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Alice Merton im Interview: „No Roots ist kein Happy-Song“

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„I’ve got no roots, but my home was never on the ground”, ein Ohrwurm, der uns in den letzten Jahren oft verfolgt hat. Diese Zeile gehört zur Hook von „No Roots“, der Debütsingle von Alice Merton, die Ende Dezember 2016 erscheint und noch lange danach ein Dauerbrenner in den Radio-Playlisten ist. „No Roots“ wird zu einem allgegenwärtigen Song, den man einfach nicht, nicht mögen kann. Und so viel sei vorweggenommen: Alice Merton sagt selbst, dass ihr Hit kein „Happy-Song“ ist.

2019, also knapp drei Jahre nach ihrem Durchbruch mit „No Roots“, veröffentlicht Alice Merton ihr Debütalbum „Mint“ und fährt damit einige Erfolge ein. Doch nicht nur in der Musikbranche läuft es gut für die heute 28-Jährige: Noch im selben Jahr geht sie in der neunten Staffel der TV-Show „The Voice of Germany“ als Jurymitglied ins Rennen und gewinnt als erste weibliche Jurorin mit ihrem Talent Claudia Emmanuela die Staffel.

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Seitdem sind wiederum drei ereignisreiche Jahre vergangen, in denen Alice Merton an ihrem zweiten Album „S.I.D.E.S.“ geschrieben hat. Mitte Juni ist diese Platte über ihr eigenes Label Paper Plane Records Int. erschienen und – das wird deutlich – die Songs bilden einen besonderen Kontrast zu ihrem Erstlingswerk. Das Album erzählt in chronologische Reihenfolge das, was Alice Merton in den letzten zwei Jahren erlebt hat – die guten und die schlechten Dinge: „Es ist eine Zusammenfassung von Höhen und noch mehr Tiefen, den psychologischen Herausforderungen, die sich mir stellten und der Feststellung, dass es immer wieder eine neue Seite einer Geschichte geben wird – die Frage ist nur wann und wie wir dort ankommen“ sagt sie selbst. 

In unserem Interview erklärt Alice Merton zudem, wie sie lernte mit Panikattacken umzugehen und wie sie ihren eigenen Sound neuerfunden hat.