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5 Dinge, die ihr unbedingt während des Reeperbahn Festivals erleben solltet – präsentiert von Marshall & DIFFUS

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Hinweis wegen Werbung: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Marshall entstanden.

1. Platten-Shoppen – zum Beispiel bei Michelle Records

Hamburg empfiehlt sich nicht nur wegen seiner hohen Clubdichte als Bühne für eines der wichtigsten deutschen Branchen- und Publikums-Festivals. Man spürt, sieht und hört an vielen Stellen, wie wichtig Subkultur und Musik für diese Stadt sind. Ein Beleg dafür ist die vorzügliche Ausstattung in Sachen charakterstarker Plattenläden. Gibt viele, die wir hier empfehlen könnten und müssten, aber da uns Michelle Records bei der eigenen Plattenverkaufs-Spenden-Aktion unterstützt und dieser Laden eh zu den besten der Stadt zählt, möchten wir euch mit den besten Empfehlungen in den Gertrudenkirchhof 10 schicken. Der seit 1977 existierende Shop ist bestens ausgestattet und bringt jeden Indie-Nerd dazu, auch mal in anderen Genre-Schubladen zu wühlen. Könnte also glatt passieren, dass ihr mit der besten Afro-Jazz-Platte der 70er nach Hause geht, obwohl ihr bisher dachtet, drei Akkorde reichten euch völlig …

2. An den Landungsbrücken raus …

Klar, der Kettcar-Song gleichen Namens ist inzwischen Indie-Folklore und Hater:innen würden vielleicht sagen, er sein ein wenig angestaubt. Aber was wissen die schon. Auch wenn das nicht gerade ein Geheimtipp ist, sollte ein Besuch am Hafen bei brauchbarem Wetter definitiv Teil eurer Hamburg-Experience sein. Entweder ihr kommt in den frühen Morgenstunden zum Runterkommen nach durchzechter Nacht hin und lasst einfach ein wenig die Füße baumeln. Oder ihr gönnt euch wirklich eine kurze Weltflucht vor dem Festivaltrubel, besteigt an den Landungsbrücken die Fähre 62 (die Fahrt müsste eigentlich in eurem Festivalticket enthalten sein) und chillt für ein paar Stunden am Elbstrand mit Blick auf die Kräne und die Elbe.

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3. Ein kleiner Abstecher zur Ausstellung „Lee Miller. Fotografin zwischen Krieg und Glamour

Ähnlich hoch wie die Plattenladendichte ist die Anzahl spannender Museen und Ausstellungen. Auch das Reeperbahn Festival hat einiges in Sachen Kunst zu bieten, wir möchten euch aber auch noch unbedingt in die aktuelle Ausstellung des Bucerius Kunst Forums schicken, die noch bis zum Festivalsamstag geöffnet ist. Dort könnt ihr die wichtigsten Arbeiten der Fotografin und Künstlerin Lee Miller anschauen. Eines ihrer berühmtesten Fotos zeigt Miller in Hitlers Badewanne in München – ein fotografischer Mittelfinger in Richtung der Nazis, die die Stadt erst wenige Stunden davor aufgegeben hatten. Miller stand zu Beginn ihrer Karriere als Model vor der Kamera, zierte das Vogue-Cover, wurde dann aber selbst Fotografin, surrealistische Fotokünstlerin und sie dokumentierte später das Ende des Weltkriegs als Embedded Journalist der Alliierten. Warum das absolut sehenswert ist, haben wir euch schon mal beim „Buch zur Woche“-Podcast erklärt:

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4. Ein Besuch in der (St. Michaelis) Kirche

Keine Bange, wir werden hier jetzt nicht anfangen, auch bekehren zu wollen. Haben es ja selbst nicht so sehr mit der Kirche. Trotzdem sollten ihr euch mindestens eine Show im Michel, also der St. Michaelis-Kirche anschauen. Alle Jahre wieder gibt’s dort ausgewählte Shows, die nicht nur aufgrund der Akustik und der denkwürdigen Architektur besonders sind. Im letzten Jahr bat dort zum Beispiel Betterov einige seiner Friends auf die Bühne. 2023 kann man dort zum Beispiel am Freitag zwei fantastische Sängerinnen und Songwriterinnen erleben: Erst spielt die Österreicherin Avec, der Hit „Still“ wirklich wunderschön ist und danach wird Lina Maly an den Altar treten.

5. Einen Drink mit uns nehmen

Eigenwerbung müffelt, aber wir glauben, dieser Tipp geht klar: Wie wir schon erwähnt haben, werden wir an den ersten beiden Festivaltagen das Drafthouse am Hans-Albers-Platz 14 bespielen. Abends gibt’s Konzerte, nachmittags eine Plattenverkaufs-Spenden-Aktion und gepflegtes Chillen im Innenhof. Auch wir von der Redaktion werden dort zugegen sein, wenn wir nicht gerade Interviews führen. Wenn ihr uns also mal kennenlernen wollt, schaut gerne vorbei!

Während die Konzerte am Abend Teil des offiziellen Programms sind (was bedeutet, dass ihr ein Festivalbändchen braucht), seid ihr herzlich eingeladen, uns zwischen 14 und 20 Uhr auch ohne Bändchen im Drafthouse „Hallo“ zu sagen. Da könnt ihr dann auch gleich eine Vinylplatte mit nach Hause nehmen. 

Gemeinsam mit unseren Partner:innen von Marshall gibt’s nämlich einen Vinyl Pop-up-Store für einen guten Zweck. Und das funktioniert so: Für eine Spende von 5 Euro könnt ihr euch eine Platte aus einem kleinen, aber feinen Sortiment aussuchen. Diese Spende geht an die Haspa Musik Stiftung, die seit 2008 in der Hamburger Metropolregion Kinder und Jugendliche auf ihrem musikalischen Weg begleitet und vielfältige Musikprojekte fördert. Projektpartner:innen sind zum Beispiel gemeinnützige Institutionen, die alle ein Ziel verfolgen: den musikalischen Nachwuchs zu fördern und das Hamburger Musikleben zu stärken.

Das komplette Programm des Reeperbahn Festivals 2023 findet ihr hier.

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