„No Emotions“: Die erste EP von Ilgen-Nur ist ein Coming-of-Age-Soundtrack

Zukunftsängste und Unsicherheiten sind die Sorgen vieler Millenials - Sängerin Ilgen-Nur macht sie zusammen mit rauen Gitarrenriffs zum Mittelpunkt ihrer ersten EP "No Emotions". Seht hier das Musikvideo zum Song "Cool".
Foto von Maximilian Mundt

„Everyone thinks I’m grumpy. Everyone thinks I’m grumpy, when I look at them. Everyone thinks I’m having no emotions. But in reality, I am weak. I am vulnerable“ singt die aus der Nähe von Stuttgart stammende Sängerin Ilgen-Nur in „No Emotions“, dem Titeltrack ihrer gerade erschienenen Debüt-EP. Die 21-jährige Sängerin beweist in ihren Liedern eine direkte Ehrlichkeit, die einem in dieser Form nicht sehr oft begegnet. Inmitten von rauen Gitarrenriffs, lässig gespieltem Indie-Rock und einer über allem schwebenden DIY-Ästhetik präsentiert sie einen Coming-of-Age-Soundtrack: Es geht um Einsamkeit, Träume, Unsicherheiten und darum, sich selber zu finden.

Vor knapp einem Jahr zieht Ilgen-Nur nach Hamburg, bricht ihr Studium ab und hat außerdem keinen Job mehr. Als nicht mehr genügend Geld für die Miete übrig bleibt, setzt sie sich damit auseinander, was sie mit ihrem Leben eigentlich anstellen möchte – die Grundlage für ihre EP ist geschaffen. Songs wie „Cool“ oder „Expextations“ bewegen sich zwischen Kate Nash, Courtney Barnett oder Girlpool und wurden mit Hilfe von bekannten Gesichtern der Indie-Szene umgesetzt: Aufgenommen und produziert wurde die EP von Max Rieger (Die Nerven, All Diese Gewalt), Schlagzeug und Bass steuerte Paul Pötsch (Trümmer) bei.

Seht hier das Musikvideo zu „Cool“:

Ilgen-Nur live:
17. Mai – Berlin, Badehaus (Support für Kele Okereke)
20. Mai – Hamburg, Molotow (Euphorie Festival)
21. Mai – Berlin, Kantine am Berghain (Support für Trümmer)
22. Juli – Varel, Watt En Schlick Festival

Die „No Emotions“ EP ist am 12. Mai 2017 bei Sunny Tapes erschienen.