Auf Durchstart-Mission: Tom Misch

Der 21-jährige Londoner zählt zu den größten Nachwuchstalenten aus Großbritannien: Ausverkaufte Europa-Tour, neue EP im März. Im #MeltFriday erfahrt ihr mehr zum Alleskönner Tom Misch.
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Achtung, Wunderkind-Alarm! Ausgelöst hat ihn Tom Misch vor drei Jahren im Osten Londons. Anfang 2014 veröffentlicht er sein Instrumental-Mixtape „Beat Tape 1“, auf dem er ganz smooth Soul, Jazz und Hip-Hop-Beats verbindet. Von da an eroberte Tom Misch Blogosphäre, Medien und die Herzen von Musikliebhabern in und jenseits von Großbritannien. Nach dem „Beat Tape 2“ (2015), seiner Debüt-EP „Reverie“ (2016) und ausverkauften Shows in ganz Europa hat der mittlerweile 21-Jährige im März seine neue EP „5 Day Mischon“ veröffentlicht.

Von Abnutzungserscheinungen gibt es bisher keine Spur, im Gegenteil: Der Londoner besitzt nicht nur bewundernswerten Arbeitseifer, sondern auch viele Talente. Allrounder mag ein ausgelutschter Titel sein. Er trifft es im Falle des Produzenten, Sängers, Songwriters, DJs, Komponisten, Violinisten und Gitarristen Tom Misch aber doch ganz gut. Zur handwerklichen Bandbreite gesellt sich das Interesse für eine Vielfalt von Musikstilen: Soul, HipHop, Pop, Klassik, RnB, Jazz – der junge Künstler schöpft in seinem bisherigen Output Genres und seine Fähigkeiten voll aus.

Nach den „Beat Tapes“, bei denen er eher als Produzent in Erscheinung trat, entschied Tom Misch, den Fokus bei der „Reverie“-EP auf seine Rolle als Sänger und Songwriter zu setzen. So wurde daraus sein erstes Release, auf dem in jedem der vier Tracks Gesang zu hören war. Die meisten Parts übernahm der Londoner selbst, Rapper und Kumpel Loyle Carner steuerte auf dem tiefenentspannten Ohrwurm „Crazy Dream“ Vocals bei. Der soulige Vibe und die geschmeidigen Hip-Hop-Beats von „Reverie“ schmiegen sich an akustische Gitarren, Violinen und jazzige Saxofon-Einlagen von Toms Schwester Laura Misch.

Auf einem ambitionierten Konzept basieren die Songs der „5 Day Mischon“-EP, die diesen März erschienen ist. Sie sind außerdem ein kleines Trostpflaster für alle, die sich nach einem Debütalbum sehnen: „Ich arbeite hart an meinem Album, aber es wird noch etwas dauern. In der Zwischenzeit wollte ich zu meinen Wurzeln zurückkehren und neue Songs kreieren und sie so schnell wie möglich veröffentlichen. Ich arbeitete dafür mit ein paar Kollaborateuren und Musikern, die ich sehr schätze, zusammen und wollte einfach sehen, was im Laufe von fünf Tagen passieren kann.“ Tom Misch lud also an fünf aufeinanderfolgenden Tagen fünf verschiedene Künstler in sein Homestudio, um mit jedem einzeln einen Song aufzunehmen. Die Tracks, die sich an den verschiedenen Tagen mit Carmody, Novelist, Will Heard, Kaidi Akinnabi und Tobie Tripp aus Improvisationen entwickelten, decken erneut ein breites Spektrum an Stilrichtungen ab.

Mühelos und beliebig wechselt Tom Misch bisher zwischen seinen Rollen als Produzent, Sänger, Songwriter, DJ, Komponist, Violinist oder Gitarrist, die Auszeichnung Wunderkind scheint nicht mal übertrieben. Achja, ganz nebenbei feilte Tom Misch natürlich an seiner Live-Show. Dem Mixmag erzählte er, dass er sich bei den EPs allgemein mehr Gedanken über Konzerte machte als bei den Mixtapes: „Beim ‚Beat Tape 2‘ habe ich gewissermaßen einfach losgearbeitet, dachte aber blöderweise nicht darüber nach, ob man es live spielen könnte. Jetzt frage ich mich immer ‚Kann mein Bassist das live spielen? Kann mein Drummer das?‘“. Die Antwort lautet bei seiner Liveband natürlich „Ja!“. Und der Auftritt des Newcomers beim Melt Festival vom 14. bis 16. Juli ist sowieso ein Pflichttermin.

Mehr Infos zum diesjährigen Melt-Lineup und unsere Ticketverlosung findet ihr hier. Am letzten #MeltFriday haben wir außerdem Sylvan Esso näher vorgestellt.