Die spannendsten Künstler für 2017

Neues Jahr, neue und spannende Musik: Wir stellen in unserem Ausblick Künstler vor, die man in diesem Jahr auf dem Schirm haben sollte.
eigene Grafik

Etablierte Künstler wie Casper, The XX oder Bilderbuch werden in diesem Jahr Alben veröffentlichen. Doch wer ist der heißeste Newcomer des Jahres? Wer ist schon etwas länger dabei, wird aber in diesem Jahr alle überraschen? Ist der nächste große Star im Anflug? Wir stellen zehn Musikerinnen und Musiker vor, die man 2017 auf dem Schirm haben sollte. Auch zum Nachhören in unserer Spotify-Playlist.

Mavi Phoenix

Die österreichische Musikerin Mavi Phoenix ist auf dem besten Weg, mit ihren Songs auch international für Aufsehen zu sorgen. Bereits im Jahr 2014 hat sie als Schülerin ihre Debüt-EP „My Fault“ veröffentlicht und darauf eine Mischung aus HipHop, RnB und elektronischem Pop präsentiert. Tracks wie „Green Queen“ oder „East To West“ ließen bereits das große Talent der Linzerin erahnen. Im letzten Jahr hat Mavi Phoenix dann einige Konzerte mit Bilderbuch gespielt und das Video zu „Quiet“ veröffentlicht, das ein Vorbote ihrer kommenden „Young Prophet“ EP ist. Mit Zeilen wie „Make the world go quiet, oh so fucking quiet. They say you are shy, but their words make you tired“, klugen Beats und Einflüssen von Auto-Tune zeigt sie ein Gespür für zeitgemäße, urbane Popmusik.

In unserem Feature haben wir uns näher mit Mavi Phoenix beschäftigt

Max Richard Leßmann

Max Richard Leßmann erlangte als Sänger der Husumer Indie-Rock-Band Vierkanttretlager Bekanntheit. Mit „Die Natur greift an“ aus dem Jahr 2012 sowie „Krieg und Krieg“ aus dem Jahr 2015 präsentierten er und seine Bandkollegen zwei eindrucksvolle Alben und traten damit unter anderem im Vorprogramm von Casper oder Kraftklub auf. Im Jahr 2016 arbeitete Leßmann zusammen mit Sebastian und Johannes Madsen an Songs für sein Solodebüt, das in diesem Jahr bei Virgin Records erscheinen wird. Der Sänger wagt sich mit deutschsprachigem Pop in neue Gefilde vor. Zusammen mit seiner Band verpackte er bei seinem ersten Konzert Texte mit Chanson-Einschlage à la „Sie trinkt, sie raucht, sie riecht gut. Sie sieht ein bisschen so aus wie Brigitte Bardot“ oder „Seit du da bist, kenn ich keine noch so kleine Langeweile“ in eine Rock-Show, bei der sogar ein kraftvolles Bläser-Duo nicht fehlen durfte.

Foto von Ben Baumgarten
Foto von Ben Baumgarten

Der Ringer

Der Ringer haben im letzten Jahr ihre EP „Glücklich“ veröffentlicht und sich darauf mit der Frage beschäftigt, was das Digitale mit unserer Menschlichkeit macht. Ihren Sound bezeichnet die Band dabei selbst „Soft Punk“, der von eingängigen Gitarrenmelodien, sphärischen Synthesizern und teils abstrakten Texten geprägt ist. Bereits zur Veröffentlichung ihrer EP war klar, dass Der Ringer zu den aufregendsten deutschsprachigen Bands der Stunde gehören. Am 27. Januar 2017 veröffentlichen sie bei Staatsakt ihr Debütalbum „Soft Kill“. Auf dem Weg zu dieser Platte scheint die Band ihre Verwandlung hin zu melancholischen Cyber-Postpunks konsequent vorangetrieben zu haben. Bereits der ersten Single des neuen Albums merkt man den hardcore-digitalisierten Ansatz an. Willkommen im „Orbit“ von Der Ringer.

Neufundland

Im September 2015 haben Neufundland ihre erste, selbstbetitelte EP veröffentlicht und mit Singles wie „Rückenwind Pt. II“ oder „Unterstellen“ eine besondere Mischung aus kantigen Indie-Ansätzen und eingängigen Melodien präsentiert. Große Aufmerksamkeit bekam die Band aus Köln dann im Frühjahr 2016 für ihr Cover des Ton Steine Scherben Songs „Halt dich an deiner Liebe fest.“ Im Video von Martin Lamberty, der auch schon einige Clips für AnnenMayKantereit produziert hat, wird der Songtext von Dolmetscherin Laura M. Schwengber in Gebärdensprache dargestellt. Dass die Band zwei Sänger hat, die übrigens beide Fabian heißen, kommt der Musik nur zu Gute. Der eine singt melancholisch-düster, der andere lässt mit seiner Energie die Punkrockwurzeln von Neufundland durchscheinen. Im Jahr 2017 haben Neufundland einiges vor, so schrieben sie auf ihrer Facebook-Seite„Das kommende Jahr wird heftig. Wir werden unser allerstes Album veröffentlichen, Videos drehen, jede Menge Festivals und Clubshows spielen und halt den ganzen Klimbim machen, der nunmal dazugehört. Wir hoffen, ihr begleitet uns dabei!“

Ace Tee

Die Hamburger Rapperin Ace Tee durchlebt gerade einen Hype. Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen 2016 hat sie ihr erstes Musikvideo „Bist du down?“ veröffentlicht und damit gezeigt, dass sie die Musik der 90er Jahre genau studiert hat und diese perfekt in die heutige Zeit übersetzen kann. Ein entspannter und lockerer RnB-Vibe, stilsichere Tanzeinlagen, der eindrucksvolle Featurepart von Kwam.e und ein sehenswertes Video überzeugen mittlerweile auch die internationale Musikpresse. Vergleiche mit Größen wie TLC oder Aaliyah werden schon laut, weshalb man gespannt sein darf, was Ace Tee demnächst präsentiert. Am 18. August 2017 veröffentlicht sie ihr Album „Sip Slow“.

