Angehört: Laura Carbone – „Sirens“

Die Frontfrau von "Deine Jugend" hat ihr Solodebüt veröffentlicht und präsentiert eine Mischung aus Pop und New Wave
Romy Maxime

Düster und mit Bezügen zu den Ikonen des New Wave und Post Punk präsentiert Laura Carbone ihr Album „Sirens„, das bereits am 27. Januar seinen digitalen Release feierte. Die Sängerin aus Mannheim und Frontfrau der Elektropunk-Formation Deine Jugend schafft mit New Wave, Pop und einer klaren Rock’n’Roll Attitüde eine spannende Mischung auf ihrem Solodebüt, klar festlegen will sie sich dabei aber nicht: Schwankend zwischen getragenen, melancholischen Sounds und vorantreibendem Indierock fühlt man sich in das bedrückende Manchester der 80er Jahre zurückversetzt. Popsounds holen uns dann aber wieder ins Hier und Jetzt zurück.

„It’s just a new phase new phase of the moon“

Mit „Silky Road“ eröffnet Laura Carbone ihr Album mit schwermütigen Vocals und zeigt deutlich, dass sie ihre eigenen Wege gehen will. Dazu passend hat sie das Album erfolgreich per Crowdfunding finanziert. Zusammen mit dem Produzenten Tim Bonassis (u.a. Liquido und Pyogenesis) hat sie das Album in dessen Studio in Mannheim aufgenommen und nun bei Duchess Box Records veröffentlicht. Schon früh ist die Gesamtstimmung des Albums erkennbar und die Single „Swans“ macht einmal mehr die musikalische Vielfalt deutlich. Ein eingängiger Chorus findet über klassischen Post-Punk-Sounds seinen Höhepunkt, der musikalischen „Riot“ setzt sich aber auch in Songs wie „Stigmatized“ oder  „Heavy Heavy“ fort. Immer wieder erklingen charismatische Bassläufe oder Gitarren-Sounds der 90er, dabei tritt eine starke Laura Carbone in den Vordergrund. PJ Harvey, Lydia Lunch oder Courtney Love zählen zu den Inspirationen der Sängerin und würden an diesem Album sicher ihre Freude haben. Neben tanzbaren Songs lässt Laura Carbone zum Ende des Albums auch die angesprochene Rock’n’Roll Attitüde in Form der gitarrenlastigeren Songs „Late Night Conversations“ und „Favorite Desease“ aufblitzen. An der ein oder anderen Stelle wirkt „Sirens“ etwas zu glatt, dennoch zeigt die Sängerin ihr großartiges Potenzial und lässt die wavigen Songs zu Highlights des Albums werden.

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