Exklusive Premiere: Fern veröffentlicht seine Debüt-Single „Bruises“

Fern kombiniert Elektro, Pop und Industrial-Elemente zu melancholischen und hypnotischen Klängen. Am 1. September 2017 erscheint seine selbstbetitelte Debüt-EP, aus der er jetzt den ersten Song präsentiert. Hört hier die exklusive Premiere von "Bruises".
Foto von Björn Lexius

„Fern ist Distanz. Fern ist ein Gefühl, das wir alle kennen: eine Reise durch die Leere, die wir auf uns nehmen, um uns unseren tiefsten Ängsten zu stellen. Das Bemühen, in den dunkelsten Ecken unserer Erinnerung ein dämmerndes Licht vorzufinden.“ Mit diesen Worten stellt der in Berlin lebende Musiker Paul Seidel sein Soloprojekt Fern vor. Melancholische und hypnotische Klänge, spannende Rhythmen und ein eindringlicher Gesang treffen in seinen Songs auf Elemente aus Elektro, Pop und Industrial – eine Mischung, die der Musiker treffender Weise als „Doom Pop“ bezeichnet.

Obwohl Fern am 1. September 2017 seine erste EP veröffentlicht, ist er wahrlich kein Neuling in der hiesigen Musiklandschaft: Als Schlagzeuger spielte er von 2006 bis 2013 in der erfolgreichen Metal-Band War from a Harlots Mouth, unterstützte WassBass (das Nebenprojekt von Nico K.I.Z) bei ihren Konzerten oder spielte zuletzt als Studiomusiker die Drums von Caspers „Lang Lebe der Tod“ ein. Nun tritt er aus dem Schatten hervor und beweist neben seinem Können als Schlagzeuger auch hervorragende Produktions- und Gesangsfertigkeiten.

Artwork der „Fern“ EP

„Dass ich hauptberufich eigentlich als Schlagzeuger unterwegs bin und sein will, ist und war für mich eigentlich immer eine glasklare Sache. Ich möchte mich allerdings auch gerne als ganzheitlichen Musiker betrachten, der sich nicht auf nur ein Instrument limitiert. Dazu bewege ich mich einfach zu gerne in harmonischen Welten und kann durch das Songwriting, Klavierspielen und Singen genau diese Passion ausreizen“ erzählt er im Interview. Seine Stimme sei für ihn schon immer ein sehr wichtiges Spielzeug gewesen, mit dem er verschiedene Dinge ausprobieren und nachahmen konnte. „Ich würde fast sagen, dass die Stimme an sich mit all ihren Funktionen, Ebenen und Kontrasten meine größte Passion ist.“

Greifbar und doch abstrakt, ikonisch, minimalistisch und gleichzeitig irgendwie traditionell-futuristisch

Die ersten Demos für das Soloprojekt sind bereits im Jahr 2013 entstanden. „Erst aus einer Art Laune heraus, im Laufe der Zeit dann allerdings als kreative Alternative zur Musik, die ich damals hauptsächlich ausgeübt habe“ erklärt Paul. Als er die Songs in einem Berliner Hinterhofzimmer geschrieben hat, habe er allerdings nie die Absicht gehabt, sie zu veröffentlichen. Als Seidel im Sommer 2014 dann auf Jan Kerscher kennenlernt, der das Ghost City Recordings Studio in der Nähe von Nürnberg betreibt, wurden fünf Songs „in einer wirklich exzessiv-kreativen Session“ aufgenommen. Auch wenn Fern eher als Soloprojekt zu verstehen sei, könne man es auch als Ort für kreatives und progressives Zukunftsdenken sehen. „Alle Beteiligten – wie zum Beispiel Jan, Peter und Hannes, die sonst in Bands wie Like Lovers, Heads oder A Tale Of Golden Keys spielen – sind in dem ganzen Projekt involviert, weil sie mehr vom Leben wollen, als den einfachsten Weg, sondern Musik auch als philosophisch angehauchtes Lebensgefühl verstehen.“

Bevor im September die fünf Songs der ersten und selbstbetitelten EP von Fern erscheinen, präsentiert er mit „Bruises“ bereits jetzt eine erste Single. „Dass es mit der Veröffentlichung so lange gedauert hat, hat auch damit zu tun, dass jeder Prozess für mich von so großer Bedeutung ist. Das Artwork ist beispielsweise in Zusammenarbeit mit Fabian Bremer entstanden. Wir wollten etwas erschaffen, das der thematischen Grundstimmung der EP gerecht wird. Greifbar und doch abstrakt, ikonisch, minimalistisch und gleichzeitig irgendwie traditionell-futuristisch“ sagt Paul Seidel.

Hört hier die exklusive Premiere von Ferns Debüt-Single „Bruises“:

Die „Fern“ EP erscheint am 1. September und kann hier vorbestellt werden.

Fern auf Tour:
19.09. – Nürnberg, Stereo
20.09. – Würzburg, Cairo
23.09. – Berlin, Privatclub
25.09. – Jena, Rosenkeller
26.09. – Saarbrücken, Garage
27.09. – Köln, Jungle Club
28.09. – Olten (CH), Coq D’or
29.09. – Stuttgart, Juha West
30.09. – Mannheim, Kombinat