Ryan O’Reilly veröffentlicht Debütalbum „The Northern Line“ und neues Video

Seit Jahren tourt der britische Folksänger Ryan O’Reilly und seine Band durch ganz Europa, nach unzähligen Auftritten auf Straßen, in Clubs, Cafés und Wohnzimmern ist mit „The Northern Line“ nun sein Debütalbum erschienen.
Ryan O'Reilly © Naomi Goggin

Der 30-jährige Brite mit Wahlwohnort Berlin schreibt seit über zehn Jahren seine Songs und veröffentlichte mehrere Alben in Eigenregie. Auf „The Northern Line“ hat Ryan O’Reilly neben neuen Liedern auch eine Auswahl an neuaufgenommenen älteren Stücken versammelt und so eine Art Mini-Best-Of geschaffen.

Musikalisch wirkt die Zusammenstellung der Songs daher wie zufällig: Auf Ballade folgt ein catchy Popsong, folgt eine Ballade etcetera. Der rote Faden auf „The Northern Line“ erschließt sich dabei mehr durch die Texte. „November“, eine Hymne an die Angst vor dem Scheitern im Musikbusiness, steht dabei zu Beginn wie ein Mahnmal an den Musiker selbst. Dann wendet sich das Album seinem einen großen Thema zu, der Liebe. Mit viel Melancholie besingt O’Reilly die verschiedenen Phasen einer Beziehung: Der Hoffnung auf eine Zukunft („Northern Lights“), der Erkenntnis, das es zu Ende geht („The Love That You Wasted“), bis zum Lossagen von der verflossenen Liebe („Tamsin“, „Boats Against The Current“).

Seine Musik strahlt besonders in den Momenten, in der sie es wagt, die ausgetretenen Pfade seiner Folkidole zu verlassen und seine eigenen Wege geht. Songs wie „The Love That You Wasted“ oder in „I Never Told Her“ können mit ihrem treibendem Schlagzeug und Staccato Gitarrensoli schon fast als tanzbar bezeichnet werden und bilden die Highlights des Albums.

Doch selbst in den deprimierendsten Momenten der Platte darf ein Mitsing-Refrain nie fehlen. So findet Ryan O’Reilly die Balance zwischen eingängigen Popsongs und interessanten Texten und liefert damit ein solides Folkalbum ab.

Seht hier das Video zur Single „November“:

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