Feine Sahne Fischfilet im Videointerview: „Sturm und Dreck ist ein Soundtrack zu den Erlebnissen der letzten Jahre“

Die Punkband Feine Sahne Fischfilet hat mit "Sturm und Dreck" eines der besten Alben der letzten Monate veröffentlicht. Wir haben Monchi und Jacobos zum Interview getroffen und die Band bei ihrem spontenen Releasekonzert in Königs Wusterhausen bei Berlin begleitet. Seht hier das Videointerview.

Mit ihrem neuen Album „Sturm und Dreck“ haben sich Feine Sahne Fischfilet auf einigen Ebenen weiterentwickelt: Spürbar hat die Band aus Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit ihrem Produzenten Tobias Kuhn an Sound und Songs gearbeitet – ihr Punkrock lebt dabei allerdings immer noch von Stimmung und Leidenschaft und entfaltet durch Blasinstrumente und den charismatischen Gesangsstil von Frontmann Monchi eine unnachahmlich energetische Wirkung. Feine Sahne Fischfilet bleiben trotz eines Charteinstiegs auf Platz 3 oder schon jetzt restlos ausverkauften Hallenkonzerten immer noch Punk: Wenn Monchi im Opener der Platte singt „Wir sind zurück in unserer Stadt, mit zwei Promille durch die Nachbarschaft“, dann geht es nämlich wieder um die Provinz, ums Saufen und natürlich um eine klare Haltung gegen Rechts.

Im Interview erklären Monchi und Jacobus, dass man „Sturm und Dreck“ eigentlich als eine Art Tagebuch betrachten könne. „Das sind 12 Erlebnisse, die man exemplarisch verarbeitet hat und dazu eine Musik geschrieben hat. Das Album ist wie ein Soundtrack zum letzten Jahr oder auch zu den letzten zwei Jahren, zu dem was wir persönlich und auch als Band erlebt haben.“  Es sei außerdem ein Novum, dass man es geschafft habe, den „Feine Sahne“-Sound auf eine Platte zu pressen.

Monchi erklärt außerdem, dass auf dem neuen Album nur persönliche Geschichten zu finden sind: „Für den einen sind diese Geschichten vielleicht hochpolitisch, für einen selber auch sehr intim. Und ich glaube das macht es am Ende auch aus. Das war keine bewusste Entscheidung von mir, persönlicher zu texten, aber ich wollte Dinge in Liedern verarbeiten aber auch Freunden oder meiner Familie Stücke schreiben.“ Besonders der Song „Niemand wie ihr“, den Monchi seinen Eltern geschrieben hat, zeigt dabei, wie persönlich seine Texte geworden sind.