Videopremiere: Keshavara stellt sein Alter-Ego „Lil Walter“ vor

Als Sänger der Kölner Indie-Band Timid Tiger ist Keshav Purushotham bekannt geworden. 2016 hat er unter dem Namen Keshavara sein Solo-Debüt veröffentlicht, jetzt präsentiert er ein ebenso groteskes wie magisch verwirrendes Alter-Ego. Seht hier die Videopremiere von "Introducing Lil Walter".

Im Jahr 2012 standen die Zeichen für die Kölner Band Timid Tiger ganz auf Comeback: „The Streets Are Black“ hieß das neue Album, das nach Abkehr von der Major-Plattenfirma beim eigenes gegründeten Label Papercup Records veröffentlicht wurde. Man präsentierte einen reiferen Sound als noch bei den vorausgegangenen beiden Alben. Fluffige, eingängige Beats standen dem groovigen Gesang von Keshav Purushotham gegenüber und machten Songs wie „Miracle“ oder „Walking In The Sand“ zu kleinen Sommerhits. Seit dem Release des Albums wurde es aber stetig ruhiger um die Band und im Jahr 2014 wurde dann auch eine bis heute anhaltende Pause verkündet.

Sänger Keshav Purushotham arbeitete in der Zwischenzeit jedoch an seinem Soloprojekt, das auf den Namen Keshavara hört und von einer Reise zu seinen indischen Wurzeln inspiriert ist. Auf diese Reise im Jahr 2015 geht auch „Lil Walter“ zurück, ein Alter-Ego des Musikers. Aus Kreisen von Keshavara heißt es: „Der autodidaktische Home-Boy ‚Lil Walter‘ kreiert eine grotesk detaillierte Musik, die den Zuhörer magisch verwirrt  und vor Lachen zusammenbrechend zurücklässt. Sein Stil ist eine Verschmelzung aus all den Dingen, die er liebt und der Art, wie er die Welt betrachtet.“

Seht hier die Videopremiere von „Introducing Lil Walter“:

Im Entstehungsprozess seines selbstbetitelten Debütalbums hat Keshavara auf einige alte Bekannte zurückgegriffen: Steffen „Steddy“ Wilmking (u.a. Timid Tiger, Papercup Records, Produzent für Casper) hat die Platte gemischt, als Co-Produzent wurde Marvin Horsch dazugeholt. Bei einer musikalischen Spurensuche und als Sohn eines indischen Jazz- und World-Percussionisten ist es dabei fast selbstverständlich, dass auch Keshavs Vater Ramesh Shotham einige Drums zum Album beisteuerte. Unter all diesen Voraussetzungen ist ein sehr facettenreiches Album entstanden, das zwischen all seiner programmierten Elektronik, indischen Grooves und einer schwingenden Tanzbarkeit eine besondere Soundlandschaft bietet. Keshavaras Musik lebt von Anleihen aus Pop und HipHop, was in eindrucksvoller Weise auch die Singles „It’s Raw“, „The Man who tried to kill the Moon“ und „Creators Of Rain feat. Gío Sports“ beweisen.

Im Jahr 2016 haben wir Keshav Purushotham in Berlin zum Videointerview getroffen. Dabei hat er erzählt, dass er schon zu Zeiten von Timid Tiger Songs für ein Soloprojekt geschrieben hat und sein Debütalbum unter anderem auf in Indien aufgenommenen Soundschnipseln basiert.