„Es war wirklich eine No-Budget Sache“: Pabst veröffentlichen energetisches Musikvideo „Ocean Cruise“

Die Berliner Band Pabst hat im vergangenen Herbst ihre erste EP veröffentlicht und darauf energetischen Noise-Rock in einem krachenden Soundgewand präsentiert. Jetzt hat das Trio ein Musikvideo zu "Ocean Cruise" veröffentlicht, uns einige Fragen beantwortet und Einblicke in den Videodreh gewährt.
Still aus dem Musikvideo "Ocean Cruise"

Das Berliner Trio Pabst hat bereits im vergangenen Herbst mit seiner ersten EP „Skinwalker“ und energetischen Live-Shows auf sich aufmerksam gemacht. Übersteuerte und groovige Bässe, hektisch krachende Drums und einprägsame Melodien vereint die Band zu einem breitwandigen Sound zwischen Noise, Garage-Rock und Post-Grunge.

Auf Grund ihres krachenden Soundgewands werden Pabst gerne mit Bands wie Nirvana oder Dinosaur Jr. verglichen. Dass sich die Band in diesem Umfeld aber nicht unbedingt wohlfühlt, erklärt uns Gitarrist und Sänger Erik Heise per Mail: „Es geht bei Pabst viel darum, einfach die Gitarre umzuschnallen (oder den Bass, oder sich ans Drumkit zu setzen) und zu schauen was rauskommt. Dann entscheidet zu einem gewissen Grad erstmal das Unterbewusstsein mit, wie es am Ende klingt. Viele Sachen, mit denen wir verglichen werden, haben wir alle nie jemals wirklich gehört. Dinosaur Jr. fand ich zum Beispiel nie so richtig geil. Die Stimme war immer zu rough, zu viel Gewichse auf der Gitarre. Aber irgendwas muss sich da in mir eingenistet haben, weshalb unsere Musik von Außenstehenden mit denen verglichen wird.“ Die Bandmitglieder hätten mittlerweile allerdings einen ungeschriebenen Kodex von Dingen und Einflüssen, die in ihrer Musik einen Platz finden dürfen.

Nachdem ihre bei Crazysane Records erschienene Debüt-EP mittlerweile fast ausverkauft ist, präsentieren Pabst nun ein Musikvideo zu ihrem Song „Ocean Cruise“. Dass es überhaupt zu diesem Clip gekommen ist, verdankt die Band Fotograf Miguel Schmid: „Miguel hat uns mal angeschrieben und gefragt, ob er ein paar Fotos von uns schießen kann. Er hat dazu sein Portfolio mitgeschickt, wo wir sehen konnten, dass er einige ziemlich krasse Sachen macht. Unter anderem filmt er auch und da wir noch ein Performance-Video haben wollten, haben wir ihn dafür angefragt. Die Idee für das Video war, sich so nah wie möglich am Text zu orientieren und dabei so wenig wie möglich Geld auszugeben.“ Der Songtext handele grob von einem Mädchen, das Männer auf die Vampir-art umbringt. Mit Mimi Barks habe man dann eine perfekte Darstellerin für diese Rolle gefunden. „Es war wirklich eine No-Budget Sache und wir hatten echt Glück, dass viele uns da einfach unterstützt haben.“

Seht hier Fotos vom „Ocean Cruise“ Dreh:

Passend zur Veröffentlichung ihres neues Musikvideos gehen Pabst im Mai und Juni auch auf Tour und spielen unter anderem beim Kosmonaut Festival oder zusammen mit Autisti, einer Schweizer Supergroup aus Louis Jucker (ehem. The Ocean, Red Kunz, Coilguns, Solo) und Emilie Zoé. „Wir werden zum Herbst wohl eine Split mit Autisti veröffentlichen. Außerdem schreiben wir grad am Album, welches etwa zur selben Zeit aufgenommen werden soll. Live bauen wir immer mehr neue Songs ein“ erklärt die Band.

Pabst live:
04.05. Berlin – 8MM Bar
17.05. Chemnitz – AC17*
19.05. Neuchâtel (CH) – Case à Chocs*
20.05. Sion (CH) – Point 11*
21.05. Bienne (CH) – Le Salopard*
22.05. Freiburg – Slow Club Freiburg*
10.06. Dortmund – Dortmunder U**
16.06. Chemnitz – Kosmonaut Festival
17.06. Mannheim – Maifeld Derby

* mit Autisti (Louis Zucker u. Emilie Zoé)
** mit Louis Jucker, Closet Disco Queen, Heads.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.