Salamanda

Das Hamburger Label Zeitstrafe wurde im Jahr 2003 in Schleswig-Holstein gegründet und hat seitdem über 40 Tonträger veröffentlicht, darunter Alben von Bands wie wie Captain Planet, Adolar oder Matula. Seit der Gründung nahm man jedoch nur Bands aus dem eigenen Umfeld unter Vertrag, bis im letzten Jahr Salamanda hinzustießen. Hinter Salamanda verbergen sich Leon Kraack und Leon Mancilla aus Flensburg. Zwischen funkig souligem Garagen-Rock, verzerrten Gitarren und eindringlichen Melodien beweist die Band großartige Songwriter-Qualitäten. Nachdem sie in der Vergangenheit auch unplugged aufgetreten sind und im vergangenen Jahr ihr Album „Visions Of Thunder“ erschienen ist, haben Salamanda im September 2016 ihre Single „Daddy Punk“ veröffentlicht. Bisher haben Salamanda zwar noch keine neue Musik angekündigt, dennoch darf man mit Spannung darauf warten.

Parcels

Als sie die Highschool in ihrer Heimat Byron Bay in Australien beendet haben, machten sich Patrick Hetherington, Louie Swain, Noah Hill, Anatole Serret und Jules Crommelin von Parcels auf nach Berlin. Zunächst lebten sie einige Wochen auf engstem Raum, schliefen sogar zu dritt in einem Bett – eine Wohnung in Berlin zu finden ist nicht einfach. Laut eigener Aussage schweißte dieses Ankommen in Berlin die Band noch mehr zusammen und man konzentrierte sich voll und ganz auf die Musik. Zwischen bunter Disco-Party, funkigen Riffs und elektronischen Elementen haben Parcels einen eigenständigen Sound gefunden, der besonders bei Konzerten zur vollen Ausprägung kommt. Im Januar veröffentlichen Parcels beim renommierten französischen Label Kitsuné ihre „Hideout“ EP und begleiten anschließend Two Door Cinema Club auf eine Europa-Tour.

Giant Rooks

Giant Rooks, eine fünfköpfige Band aus Hamm in Nordrhein-Westfalen, haben bereits mit der Veröffentlichung ihres ersten Songs „Småland“ im Juni 2015 für Aufsehen gesorgt. Frederik Rabe, Finn Schwieters, Luca Göttner, Finn Thomas und Jonathan Wischniowski tragen ihre alternativen Pop-Songs mit der Souveränität einer jahrelang eingespielten Band vor, dabei sind die Bandmitglieder noch nicht einmal 20 Jahre alt. Mit „New Estate“ haben Giant Rooks im Dezember eine neue Single und damit auch den ersten Song ihrer kommenden EP veröffentlicht, die am 20. Januar erscheint. Im letzten Jahr traten sie mit ihrer Mischung aus Indierock, Folk und Elektro auch schon im Vorprogramm von Kraftklub und bei diversen Festivals auf.

Faber

Faber ist ein kraftvoller Sänger mit hartnäckigem Gitarrenspiel, kritischer Beobachtungsgabe und faszinierenden Geschichten. Im Jahr Mai 2015 hat er seine erste EP „Alles Gute“ veröffentlicht und schon kurze Zeit später Shows für Sophie Hunger auf ihrer ausverkauften Deutschlandtour eröffnet. Zudem wurden auch AnnenMayKantereit auf den Sänger aufmerksam und nahmen ihn im letzten Jahr mit auf Tour. 2016 ist mit „Abstinenz“ die neue EP des Sängers aus Zürich erschienen, auf der seine Kombination aus tiefrauer Stimme und großer Leidenschaft wunderbar funktioniert. Mit Songs wie „Es wird ganz groß“ oder „Wer nicht schwimmen kann der taucht“ macht er außerdem sein ganzes Potenzial deutlich. 2017 wird man von diesem Mann wohl noch sehr viel hören.

Lisa Who

Lisa Who schreibt Songs für andere Künstler, singt in einem Jazzduo und steuert bei Live-Auftritten der Band Madsen Gesang und Keys bei. So weit, so gut. Geht es um ihr Soloprojekt, schlägt sie jedoch andere Wege ein. Zwischen psychedelischen Popsounds und verträumt melancholischen Melodien hat sie einen ganz eigenen Stil entwickelt, der von vergangenen Jahrzehnten beeinflusst ist und dennoch moderner nicht sein könnte. Einen ersten Eindruck ihres Debütalbums „Sehnsucht“ gewährte die Sängerin zuletzt mit dem Video zu „Alles ist gut“.

In unserem Feature haben wir uns nähe mit Lisa Who beschäftigt.

3 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.