Die Perlen der Woche: Glass Animals, Porches, De La Soul und mehr

Glass Animals und die HipHop-Pioniere De La Soul veröffentlichen neue Alben, dazu präsentiert Porches überraschend eine neue EP. Außerdem: Ein hochpolitisches Video von DJ Shadow sowie Neuigkeiten von Sea Moya und Sekuoia.
Fotos: Glass Animals von Neil Krug, Porches von Paley Fairman, De La Soul Pressebild

Glass Animals veröffentlichen zweites Album

Mitte Mai präsentierte die britische Indie-Band Glass Animals ihren Song „Life Itself“ und innerhalb kürzester Zeit entstand ein ähnlicher Hype, wie schon zum Release des Debütalbums „Zaba“ im Jahr 2014. Mit den exotischen Sounds ihrer neuen Single gewährte die Band auch einen ersten Einblick in ihr gerade erschienenes, zweites Album „How To Be A Human Being“.

Für das Album hat Sänger Dave Bayley viele Texte aus Audioschnipseln zusammengesetzt, die er mit seinem Handy in den unterschiedlichsten Situationen aufgenommen hat. Aus den teils heimlich mitgeschnittenen Soundfiles entwickelte Bayley dann fiktive Figuren, die sich zwischen puristischen Beats sowie Einflüssen aus Soul, R’n’B und HipHop zu elf groovigen Songs entwickelt haben.

Glass Animals live:
05.11. Hamburg – Mojo
07.11. Berlin – Columbia Theater

Porches legt eine neue EP nach

Aaron Maines hat unter den verschiedensten Namen schon mehr als 10 Alben veröffentlicht, als Porches hat er im Februar dieses Jahres sein zweites Album „Pool“ veröffentlicht. Geschrieben und aufgenommen in seinem Apartment in Manhattan, präsentiert der Musiker auf seinem Album eine elegante Zusammenstellung von melancholischen Synth-Pop-Songs.

Mit seiner „Water EP“ gibt Porches nun Einblicke in den Prozess, in dem sich das melodische Skelett von „Pool“ geformt hat. Die EP enthält außerdem die bis dato unveröffentlichten Songs „Black Dress“ und „Black Budweiser T-Shirt“. Zusammen mit der EP hat Porches auch ein Video zu „Black Dress“ veröffentlicht, in dem man Devonté Hynes alias Blood Orange beim Tanztraining beobachten darf.

De La Soul sind nach langer Pause zurück

Als De La Soul im Jahr 1988 mit ihrer Rap-Musik auf den Markt traten und kurze Zeit später ihr Debütalbum „3 Foot High & Rising“ veröffentlichten, veränderten sie die HipHop-Welt nachhaltig. Dave, Maseo und Pos aus dem New Yorker Stadtteil Long Island präsentierten sich auf der Platte als Hippies vom Mars und lieferten, produziert von Prince Paul, einen Sound, der vielen Kollegen erst einmal sauer aufgestoßen ist.

Zwölf Jahre nach ihrem letzten Longplayer „The Grind Date“ erscheint nun das Sample-basiertes Album „And The Anonymous Nobody“, an dem die Band mehrere Jahre gearbeitet hat. In dieser Zeit nahmen De La Soul über 300 Stunden Musik der verschiedensten Stilrichtungen auf, von Bossa Nova über Soul, Hiphop, Funk, Disco bis hin zu Reggae, und erschufen so ihre eigenen Instrumental-Alben, aus denen sie letztendlich samplen konnten. Neben diesen Samples finden sich auf dem Album auch bekannte Feature-Gäste wieder, darunter David Byrne, Snoop Dogg, Usher oder 2 Chainz.

De La Soul live:
18.06.2016 Düsseldorf, Stahlwerk
28.07.2016 Berlin, Yaam

DJ Shadow liefert einen Anwärter auf das Video des Jahres

Vor Kurzem hat DJ Shadow sein neues Album „The Mountain Will Fall“ veröffentlicht und sich für den Song „Nobody Speak“ das Rapduo Run The Jewels als Feature-Gäste gesichert. Zu dem Song präsentiert DJ Shadow nun ein äußerst politisches Video, das von Sam Pilling produziert wurde. Der Clip zeigt eine Konferenz von Politikern, die nach einem Streitgespräch in einer Schlägerei endet.

DJ Shadow sagt über den Clip: „We wanted to make a positive, life-affirming video that captures politicians at their election-year best. We got this instead.“ Killer Mike von Run The Jewels ergänzt: „It’s such a dope video. It’s what I really wish Trump and Hillary would just do and get it over with…and even in that fight I think Hillary would win – and that’s not an endorsement.“

Sekuoia teilt weiteren Song aus seinem Album

Mit seinen gerade einmal 23 Jahren hat Patrick Bech-Madsen alias Sekuoia bereits drei EPs veröffentlicht, die letzte erschien im Herbst 2015 und trägt den Titel „Reset Heart“. Songs wie „Waves“ oder „Somewhere“ machten darauf schon deutlich, welche Qualität in den teils experimentellen und organischen elektronischen Sounds des Produzenten steckt. Ambient-Flächen treffen auf Dubstep-Parts, HipHop-Zitate fließen ebenso in die Songs ein wie melancholische Vocal-Samples. Diese Kombination klingt dabei nicht nur erfolgsversprechend, sondern ist es auch: Sekuoia remixte bereits für Tomas Barfod und spielte Supportshows für WhoMadeWho sowie MØ – mal ganz abgesehen von Festivalauftritten beim Roskilde, Eurosonic, Reeperbahn Festival und Sonar Copenhagen. 

Am 16. September 2016 veröffentlicht Sekuoia sein Debütalbum „flac“ bei Humming Records, daraus gibt es mit „Brace“ feat. Marc Roland nun eine weitere Single zu hören. Sekuoia sagt darüber: „I was amazed by Marc’s harmonies and how he approached the track. Brace is definitely different than what I’ve ever done.

Sea Moya

Das Trio Sea Moya hat sich im Jahr 2014 gegründet und gleich damit begonnen, Songs zu schreiben und diese auch selbst zu produzieren. Psychedelische Einflüsse, Afrobeat und Elektronica fanden dabei den Weg in die Musik der Band aus Mannheim und Köln. Besonders mit ihren durch Verzerrung, Frequenzfilter und Echos verfremdeten Vocals, aber auch mit sanften Synthesizer-Melodien und mitreißenden Rhythmus-Patterns präsentiert die Band eine beeindruckende Soundlandschaft.

Nachdem im Herbst 2015 ihre „Twins“ EP beim britischen Label Heist Or Hit Records erschienen ist, veröffentlichen Sey Moya nun ihre neue EP „Baltic States“. Die sechs neuen Songs erscheinen bei Humming Records bzw. in Großbritannien bei Heist Or Hit Records. Entstanden ist die neue EP – wie der Titel schon andeutet – auf einer Reise durch Litauen, Lettland und Estland, welche die Band auf ihrem Instagram-Kanal mit schönen Bildern und Videos festgehalten hat. Sea Moya haben für diese Reise im Jahr 2015 ihr Equipemt in einen alten VW Bus gepackt und die neuen Songs im minimalistischen Roadtrip-Studio aufgenommen.

 

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