuletzt hat George Cosby mit „All of you Love“ und „Juliet“ zwei neue Singles veröffentlicht, die seinen Status als spannenden Newcomer weiter unterstreichen.

Samstag, 24.09.2016, 00:10 Uhr, Angie’s Nightclub

 

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