Videopremiere: Open Water Collective – „Sleep“

Die Art-Pop Band Open Water Collective aus Hannover hat zu ihrer neuen Single "Sleep" ein aufregendes Musikvideo gedreht, das heute bei uns Premiere feiert. Im Interview spricht die Band zudem über ihren Entstehungsprozess sowie die Produktion des Videos.

Das Open Water Collective ist laut eigener Aussage vor knapp zwei Jahren „in Folge von Auflösungserscheinungen älterer Projekte entstanden“. Nachdem Björn (Synthesizer) schon länger geplant hatte, ein neues Musikprojekt ins Leben zu rufen und er aus seinem Freundes- und Bekanntenkreis eine Band zusammengestellt hatte, begann die Band zusammen Musik zu machen. „Die Konstellation unserer ersten Probe ist dann auch bis jetzt erhalten geblieben. Wir haben alle einen ziemlich unterschiedlichen musikalischen Hintergrund und auch sehr verschiedene Herangehensweisen an das Musikmachen, sodass wir auch viel Zeit brauchten, um zusammenzufinden. Jetzt sind wir aber auch umso glücklicher, dass es bisher so gut geklappt hat“ sagt die Band über ihren Findungsprozess.

Dass es sich beim Open Water Collective aber um viel mehr als nur ein gewöhnliches Bandprojekt handelt, wird besonders an der Entstehung des Musikvideos zu „Sleep“ deutlich, denn das Video wurde von den Bandmitglieder Björn und Felix (Schlagzeug) konzipiert und umgesetzt. „Das hatte natürlich den Vorteil, dass es besonders gut möglich war, die Gefühle und Intentionen, die in der Musik und den Text stecken, visuell so unmittelbar wie möglich umzusetzen.“ Man lege beim gesamten Projekt generell sehr viel Wert auf die visuelle Komponente im Zusammenspiel mit der Musik und den Texten, beschreibt die Band. Mit der Schauspielerin Anna Jensen aus Berlin sowie Jan Müller und Piet Siedenburg aus Hannover habe man für die Produktion dazu ein großartiges Team für den Dreh zusammenstellen können.

OpenWaterCollective

Der Song „Sleep“ ist die erste Singleauskopplung einer im Herbst erscheinenden EP und das passende Video gleichzeitig der Auftakt zu einer mehrteiligen und zusammenhängenden Videoserie, an deren Ende dann die neue EP stehen soll. „Die Idee zu dem „Kosmos“ in dem das alles angelegt ist, hatten wir schon lange vor den Aufnahmen und wir freuen uns, dass jetzt langsam aber sicher alles Gestalt annimmt. Viel mehr können wir noch gar nicht verraten, aber mit „Sleep“ ist jetzt erstmal das erste Puzzleteil ausgelegt.“ 

Die angesprochenen Aufnahmen sind im Hannoveraner Bighouse Studio in Zusammenarbeit mit Julian Heinemann von Behave! entstanden. „Als wir beschlossen haben, wieder ins Studio zu gehen und neue Sachen aufzunehmen, ist uns bewusst geworden, dass wir gerne noch eine weitere Person in die Produktion und den kreativen Prozess involvieren wollen, um zusätzlich noch neue Perspektiven von außen auf die Songs zu bekommen“ beschreiben die Bandmitglieder. „Da wir von Julians bisherigen Produktionen für Behave! und andere Bands gehört hatten, haben wir uns einfach mal getroffen und gemerkt, dass seine und unsere Vorstellungen sehr gut zusammenspielen. Die Produktionszeit im Studio war wirklich super und Julian hat uns und unseren Sound sehr gepusht, sodass einiges entstanden ist, das wir vorher so nicht erwartet bzw. geplant hatten.“ Gemischt wurden die Songs anschließend von Matt Brown, der Gitarrist bei Trespassers William aus Seattle war und auch einige Zeit in Hannover gearbeitet hat.

Noch einmal auf die Zusammenarbeit mit Julian von Behave angesprochen, macht die Band deutlich, dass sich in Hannover ein kleines Netzwerk von Musikern und Kreativen gebildet hat. „Auch wenn es von außen vielleicht noch nicht so ganz wahrgenommen wird, haben wir den Eindruck, dass in Hannover mittlerweile wirklich einiges geht. Auch gerade im Indie-Bereich gibt es total viele gute und interessante Bands und Künstler, die nach und nach beginnen sich untereinander und auch mit anderen Kreativen zu vernetzen und diverse Projekte umzusetzen.“ Gerade im Vergleich zur Anfangszeit des Open Water Collectives sei im Hinblick darauf ein großer Unterschied zu spüren. „Wir hoffen sehr, dass sich diese Entwicklung so fortsetzt und das positive Bild, das wir von der hannoveraner Musikszene haben, auch überregional wahrgenommen wird.“

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