Wie ein bizarrer Regentanz: WhoMadeWho veröffentlichen neues Musikvideo

Die dänische Band WhoMadeWho gibt nach einiger Zeit wieder frische Töne von sich - in Form der neuen Single "I Don’t Know". Seht hier das kürzlich veröffentlichte Musikvideo.
Still aus dem Musikvideo "I Don't Know"

Die dänische Elektro-Pop-Formation WhoMadeWho hat ihr letztes Album „Dreams“ bereits im Jahr 2014 veröffentlicht. Derzeit arbeitet man an einer neuen Platte, deren Veröffentlichung wohl für nächstes Jahr zu erwarten ist. Einen möglichen ersten Einblick gewährt die Band mit ihrem Song „I Don’t Know“, der von Sänger Jeppe Kjellbergs Reise nach Guadalajara inspiriert ist. Auf dem Weg an sein Ziel wurde er in den USA von der Homeland Security festgehalten, weil er seinen Reisepass verloren hatte.

Das vorherrschende Gefühlt des Songs, sich verloren fühlen, auch visuell zum Thema zu machen, das war im Anschluss die selbstgestellte Aufgabe der drei Bandmitglieder aus Kopenhagen. Dem Videoproduzenten Younes Marquardt zufolge waren WhoMadeWho in den anfänglichen Überlegungen zum Clip auf der Suche nach eben diesen Bildern und Szenarien, die die besungene Hilflosigkeit am besten wiederspiegeln. Dabei herausgekommen ist ein auf den ersten Blick bizarr wirkender Regentanz inmitten einer inszenierten Winterkulisse. Eine Menschenmasse in blauer und roter Funktionskleidung, die in Zeitlupe durch den Schnee tanzend den gefühlsmäßigen Kontrast zum abwesend wirkenden Frontsänger und Protagonisten des Videos Jeppe Kjellberg bilden.

Statt also Teil der präsenten Bewegung zu werden, wird der Kopf in den Schnee gesteckt, allein im Iglu posiert, oder gleichgültig aus dem Fenster auf das tollende Gegenteil geschaut. Dabei könnte die Zeile „I don’t know what I’m waiting for“ zu nahezu jedem Zeitpunkt des Videos als Standbildüberschrift und emotionale Zusammenfassung des abwesend und nicht zugehörig fühlenden Protagonisten dienen. WhoMadeWho drehen ein Video, dessen Bilder sich auf den ersten Blick nur schwer einordnen und nachvollziehen lassen und erst durch die textliche Begleitung ihren Sinn finden.

Seht hier das Musikvideo zu „I Don’t Know“: