Sizarr veröffentlichen „Red Bull Studios Tour EP“

Sizarr waren in den Red Bull Studios dieser Welt unterwegs und haben mit verschiedenen Musikern und Produzenten eine EP aufgenommen. Dazu gibt es nun auch eine Doku.

Erreicht man einen Punkt, an dem man anfängt sich selbst zu zitieren, läuft normalerweise einiges schief. In diesem Falle macht es aber in gewissem Maße Sinn. Sizarr haben Anfang dieses Jahres ihr Album „Nurture“ veröffentlicht und schon damals habe ich mich festgelegt, dass sie das Album des Jahres aufgenommen haben. Geändert hat sich seitdem nichts. Vielmehr beeindruckt ihr Sound immer wieder.

Sizarr veröffentlichen mit „Nurture“ ein reifes, vielseitiges und international klingendes zweites Album. Viel wurde über das im Jahr 2012 erschienene Debüt der drei Landauer gesagt und geschrieben, die Einzigartigkeit des Sounds feuerte die Hypemaschinen des Feuilletons und der Blogs an. Fabian Altstötter, Philipp Hülsenbeck und Marc Übel sind trotz aller Erfolge nicht abgehoben, vielmehr sind sie und ihre Musik daran gewachsen. Immer wieder wird auch das so schwierige „zweite Album“ ins Gespräch gebracht, doch Sizarr sagen sich von all dem los und haben ihren Sound auf eine neue Stufe gehoben. (aus der Review zu „Nurture“)

Dass sich der Sound des Trios aus Landau in großartiger Weise weiterentwickelt hat, darf man nun zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres feststellen. Am 20. November hat die Band eine EP mit vier neuen Songs veröffentlicht, die während einer Reise durch die Red Bull Studios dieser Welt entstanden sind. Zusammen mit verschiedenen Künstlern und Produzenten haben die drei Musiker an den neuen Songs gearbeitet und ihnen so eine besondere Stimmung verliehen. Zusätzlich zur EP wurde auch eine Dokumentation der Reise veröffentlicht, die Sizarr während ihrer Aufnahmen in New York, Paris, London und Berlin zeigt.

In New York haben Sizarr zusammen mit dem Produzenten Nick Hook und dem Musiker Jesse Boykin III gearbeitet. Aus einem Missverständnis über das Wort „Wald“ ist der Song „Forest“ entstanden, der in großartiger Weise die oben angesprochene Entwicklung des Trios verdeutlicht. Tanzbar und dennoch einfühlsam schaffen es Sänger Fabian und Jesse Boykin III mit ihren Stimmen zu überzeugen. Doch auch die Zusammenarbeiten mit dem Ed Banger Chefexperimentalisten Krazy Baldhead in Paris, Andrea Balencys in London sowie Robot Koch und UMA in Berlin führten zu eindrucksvollen Ergebnissen. Egal ob „So Long“, „Brown Glass“ oder „Flock Of Birds“ – Sizarr haben eine elektronischere Seite an sich entdeckt und die steht ihnen sehr gut.

 

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