Vorstellungsrunde: Aura.Karma.Alles.

Eine erfolgreich organisierte Geburtstagsparty im Frühjahr 2011, die auf für große Begeisterung bei allen Besuchern sorgte, diente drei jungen Münchnern als Anlass, ein einzigartiges Projekt zu starten. Melanie Amelia, Leo Küchler und Deep Down Dave  nahmen sich vor, die Party-/ Clubszene ihrer Heimat nicht zu revolutionieren, jedoch zumindest um ein ordentliches Stück zu bereichern. Sie wollten den Menschen ihrer Stadt neben den wenigen etablierten Clubs neue Locations zum Feiern bieten und vor allem auch jungen, unbekannten, aufstrebenden Künstlern der Szene eine Plattform bieten, ihre Musik zu präsentieren. So entstand unter dem Namen Aura.Karma.Alles der wahrscheinlich erste Münchner Vereine zur Förderung elektronischer Musikkultur und Audiovisueller Kunst. Zugegeben, der Name klingt schon arg nach Esoterikladen, ist jedoch bei genauerem hinsehen ziemlich zutreffend auf all das, was die drei Gründer bisher mit ihrem Projekt geschaffen haben. Wer gutes gibt, bekommt meist auch gutes zurück. Frei nach diesem Motto startete der Verein außerdem auch soziale Projekte. Um ihrer Arbeit mehr Relevanz und Aufmerksamkeit zu verschaffen, und natürlich auch ganz elementar der Musik selbst zuliebe, etablieren Melanie, Leo und Dave seit Anfang 2013 zudem ihr eigenes Label. Aura.Karma.Records.

Dafür das auch dieser „Geschäftsbereich“ für die drei jungen Münchener nach eigenen Aussagen Neuland war, kann Aura.Karma.Records bisher drei durchaus vorzeigbare Releases vorweisen!  Gleich mit der ersten EP machte das neugeborene Label geschickt auf sich aufmerksam. Die A Seite ist bestückt mit einem ziemlich Melodie beladenem Synthi Track von Oliver Deutschmann, zu dem Dario Zenker einen gelungenen deepen, technoieden Remix auf der B Seite liefert. Große Besonderheit: Die Label Betreiber gaben getreu dem Motto ihres Vereines jungen Künstlern die Chance, ihren Traum von einem eigenen Track auf Vinyl wahr werden zu lassen. Jeder der mochte durfte sich an einem Remix von Oliver Deutschmanns Track „Hold On“ versuchen. Der beste Remix unter allen Einsendungen sollte als zweiter Remix mit auf der B Seite der EP veröffentlicht werden. Dies war am ende ADR alias Andrea diRocco vergönnt, der einen eher housigen Detroit-Remix liefert, der den track um wunderbar dreckige Claps und Hi-Hats bereichert.

 

Die Nummer 2 im noch recht dünnen Katalog von Aura.Karma. liefert Joel Alter. Der in Berlin lebende Schwede füllt die A Seite der Platte mit dem Original Mix des Tracks „Midnight Run“. Eine sehr gelungene Kombination aus einem äußerst geschmeidigem Piano-Riff und einer fein abgestimmten Bass-Line. Die B Seite hält jeweils einen Remix von Oskar Offermann und Rik Elmont bereit.

Die dritte und damit aktuellste Platte erschien im Frühjahr diesen Jahres und erfreute sich wie zu erwarten großer Beliebtheit und dürfte derzeit schon wieder nahezu ausverkauft sein. „Vice Versa“ heißt der Titel Track der EP und dürfte aufmerksamen Club Gängen bereits aufgefallen sein. Die Melodie des Tracks geht direkt ins Ohr könnte durchaus zu einem Ohrwurm des kommenden Sommers werden. Auch mit dem zweiten Track „Distance“ sowie einem Remix vom Schweden Bleak lässt sich die Scheibe nicht lumpen!

Man darf gespannt sein, was dieses wahnsinnig vielschichtige und für die Stadt München sicher einzigartige und Mutige Projekt in Zukunft noch zu bieten hat… Die Musik ist auf jeden Fall tanzbar!

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