DIFFUS

Posts by Daniela Ammermann

Lance Butters über seine „Loner“ EP, wiedergefundenen Mehrwert und „du kannst alles schaffen“-Attitüde

Im Oktober 2018 lässt Lance Butters mit seinem Album „Angst“ Deutschrap inklusive seiner Fans so nah an die Persona mit der Maske heran, wie noch nie zuvor. In unserem damaligen Interview gibt der Rapper abschließend bekannt, dass er, bevor er seine musikalische Zukunft weiter gestalten kann, einen neuen Mehrwert für sich definieren muss. Nun ist überraschend die „Loner“ EP erschienen. Im Interview eröffnet Lance Butters, dass er mit seinem aktuellen Release den Spaß am Musik machen wiederentdeckt hat. Außerdem erklärt er, inwiefern das Einzelgängertum mit einem Schuhschnabel zusammenhängt und warum er eine „du kannst allen schaffen“-Attitüde für mehr als fragwürdig hält.

Zum internationalen Tag der lesbischen Sichtbarkeit: Fünf Künstlerinnen, die es zu hören lohnt

Seit 2008 gilt der 26. April international als Tag der lesbischen Sichtbarkeit. Zu diesem Anlass, haben wir eine Handvoll Künstlerinnen zusammengestellt, die Homosexualität in ihren Songs manchmal mehr zwischen den Zeilen, manchmal unüberhörbar deutlich darlegen und sich mittels ihrer musikalischen Inhalte nicht nur nachhaltig für ihre sexuelle Orientierung, sondern für eine ganze Community erweisen. Von heiratenden Nonnen, über die Missdeutung der Homosexualität als eine jugendliche Phase und warum es für homosexuelle Künstlerinnen verletzend ist, sein Fantum mit den Worten „obwohl ich nicht lesbisch bin“ zu argumentieren.

Zwischen weiblicher Selbstbestimmung und Blackfishing: Shirin David und „90-60-111“

Vor knapp zwei Wochen hat Shirin David auf ihrem Instagram-Account mit einem Video-Snippet aus dem Studio für Gerüchte um ein zweites Album gesorgt, nur wenige Tage später sollte zumindest sicher sein, dass mit „90-60-111“ erstmals nach ihrem Nummer Eins Album „Supersize“ aus vergangenem Jahr ein neuer Song erscheint. Die gestern erschienene Single inklusive Video katapultiert BefürworterInnen aber vor allem wieder in eine musikalisch-moralische Zwickmühle: Zwischen weiblicher Selbstbestimmung und Blackfishing.

Posted in: FeaturesFokus
Tagged: Shirin David

Sam Fender im Videointerview: Rassismus, „White Privilege“ und toxische Männlichkeit

Sam Fender hat im September vergangenen Jahres mit „Hypersonic Missiles“ ein Album veröffentlicht, das als Äquivalent zum „Prädikat Wertvoll“ gern den Stempel „politisch“ aufgedrückt bekommen hat. Keineswegs aber, weil Fender selbst stets überzeugt von seiner politischen Aussagekraft und Tragweite war, vielmehr weil ein Großteil der Medienschaffenden scheinbar danach zu verlangen schien, politische Inhalte in derzeit erfolgreicher Popmusik auszumachen. Mit Titeln wie „Hypersonic Missiles“ und „White Privilege“ wird es Fender auch kaum möglich sein, sich dem Schlagwort „politisch“ vollends zu entziehen, seine Einordnung aber bleibt immer diese: „I’m just talking from a perspective of a normal kid“.

Siehst du? Liebst du? Ziehst du? – 3Plusss beendet seine Rap-Abstinenz mit „Mantra“

Den Geist beruhigen, Gewohnheiten durchbrechen, oder aber seinen Fokus auf etwas ganz Bestimmtes lenken – die genaue Bedeutung eines Mantra bleibt auch nach zahlreichen Lexikon-Einträgen und spirituellen Google-Ausflügen ziemlich wage. In den meisten Fällen aber, ist ein Mantra in etwa eine magische Formel, die – ist man Fan von 3Plusss – dieser Tage vor allem Rückkehr bedeutet. „Siehst du? Liebst du? Ziehst du?“ sind die drängenden Fragen, die eine fast zweieinhalb jährige Abstinenz beenden. Wenn man seine Rap-Rückkehr schon auf Januar 2020 datiert, dann auch mit Mantra.

