Finn veröffentlicht sein Debütalbum

Mit „Wie weit“ erscheint das Debütalbum des Wahl-Berliners Finn. Auf den ersten Blick ganz klassischer Singer-Songwriter-Pop, auf den zweiten viele ehrliche Geschichten, die es zu hören lohnt.
Foto von Lennart-Brede

Weniger ist mehr – so oder so ähnlich lautet wohl die musikalische Philosophie, die hinter Finns Debütalbum „Wie weit“ steckt. Dabei ist das Motto in diesem Fall so positiv gemeint, wie es nur sein kann. Weniger Komponenten, weniger Produktionsaufwand, weniger musikalischer Schnick-Schnack. Stattdessen mehr Raum für die junge, aber doch eindringliche Stimme, für die nachdenklichen Texte. Gitarre und Gesang als die beiden Eckpfeiler eines Albums. Aber kann das für vierzehn Songs ausreichen? Im Fall von Finn funktioniert das sogar sehr gut. Nicht zuletzt, weil seine Texte inhaltlich so viel hergeben, dass man sein Album von Anfang bis Ende aufsaugen möchte. „Wie weit“ sind vierzehn kleine Geschichten mitten aus dem Leben, aus Finns Leben. Zumindest möchte man das glauben, weil er jedes einzelne Wort so ehrlich und echt singt, dass nur dieser Rückschluss logisch erscheint.

Mit seiner ersten Platte hat er nicht nur sein eigenes Können unter Beweis gestellt – sondern viel mehr bewiesen, dass deutschsprachige Singer-Songwriter-Musik gut sein kann und dass deutsche Texte gut klingen können. Ganz weit weg von unechtem Gefühlsgedusel, Floskeln und Phrasen, textet Finn wunderschön melancholische Stücke, die man ihm sofort abkauft. Ab dem 10. Februar 2017 gibt es dann die gesamte musikalische Gefühlssammlung in Album-Form. Kopf aus, Herz auf, Finn an.

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