Die besten Musikvideos der Woche

Wir haben die besten Musikvideos der vergangenen Woche zusammengestellt. Mit dabei: Clips von Felly, Tommy Cash, George Ezra oder Fuck Art, Let's Dance.

Felly – Ibrahimovic (prod. Drunken Masters)

Nachdem der aus München stammende Rapper Felly Ende letzten Jahres auf seinem Soundcloud-Profil bereits zwei beachtenswerte Tracks (darunter ein Feature mit Juicy Gay) veröffentlicht hat, präsentiert er nun ein erstes großes Ausrufezeichen: Zusammen mit dem DJ- und Produzenten-Duo Drunken Masters hat er den – und das darf man bereits jetzt schon festhalten – Hit „Ibrahimovic“ veröffentlicht. „Fallrückzieher fliegt direkt in deine Fresse. Ich bin der Beste, gar keine Frage, ich bin der Beste“ heißt es in dem Turn-Up-Track unter anderem und so entsteht eine gelungene Hommage an den eigensinnigen Fußballstar. Viele Informationen sind zu Felly noch nicht durchgedrungen, allerdings zeigt er mit seiner neuen Single, dass man ihn als „das nächste große Ding“ in jedem Fall auf dem Schirm haben sollte.

Tommy Cash – Pussy Money Weed

Ausdruckstanz auf Laufbändern, auf Gerüsten und in Rollstühlen – der aus Estland stammende Ausnahme-Rapper Tommy Cash hat es mit seinem neuen Musikvideo „Pussy Money Weed“ wieder einmal geschafft, alle sprachlos zurückzulassen. Auch wenn die Absurdität der Bilder größer kaum sein könnte, Tommy Cash (der schon häufiger als „Kanye East“ bezeichnet wurde) zieht mit seiner teils dystopischen Kunst an. Nachdem er in der Vergangenheit mit den Videos „Winaloto“ oder „Surf“ große Hits landete, lässt er auch mit „Pussy Money Weed“ sein unglaubliches surrealistisches Talent auf die Welt los.

George Ezra – Paradise

Als George Ezra im Jahr 2013 seinen Song „Budapest“ auf die Musiklandschaft loslässt, kennen die Lobeshymnen kein Ende: Der junge Brite wird zum erfolgreichsten Singer-Songwriter Newcomer der vergangenen Jahre und landet auch mit seinem Debütalbum „Wanted On Voyage“ einen echten Hit – in den Jahren 2014 und 2015 gehörte die Platte zu den zehn meistgekauften Platten in Großbritannien und fand weltweit bisher über drei Millionen Abnehmer. Nun kehr George Ezra nach einer kleinen Pause mit neuer Musik zurück, sein neues Album soll „Staying At Tamara’s“ heißen und am 23. März 2018 erscheinen. Mit „Paradise“ präsentiert er nun auch gleich die erste Single, die mit ihrem treibenden Beat und den Chor-Einwürfen zu einer echten Hitsingle werden könnte.

Lui Hill – 5000 Miles (Fye & Fennek Remix)

Es kommt selten vor, dass ein Musiker mit seiner allerersten Single ein – im besten Sinne – makelloses und in allen Facetten atemberaubendes Stück abliefert. Mit „5000 Miles“ ist Lui Hill im November 2017 genau dieser große Wurf gelungen. Zwischen moderner Pop-Musik mit sanften elektronischen Einflüssen, emotionalen und souligen Vocals, Referenzen an Chet Faker und Bon Iver bewegt sich der Musiker. Die fein produzierten Klanglandschaften seines ersten Songs lassen dabei schnell erahnen, dass wir es hier mit einem der spannendsten Newcomer des Jahres zu tun haben. Bevor uns Lui Hill hoffentlich bald eine neue Single präsentiert, hat er seinen ersten Song von Fye & Fennek remixen lassen – das funktioniert so gut, dass die Bearbeitung gleich mit einem sehenswerten Musikvideo bedacht wurde. Ans Herzen legen möchten wir euch an dieser Stelle auch noch diese tolle Live-Aufnahme von „5000 Miles“.

The Wombats – Cheetah Tongue

Am 9. Februar 2018 veröffentlicht die britische Indie-Band The Wombats nach knapp drei Jahren Wartezeit ihr neues und damit viertes Album „Beautiful People Will Ruin Your Life“. Die Platte bewegt sich zwischen psychedelischer Euphorie und dunkler Dysfunktion und kehrt an einigen Punkten zu dem zurück, was die Band auf ihren ersten beiden Alben ausmachte: Große Melodien und tragikomische Texte, die irgendwo doch eine emotionale Tiefe in sich tragen. Mit „Cheetah Tongue“ hat das Trio aus Liverpool nun einem der stärksten Song der Platte ein Musikvideo geschenkt – und das lebt von großartig-komischen Bildern.

And The Golden Choir – The Rain

Im Jahr 2015 hat Tobias Siebert, der in letzter Zeit vor allem mit seiner Band Klez.e für Aufmerksamkeit sorgte, sein erstes Album als And The Golden Choir veröffentlicht. Auf „Another Half Life“ zeigte er seinen mit verschiedensten Instrumenten gespickten Pop, der Ideen aus experimenteller Elektronik, Indierock, Gospel, Avantgarde und orchestralen Klängen vereint. Mit seinem neuen Album „Breaking With Habits“ (das am 2. Februar 2018) erscheint, setzt Siebert seine konsequente Arbeit fort und erklärt: „Nachdem es so gut lief mit der ersten Platte, meinte ein Freund zu mir: Mach genau so ein Album noch mal. Und als er das sagte, war mir klar, dass ich auf keinen Fall in dieser Form bleiben will. Ich will immer weitergehen.“ Im eindringlichen Performance-Video zu „The Rain“ stellt Siebert seinen ganzen Weltschmerz perfekt zur Schau.

Leyya – Heat

Als Leyya im Jahr 2015 ihr Debütalbum „Spanish Disco“ veröffentlichen, beginnt ein bemerkenswerter Erfolgslauf, der bis heute anhält. Marco Kleebauer (nebenbei auch Teil von Ant Antic) und Sophie Lindinger begeistern auf ihrem Album mit schwelgerischer Downtempo-Elekronik, filigran vorgetragene Melodien sowie schweren Beats und schaffen dabei eine Gratwanderung zwischen glasklarer Popmusik und experimentellen Ausflügen. Schnell wird auch ein internationales Publikum auf das Duo aufmerksam, das in der Folge durch ganz Europa tourt und im letzten Jahr schließlich den renommierten österreichischen FM4 Award gewinnt. Nun haben Leyya ihr zweites Album „Sauna“ veröffentlicht, mit dem sie einmal mehr für Überraschungseffekt sorgen konnte. Das stimmungsvolle Musikvideo zu „Heat“ ist absolut sehenswert!

Fuck Art, Let’s Dance! – Vicious Circle

„Forward! Future“ heißt das aktuelle, im September 2017 erschienene Album von Fuck Art, Let’s Dance. Darauf stellt die Gruppe eindrucksvoll unter Beweis, dass Indie-Pop noch längst nicht tot ist: Treibende Drums und leichte Gitarren-Riffs vermischt das Quartett aus Hamburg mit ebenso melancholischen wie kritischen Zeilen über das aktuelle Weltgeschehen. Ein Paradebeispiel dafür ist die neue Single „Vicious Circle“ – viele von uns stecken nämlich in einem Kreislauf fest, der alles andere als angenehm ist.