Posted in: FeaturesNews
Tagged: 3Plusss

Unterwegs mit Mista Meta: Miriam trifft den Rapper aus Berlin Charlottenburg (Doku)

Wer auf der Suche nach Deutschraps Untergrund ist, der kommt vermutlich nicht auf die Idee, in Charlottenburg danach zu suchen. Zahlreiche Hotels und Kaufhäuser, barock anmutende Schlösser und nicht zuletzt der Ku’Damm sind Petrischale für den gutbürgerlichen Mittelstand. So in etwa dürfte sich die allgemeine Wahrnehmung Charlottenburgs zusammenfassen lassen. Wer aber Charlottenburg ausschließlich mittels Prunk und Protz zu beschreiben versucht, dem sei ans Herz gelegt, bei seinem nächsten Besuch am S-Bahnhof Charlottenburg auszusteigen, oder aber Miriam dabei zuzuschauen. Sie hat den Westberliner Rapper Mista Meta für unsere Doku-Reihe besucht und mit ihm über Charlottenburg, seine Anfänge und sein kommendes Album „Charmante Banditen“ gesprochen.

Posted in: FeaturesUNTERGRUND
Tagged: Mista Meta

Jugendliche Momentaufnahme und konserviertes Fliegen: „Nimmerland“ von Rin ist eine Hommage an die Popkultur

„Das Nimmerland im Kopf jedes Kindes, ist immer mehr oder weniger eine Insel.“ – eine Insel, die Autor James Matthew Barrie zusammen mit dem ewigen Kind Peter Pan einst auf Papier erschuf und im aktuellen Deutschrap-Kosmos das Cover eines lang erwarteten Albums ziert. Rin tauft seine Platte nicht nur nach dem kindlichen Sehnsuchtsort und lässt seine Vorstellung der Insel Vorderseite seines Albums werden, sondern eröffnet mit dem Intro auch die Suche nach Referenzen seiner Utopie. In der Befürchtung am Höhepunkt seiner Karriere angekommen zu sein, entsteht eine Hommage an die musikalischen Helden seiner noch andauernden Jugend.

Posted in: Features
Tagged: Rin

Zu Gast bei Luvre47: Miriam besucht den Rapper in der Berliner Gropiusstadt (Doku)

Irgendwo in Hinterzimmern, Kellern oder kalten Hinterhöfen ist er lokalisiert. Er wird nur zu gerne in Rap-Biografien genannt und verleiht – so scheint es zumindest – augenblicklich das Gütesiegel „Authentizität“. Die Rede ist vom Kreissaal des Rap – willkommen in Deutschraps Untergrund. Hier werden Grundsteine für große Rap-Karrieren gelegt, Ehrlichkeit ist unabkömmliche Zutat und „der Weg hier raus“ oft das bestimmende Motto. Miriam Davoudvandi hat sich für die erste Folge unseres neuen Doku-Formats auf Dächern der Berliner Gropiusstadt mit Luvre47 getroffen, um mit ihm über sein Aufwachsen, musikalische Anfänge und Gentrifizierung zu sprechen.

Posted in: FeaturesUNTERGRUND
Tagged: Luvre47

Zu Gast bei Amilli in Bochum: Daniela besucht die aufstrebende Newcomerin (Doku)

„Wir machen alles als kleine Family zusammen und ich glaube, davon lebt es auch“ – selten war DIY so sehr in der Musikszene ankommen wie jetzt. Eine schon fast zum Genre gewordene Arbeitsweise, die ein meist freundschaftliches Umfeld beansprucht und vor allem Künstler/innen mit dem Prädikat „authentisch“ hervorbringt. Eine dieser Künstlerinnen, die es so bereits in die amerikanische Musikpresse geschafft hat, ist Amilli aus Bochum. Wir haben die Musikerin in ihrer Heimat besucht, um über das „Amilli-Boot“, ihr Aufwachsen im Ruhrgebiet und ihre aktuelle EP „Wings“ zu sprechen.

Anzeige
×