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Classic meets Jazz meets Pop – Newcomerin Laufey kündigt Debüt-EP an

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Laufey ist halb Chinesin und halb Isländerin. Den größten Teil ihrer Kindheit verbringt sie auf Reisen zwischen Reykjavík und Washington, D.C., auf denen sie lernt, akzentfrei Englisch zu sprechen. Da ihre Mutter klassische Geigerin ist, kommt die heute in Boston lebende Singer-Songwriterin schon als Kind mit sogenannter E-Musik (ernster Musik) in Berührung. Im Alter von vier Jahren beginnt sie damit, klassisches Klavier und Cello zu spielen und bereitet langsam aber sicher ihr Solodebüt in der Klassik vor. Mit 15 Jahren spielt sie dann das erste Mal mit dem Iceland Symphony Orchester.

Laufey – Street by Street

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Doch auch wenn sich Laufey (ausgesprochen „Loy-Vay“) schon früh als begnadete Instrumentalistin im klassischen Bereich beweist, ist es die Jazz-Sammlung von Ella Fitzgerald- und die Billie Holiday-Alben ihres Vaters, die sie auf einer tieferen Ebene ansprechen und sie schrittweise mit dem Gesang vertraut machen. „Ich bin definitiv sehr von Komponisten wie Ravel und Chopin beeinflusst“, erklärt Laufey, „aber als ich das Great American Songbook und die Musik von George Gershwin und Richard Rodgers entdeckte, fühlte es sich wie ein Mittelweg zwischen Jazz und Klassik an, der perfekt zu mir passte.“

Heute ist Laufey Anfang 20, hat vielversprechende Talentshow-Erfahrungen bei „Iceland’s Got Talent“ und „The Voice Iceland“ sammeln können und ist stolze Stipendiatin am Berklee College of Music. Außerdem hat sich die Wahl-Bostonerin eine beachtliche Internet-Community zugelegt, die mittlerweile aus über 200 Tausend Instagram- und genauso vielen TikTok-Follower:innen besteht. Fast täglich bestückt Laufey ihren Feed auf besagten Sozialen Netzwerken mit Eindrücken aus ihrem Leben und sehr reduzierten und poetischen Song-Skizzen, ähnlich ihrer Durchbruch- und Debüt-Single „Street by Street“.

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Diesen ersten offiziellen Track „Street by Street veröffentlichte die Newcomerin vor etwa einem Jahr, welcher sie auf die Spitze der isländischen Radiocharts katapultierte und ein internationales Publikum beeindruckte – darunter auch Billie Eilish und Willow Smith, die in den höchsten Tönen von dem Multitalent schwärmen. Was die Halbisländerin und ihre Songs so einzigartig macht, ist die Harmonie aus klassischen Elementen, smoothem Jazz und modernen R&B-Einflüssen, kombiniert mit der besonderen Stimmfarbe Laufeys. Diese klingt zur selben Zeit verzaubernd jung, aber auch vertraut und reif – eine seltene, wohlklingende Kombination, die uns gedanklich zwischen old-school Disney-Soundtrack und verrauchter Jazz-Bar zurücklässt.

Vier Tracks sind bisher leider alles, was wir von Laufey zu hören bekommen – die unzähligen Song-Snippets in den Sozialen Netzwerken mal ausgenommen. Doch spätestens nächste Woche sollte sich das ändern: Für den 30. April hat die kürzlich mit dem „Icelandic Music Award for Best New Artist“ ausgezeichnete Sängerin nämlich den Release ihrer Debüt-EP „Typical of Me“ angekündigt. Wir freuen uns jetzt schon riesig auf neue Musik von Laufey und legen sie allen zeitgenössischen Jazz-Pop-Fans ans Herz.