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Zu Besuch bei Betterov: Gefeierter Gitarren-Newcomer aus Thüringen (Doku)

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Als Betterov veröffentlicht Manuel Bittorf in den letzten Jahren seine Musik und mit „Viertel vor Irgendwas“ gelang ihm eine großartige erste EP, die dem Indie-Rock alle Ehre macht. Hinter dem Künstlernamen steckt jedoch kein großes Mysterium, denn der vielgerätselte Begriff ist eigentlich nur an einer Nebenrolle der dänischen Serie „Olsenbande“ inspiriert. Genauso wie sein Name folgt auch die Musikkarriere einem Vorbild. In Betterovs Fall ist es Bruce Springsteen, durch den er sich zum ersten Mal mit Musik richtig verbunden fühlte. Außerdem kann er sich mit der Geschichte des Stars gut identifizieren aufgrund der Kleinstadt-Thematik, die ihm selbst nur zu gut bewusst ist. 

Der Multiinstrumentalist hat jedoch, bevor er seine musikalischen Wege eingeschlagen hat, in seiner Heimat geschauspielert und war dort unter anderem für Theaterproduktionen verantwortlich. Das kreative Umfeld dort gab ihm ein zu Hause und ließ ihm vor allem Akzeptanz verspüren, da seine empfundene Andersartigkeit als positiv gewertet wurde. 

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Jedoch zog es ihn nach einigen Jahren aufgrund der Möglichkeiten von Thüringen nach Berlin, was für ihn anfangs sehr gewöhnungsbedürftig war. Dort änderte sich auch der Fokus weg von Schauspiel hin zur Musik und gemeinsam mit Tim Tautorat, der vor allem durch Produktionen mit AnnenMayKantereit oder jüngstes Beispiel Provinz Erfolge feiert, konnte der typische Betterov Sound zwischen Indie-Rock und Post-Punk umgesetzt werden. Der Newcomer schreibt seine Texte ausschließlich zu Hause oder im Studio und mit dem veränderten Lebensmittelpunkt verschoben sich auch die Themen in seiner Musik. 

Auf „Viertel vor Irgendwas“ arbeitet er vor allem das Thema des Scheiterns inklusive aller Niederlagen ab. Von der Emotionslosigkeit nach dem Verlassenwerden auf dem namensgebenden Track, der Isolation in „Angst“ aus Scham vor Überforderung bis zur Landflucht in „Dynamit“, weil man versagt, sich in die dort gelebten Strukturen einzufinden. Aber auch Kapitalismuskritik findet auf dem Debüt in „Irrenanstalt“ seinen Platz. Im Gespräch erzählt Betterov, dass er dem Song „Das Tor geht auf“ anfangs eher kritisch gegenüberstand aber rückblickend dieser für ihn den besten Song der Platte darstellt. 

Betterov – Viertel vor Irgendwas

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