Entschleunigter Future-R&B: ADI veröffentlicht ihre „Dreamin“ EP

Sängerin, Rapperin und Produzentin Adi Ulmansky aus Tel Aviv gehört derzeit zu den spannendsten Pop-Künstlern. Auf ihrer neuen EP präsentiert sie Songs, die zwischen New School HipHop, Future R&B und moderner Clubmusik schwanken.
Foto von Shir Rosenthal

Seit fast 10 Jahren macht Adi Ulmansky aus Israel Musik – in ihrer Heimat hat sie es als Solo-Künstlerin, zuvor aber auch schon als Teil der Band Lorena B zu einiger Bekanntheit gebracht. In den letzten Monaten und Jahren stellte die 27-jährige Sängerin ihr Können aber auch als Support von Bilderbuch oder bei verschiedenen europäischen Festivals unter Beweis und machte deutlich, dass ihre Musik auch über Tel Aviv hinaus sehr gut funktioniert. Nachdem sie ihren Künstlernamen schlicht zu „ADI“ geändert und sich eine fast zwei Jahre lang andauernde Release-Pause verordnet hat, will die Musikerin mit der „Dreamin“ EP nun ihren internationalen Anspruch untermauern und erste Ausblicke auf das für 2017 geplante Debütalbum geben.

Ich wollte auf dieser EP über Tabuthemen sprechen, die gesellschaftlich ungern angefasst werden. Pink Pillz zum Beispiel dreht sich um Depressionen und der damit verbundene Medikamentenkonsum. Der generelle Vibe der EP ist sehr fragil, authentisch und offenlegend, ohne den nötigen Sarkasmus und vielleicht auch Humor auszulassen. Am Ende könnte ich auch einfach darüber reden, permanent high zu sein“ sagt ADI über ihre neue EP, die am 9. Dezember erscheint. Produzieren ließ sie die Songs in New York von Eric Dingus, der zum Beispiel schon mit Drake zusammengearbeitet hat.

Mit den Veröffentlichungen der letzten Jahre, vor allem mit ihrem Debüt-Mixtape „Shit Just Got Real“ (Januar 2013) und der „Hurricane Girl“ EP (August 2013) stellte ADI zwar ihr großartiges Talent unter Beweis, fand jedoch noch nicht die richtige Mischung aus eingängigen, radiotauglichen Klängen und den für sie typischen, teils hyperaktiven Beats. Mit ihrer neuen EP hat ADI diese richtige Mischung nun in beeindruckender Art und Weise gefunden: Zwischen entschleunigten Trap- und Future-R&B-Klängen trifft die Israelin mit ihrer engelsgleichen Stimme die richtigen Töne und schafft mit Songs wie „Snow“ oder „Dreamin“, für den sie sich den aufstrebenden Us-Rapper KDC aus South Dakota gesichert hat, kraftvolle Tracks auf internationalem Top-Niveau.

Seht hier das Musikvideo zu „Dreamin“:

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