DIFFUS MIX #2

Für alle Menschen, denen die Fusion oder welches Festival auch immer, noch in den Köpfen herumschwirrt und mit der Realität noch zu kämpfen haben,  starten wir mit dem zweiten Diffus Mix den musikalischen Versuch, den Übergang in den Alltag etwas zu erleichtern und die Wartezeit bis zur nächsten Reise in eine bessere Welt zu versüßen.

1.Max Graef, Andy Hart – Jungle
Der erste Track ist aus der Oktober 2014 erschienen Broken Keyboard EP. Diese startet mit einer gemeinsamen Nummer des Berliners Max Graef und dem Australier Andy Hart. Die für Max Graef typische Symbiose aus Housigen Samples und HipHop Breaks sind auch in Jungle ein prägnantes Element. Alles in allem ein gelungenes Ding.

2. Session Victim – Yes I Know (Max Graef Remix)
Wir bleiben bei Max Graef. Der Berliner liefert uns an zweiter Stelle einen Remix, der sich auf Session Victims „Glow in the Dark“ EP wieder findet. Ein musikalischer Segen, dass sich die Jungs von Session Victim und Max Graef 2013 entschieden haben, ein gemeinsames Werk zu hinterlassen. Alle drei sind Experten der gepflegten House Musik und des gekonnten Samplings. Session Victims vor kurzem veröffentlichte Resident Advisor Session lässt erahnen, wie viel Energie Hauke Freer und Matthias Reiling in ihre Musik stecken. Das ganze dann in bereits erwähnter Max Graef Manier professionell zerlegt, zerstückelt und neu zusammengesetzt ergibt diesen äußerst gelungenen Track.

3. Pfeiffer – Pete Samples
Die dritte Nummer liefert uns der Kölner DJ und Produzent Pfeiffer. Der Track „Pete Samples“ erschien  2013 auf seinem erstem Vinyl Release für das Potsdamer Label Varied Records. Laut aufgedreht entpuppt sich der Beat zu einem echten „Stampfer“. Außerdem glänzt der Track mit einem sehr originellem Vocal. Was genau uns die monotone Männerstimme beschreiben will ist unklar, es klingt auf jeden Fall gut. Ebenso gut wie der Beat selbst.

4. Steve Bug – Soulin‘ Deep
Mit Soulin‘ Deep lassen wir einen Track der etwas älteren Generation erklingen. Im Jahr 2000 erschien die gleichnamige EP von Steve Bug dessen Karriere bereits 1991 ihren Anfang nahm. Der Song stellt, wie der Titel schon erahnen lässt, eine ganz eigene Mischung aus Minimal, Deephouse und Soul dar. In jedem Fall zeitlos und immer wieder gern gehört. Wer wissen möchte was der Altmeister heute so treibt, sollte sich hier seinen Boilerroom Auftritt vom 2. Juli in Berlin anhören.

5. Ovijay – Days With You
Bei diesem Track hingegen, handelt es sich um eine brandaktuelle Nummer, erschienen auf Ray Okparas Label Ama Recordings. Deren 16. Release liefern Ovijay und Enrico Peretti, die bereits 2012 gemeinsam für das Mannheimer Imprint produzierten. „Days With You“ ist der erste Track auf der Platte und unserer Meinung nach auch mit abstand der beste. Auf das Intro folgt eine schallende Stimme: „Puting your fists in the air, singing YEAH, so here we go!“. Anschließend fliegt einem ein bunter Mix aus Percussions um die Ohren. Das ganze untermalt von einem satt schwingendem Bass. Wer hier nicht ins Tanzen gerät, der macht was falsch.

6. Dertoit Swindle – Brotherman
An der Musik der beider Niederländer kommt dieser Tage wohl keiner vorbei, der ein Freund der elektronischen Tanzmusik ist. Auch wir nicht. Der Track Brotherman hat es uns dabei besonders angetan. Bereits 2010 erschien dieser als Teil der „Creep“ EP auf dem renommierten Londoner Label Freerange Records. Der Song liefert einen gradlinigen Beat samt satter Bässe, ein grooviges Vocal und housige Rhodes Chords. Mehr braucht es nicht. 

7. Shlomi Aber feat. Möggli – Foolish Games
Unser zweiter Diffus Mix endet mit einer sanften Techno Nummer von Shlomi Aber aus Israel. Der Track gleitet atmosphärisch vor sich hin, getragen von einem imposanten Vocal, dass Emily Richou alias Möggli aus Frankreich beisteuerte. Dieses durchaus hörenswerte Werk erschien Ende 2012 auf Shlomi Abers eigenem Label „Be As One“. Wem vor allem der Beat getaugt hat, und wer auf die nette Frauenstimme verzichten kann, dem sei an dieser Stelle geraten sich den Track „Lines in the Sand“ auf der B Seite der EP anzuhören.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.