Videopremiere: Xul Zolar geben mit der Live-Version von „Soft Drones“ Einblicke in ihr Debütalbum

Im Januar veröffentlicht die Kölner Band Xul Zolar nach langer Wartezeit ihr Debütalbum. Ihre Vorliebe für komplexe elektronische Sounds und sanften Popmelodien bringen sie neben ihrem Album auch auf die Bühne. Seht hier die exklusive Videopremiere von der "Soft Drones" Live-Version.

Bereits im Jahr 2011 haben sich Ronald Röttel und Marin Geier in Köln getroffen und aufgrund gemeinsamer musikalischer Vorlieben beschlossen, die Band Xul Zolar zu gründen. Schnell veröffentlichten sie ihre ersten Singles auf 7″ Vinyl und der ebenso sphärische wie rhythmisch-vertrackte Indiepop begeisterte Musikliebhaber in ganz Europa. Gemeinsam mit ihrem Management gründete die Band außerdem das Label Asmara Records (auf dem zuletzt auch das Debütalbum von Woman erschien) und spielte in den folgenden Monaten zahlreiche Auftritte auf Festivals oder als Support von Bands wie Battles, Future Islands oder SOHN. Auf ihrer ersten EP „Tides“ stellten Xul Zolar im Jahr 2015 dann ihre herausragenden Fähigkeiten ein weiteres Mal unter Beweis und überzeugten mit sanften Synths, polyrhythmischen Drums und der wohlklingenden Stimme von Sänger Ronald.

Am 19. Januar 2018 veröffentlichten Xul Zolar nun ihr Debütalbum „Fear Talk“ via Asmara Records. Durch Schlagzeuger Dennis Hoffmann und Dennis Enyan mittlerweile zum Quartett herangewachsen, präsentiert die Band auf ihrem Debüt ein homogenes Gesamtwerk, aus dem bereits die zwei Songs „NYE“ und „Soft Drones“ samt Musikvideos veröffentlicht wurden. Obwohl ihr ausgeklügelter Sound zunächst nach einer astreinen Studioproduktion klingt, bringen Xul Zolar diese Aufnahmen auch auf die Bühne – wie in ihrer Live-Version von „Soft Drones“

Seht hier die exklusive Videopremiere von „Soft Drones (live)“

Im Interview beschreiben uns Xul Zolar, dass sie sich für die Aufnahme ihres ersten Albums nicht stressen lassen haben. „Viele Bands gründen sich, finden ihren Sound und machen direkt ein Debutalbum. Wir haben hingegen als Band einen langen Entwicklungsprozess durchgemacht und hätten wir direkt ein Album gemacht, hätte das mit Sicherheit komplett anders geklungen. Es war uns also wichtig, mit dem Album festzuhalten, wo wir gerade jetzt musikalisch und persönlich stehen. Deswegen sind auch alle Songs in einem relativ kurzen Zeitraum entstanden und bilden dadurch ein homogenes Ganzes“, sagt Marin. Ronald ergänzt, dass es besonders wichtig gewesen sei, Optionen auszuschließen. „Mit den Singles und der EP haben wir einen Fixpunkt gesetzt, von dem aus wir uns abgrenzend und zustimmend auf die Ästhetik von ‚Fear Talk‘ einpendeln konnten.“ Bei der Produktion von „Tides“ sei es der Band etwa darum gegangen, extrem viele Spuren zu layern, um dabei die Wichtigkeit des Gesangs oder Schlagzeugs stark zu reduzieren. „Auf ‚Fear Talk‘ haben wir dann das komplette Gegenteil gemacht“, erklärt Ronald.

Aufgenommen haben Xul Zolar ihr Debütalbum im Gotteswegstudio in Köln, wo unter anderem auch die Alben von Keshavara, Von Spar oder Roosevelt entstanden sind. „Produziert hat das Album Marvin Horsch, mit dem wir schon länger befreundet sind und der eine der meiner Meinung nach schillerndsten Figuren der Kölner Musiskzene ist. Marvin war früher Teil der Band Woman, bevor er sich entschieden hat, sich aufs Produzieren zu konzentrieren. Es war auch das erste Mal für ihn, dass er ein komplettes Album für eine andere Band produziert hat, aber gerade das war reizvoll für uns.“ Die Musikstadt Köln sei neben den Verbindungen zu Bands wie Woman außerdem ein großer Anreiz, immer noch einmal einen draufzulegen: „Es gibt eine Art gesunden Konkurrenzeffekt. Wenn einer mit einer super Platte vorlegt, dann spornt das die anderen auch an.“

Passend zum Release ihres Debüts spielen Xul Zolar im Februar auch eine Deutschland-Tournee (Daten siehe unten). Marin erzählt, dass die Live-Shows schon immer ein wichtiger Bestandteil des Banddaseins gewesen seien. „Während der Aufnahmen von ‚Fear Talk‘ ist dieser Live-Aspekt aber noch ein wenig mehr ins Zentrum gerückt. Dabei war es uns wichtig, den Spagat hinzubekommen zwischen uneingeschränkter Kreativität und Austoben beim Produktionsprozess und der Fähigkeit, das Produzierte auch live umsetzen zu können. Zu diesem Zweck ist auch seit Anfang des Jahres Dennis als viertes Bandmitglied dabei. Eine Livesession war dann eine gute Möglichkeit, die neue Band und die neuen Songs in einem Livesetting vorzustellen.“

Xul Zolar auf Tour – präsentiert von DIFFUS
03.02 Köln, Gebäude 9
14.02 Dortmund, Oma Doris
15.02 Hamburg, Prinzenbar Docks
16.02 Bremen, Kulturzentrum Lagerhaus
21.02 München, Rote Sonne
22.02 Jena, Café Wagner Jena
23.02 Dresden, Altes Wettbüro
24.02 Bayreuth, Schokofabrik
25.02 Berlin, Roter Salon / Volksbühne