Schrottgrenze veröffentlichen ihr neues Album „Glitzer auf Beton“

Knapp zehn Jahre nach ihrem letzten Album hat sich die Hamburger Band Schrottgrenze wieder zusammengefunden und veröffentlicht mit "Glitzer auf Beton" ein queeres Indierock-Album. Wichtige Botschaften mischen sich darauf mit eingängigem Power-Pop.
Foto von Chantal Weber

Im Jahr 1994 gründen Alex Tsitsigias und Timo Sauer in der niedersächsischen Stadt Peine die Gruppe Schrottgrenze. Spätestens seit ihrem Umzug nach Hamburg und der Veröffentlichung ihres fünften Albums „Das Ende unserer Zeit“ im Jahr 2004 ist die Band mit einer besonderen Mischung aus Power-Pop und Post-Punk zu einer der wichtigsten deutschsprachigen Indie-Bands der letzten 15 Jahre aufgestiegen. Nach ihrem Album „Schrottism“ kündigten Schrottgrenze im April 2008 dann aber eine Auszeit an und lösten sich nach einem letzten Konzert im Jahr 2010 auf. Zum 10-jährigen Bühnenjubiläum von Herrenmagazin kehrten Schrottgrenze jedoch für ein kurzes Geburtstags-Konzert zurück. Geplant als einmalige Reunion-Show schien die Band vom Ergeiz gepackt und veröffentlichte im Jahr 2015 zwei Compilations, auf die auch einige Konzerten mit dem neuen Bassisten Hauke Röh folgten.

Nun erscheint das neue Album „Glitzer auf Beton“ bei Tapete Records und Schrottgrenze sind endgültig zurück. Im queeren Nachtleben Hamburgs hat Sänger Alex Tsitsigias den Mut zum Coming Out gefunden und ist mittlerweile auch als Saskia Lavaux bekannt. Auf „Glitzer auf Beton“ geht es dementsprechend um die Komplexität von Gendertheorien. „Das Album richtet sich an Leute, die sich unsichtbar fühlen und auf der Platte dann wiederfinden. Es richtet sich an alle, die die Queer Community unterstützen. Und es richtet sich auch an Leute, die Vorurteile und keinen Bock aufs Thema haben“, sagte Tsitsigias im Vorfeld der Veröffentlichung. Und so singt er davon, wie es sich anfühlt, wenn man fehl am Platz ist, wenn Depression von einem Besitz ergreift oder wenn man sich in seinem eigenen Körper nicht mehr wohlfühlt. Der Song „Sterne” ist dabei eine Hymne für all jene, die ähnlich fühlen und Geschlechterdekonstruktionen unterstützen. Mit eingängigen Melodien, treibenden Basslinien und Zeilen wie „Das ist für alle Sterne, die heut‘ Nacht da draußen sind: Lieb doch einfach wen du willst“ liefern Schrottgrenze einen eingängigen Hit mit wichtiger Botschaft.

Seht hier das frisch erschienene Video zu „Glitzer auf Beton“:

Schrottgrenze live:
23.02. – Hannover, Faust
24.02. – Essen, Zeche Carl
25.02. – Münster, Gleis 22
02.03. – Leipzig, Naumanns
03.03. – Mainz, Schon Schön
04.03. – Bielefeld, NR.z.P.
09.03. – Köln, Underground
10.03. – Hamburg, Molotow
11.03. – Berlin, Musik & Frieden
16.03. – Nürnberg, MUZ Club
17.03. – Karlsruhe, Kohi
18.03. – München, Milla
22.04. – Stade, Hanse Song Festival

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