Fatoni im Videointerview: „Ich finde es peinlich zu sagen: Mein Beruf ist deutscher Rapper“

Beim Kosmonaut Festival 2017 sind wir mit Fatoni Tretboot gefahren und haben im Videointerview über sein aktuelles Mixtape "Im Modus", peinliche Pop-Musik und seine Verbindung zu Edgar Wasser gesprochen.

Über ein Jahr nachdem er das gefeierte Album “Yo, Picasso” veröffentlicht hat, präsentiert Fatoni Mitte März 2017 sein neues Mixtape “Im Modus”. Aufgenommen in einer turbulenten Phase seiner Karriere, die vom Tourleben, großen Festivalshows und öffentlichem Interesse weit über die HipHop-Medien hinaus geprägt ist, präsentiert sich der aus München stammende Rapper in Bestform: Mit alten Weggefährten zelebriert er das Spiel zwischen Beats und Flow und beweist, dass er nach wie vor die allerhöchsten Ansprüche an sich selbst und die Musik legt. In Tracks wie „Das ist alles Kunst feat. Dexter“, „DA.YO.NE feat. Edgar Wasser und Juse Ju“ oder „Narkolepsie“ kritisiert sich Fatoni von den Medien bis zu Hipstern. Sein feinsinniger Humor versteckt sich dabei aber mehr denn je hinter Wut, Exzess und Zynismus.

Im Interview beim Kosmonaut Festival erklärt Fatoni, dass er mit seinem Mixtape genau das erreicht habe, was er erreichen wollte. „Ich habe mir damit ein bisschen den Druck genommen und kann jetzt etwas entspannter an das nächste Album gehen. Für das Album habe ich aber exakt noch gar nichts gemacht. Aber ich treffe schon viele Leute, die Musik machen. Es wird vorher aber noch ein anderes Album geben: Ich habe mit Mine ein Kollabo-Album aufgenommen, das hoffentlich bald erscheint!“ Es mache ihm auch Spaß, in andere Musikrichtungen zu gehen. Zum Beispiel habe er zuletzt auch einen Feature-Song mit Die Höchste Eisenbahn aufgenommen. Weiter erzählt Fatoni: „Ich glaub jetzt nicht, dass das nächste Fatoni Album das große Indie-Album wird, aber vielleicht das danach oder so. Wenn ich dann ganz oben bin, kann ich mit dem schlechten Singer-Songwriter-Album wieder nach ganz unten fallen. Das ist der Plan.“

Im Videointerview haben wir mit Fatoni außerdem über Peinlichkeiten in der deutschen Pop-Musik, seine Verbindung zu Edgar Wasser und seinen Eindruck vom Kosmonaut Festival gesprochen.