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Archive for Kurzdoku & Portrait

Zu Besuch bei Max Rieger: Selbstdekonstruktion und neues All Diese Gewalt-Album (Portrait)

Max Rieger ist so etwas wie die Indie-Schaltzentrale Deutschlands. Nicht nur als Sänger von Die Nerven, sondern auch als Produzent von Drangsal, Ilgen-Nur, Mia Morgan und etlichen weiteren KünstlerInnen hat er sich einen Namen gemacht. Abseits von seinem sonst schon vollen Terminkalender veröffentlicht er unter dem Pseudonym All diese Gewalt auf Solo-Pfaden Musik. Wir haben Max Rieger in seinem Studio besucht, um mehr über das neue Album „Andere“ und seine Selbstdekonstruktion zu erfahren.

Schatzi im Portrait: Avantgardistischer Pop in mysteriösem Gewand

Seit geraumer Zeit geistert das Pop-Trio Schatzi mit seinem unterkühlten Sound durch die Playlisten des Landes und bereitet damit eine ganz persönliche musikalische Revolution vor. Denn sowohl visuell als auch soundtechnisch hebt sich die Band von dem radiotauglichen Einheitsbrei der deutschen Musiklandschaft ab. Mit „Animalia Parc“ erscheint nun die Debüt-EP des Newcomer-Trios und eröffnet die vielfältige Soundwelt von Schatzi. Wir haben die Band getroffen und mit ihnen über ihre ersten musikalischen Schritte, ihr visuelles Auftreten und die Gegensätzlichkeit zwischen Kitsch und Coolness gesprochen.

„Dark Days – The Documentary“: Blackout Problems veröffentlichen Doku zum Entstehungsprozess von „Dark“

Mit ihren beiden aktuellen Singles „Murderer“ und „Dark“ veröffentlichten Blackout Problems in den vergangenen Monaten die ersten Vorboten ihres für Januar 2021 angekündigten dritten Studioalbums „Dark“ und wagen sich damit soundtechnisch in ein neues Terrain. Begleitet werden die bisherigen Singleveröffentlichungen nun von einer visuellen Komponente: Unter dem Titel „Dark Days – The Documentary“ erscheinen in den nächsten Monaten insgesamt sechs Episoden, in denen uns die süddeutsche Punk-Rock-Band tiefere Einblicke in den Entstehungsprozess der neuen Platte gibt. Hier könnt ihr die erste Folge der Doku ansehen.

Crucchi Gang: Indie-Deutschland singt auf Italienisch (Doku)

In Zeiten, in denen die europäische Staatengemeinschaft immer weiter auseinander zu rücken droht, tritt die Crucchi Gang an, um einen musikalischen Alpenpass zu eröffnen. In unserer Doku erklären Francesco Wilking, Sven Regener, Von Wegen Lisbeth, Steiner & Madlaina sowie Isolation Berlin, wieso sich zahlreiche deutschsprachige Indie-Musikerinnen dazu entschlossen haben, ein Album mit italienischen Versionen ihrer Songs zu veröffentlichen. Benvenuti in Italia!

Mit der Band Pabst im Skatepark (Doku)

Was andere Musiker tunlichst vermeiden, darauf zielen Pabst ganz explizit ab: Übersteuerte, verzerrte Sounds, die in den Lautsprechern kratzen und mehr nach heimischer Garage als nach Tonstudio klingen. Dieses Beschaffenheit ist essenziell für die Musik zwischen Grunge und Punk-Rock, die das Trio aus Berlin seit 2016 präsentiert. „Put a fucking end to the bourgeoisie!“, dröhnt es auf „Shake the desease“, einem Song des Debüt-Albums „Chlorine“. Pabst zeigen klare Kante und politische Haltung, trotzdem brauchen sie dafür kein überspitztes Image und trumpfen stattdessen mit ihrer Authentizität auf. Wir haben das Trio im Skatepark getroffen, einem Ort, der ihre Jugend und ihre Musik stark geprägt hat. Was das Skaten für die Band bedeutet und warum sie nicht wie eine stereotypische Punk-Band aussehen, erfahrt ihr in unserer neuen Mini-Doku.

Mit Lea im Katzencafe: „Treppenhaus“, Gleichberechtigung & Pop-Musik (Portrait)

Von Kassel nach Berlin, von Indie zum Pop: Sängerin Lea hat persönlich wie auch musikalisch eine Reise hinter sich. Aufgewachsen in Hessen, hat es die Musikerin für ihr Studium nach Hannover und schließlich für die Musik in die deutsche Hauptstadt verschlagen. Auch wenn man Lea heute vor allem für ihren Hit „110“ mit Capital Bra und Samra kennt, war sie nicht immer Fan von Pop-Musik. 2016 versuchte sie sich mit ihrem Debüt-Album „Vakuum“ an ambitionierten Indie-Sounds nach der Prämisse: Bloß nicht Mainstream sein. Heute ist Lea reifer und weiß: Nur weil Musik bei der breiten Masse ankommt und kommerziell funktioniert, ist sie nicht automatisch besser oder schlechter. Darüber spricht die Sängerin in neuen Portrait, für das wir sie in einem Katzencafé getroffen haben. Außerdem geht es um ihre Heimat, das neue Album „Treppenhaus“ und Gleichberechtigung in der Musik-Industrie.