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Die 10 besten neuen KünstlerInnen

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Annama

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Mit 14 Jahren nahm sie Gesangsunterricht, kooperierte mit zahlreichen Produzenten, hatte eine erfolgreiche Modelkarriere, nahm an Castingshows teil und war Mitglied der Band B.O.X.E.R. – die Hamburger Sängerin Annama kann bereits auf unterschiedlichste Stationen zurückblicken, Musik zieht sich allerdings als roter Faden durch ihr Leben. Nachdem sie mit ihrer Band vor knapp sechs Jahren als Nachwuchs-Hoffnung der Mode- und Musik-Szene gehandelt wurde, strebt Annama nun eine Solo-Karriere an und veröffentlichte vor Kurzem ihren ersten Song „Rockstar“. „Vielleicht ist ein Rockstar jemand, der sich konsequent darüber hinwegsetzt, was andere ihm vorschreiben, um seine Authentizität zu wahren. In dem Sinne möchte ich Rockstar sein“, sagt sie. Der Song ist eine erfrischend-treibende Pop-Rock-Nummer, die besonders durch die kratzige Stimme von Annama im Ohr bleibt. Auch nach erst einem veröffentlichten Song darf man festhalten: Annama im Auge behalten!

Layla

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Zunächst zeigte die aus Münster stammende und mittlerweile in Berlin lebende Layla auf ihrem Instagram-Profil ihre gesamte musikalische Bandbreite, die vorallem eines ist: abwechslungsreich. Egal ob zerstörende Rap-Parts oder warme, soulige Gesangseinlagen – Layla liefert immer ab. In ihren zwei bisher erschienen Songs legt die vielversprechende Newcomerin eine unfassbare Lässigkeit an den Tag, die im Falle von „Choppa“ durch einen minimalistischen AgaJon-Beat gestütz wird. Layla passt perfekt in eine Zeit, in der Künstler wie BHZ, Lugatti & 9ine, Symba oder Pashanim das Ruder übernehmen.

Suck

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Aus dem Umfeld der legendären Kasseler Nordstadt-Kneipe „Mutter“ kommend macht sich derzeit die Band Suck auf, schnell-gespielten Punk im Style der späten 70er-Jahre zurückzubringen. Die Comic-Zine-Zeichnerin Isabell hat sich dafür mit Drummer Patrick und Gitarrist Jakob zusammengetan, die bereits in anderen Lo-Fi-Untergrund-Bands Erfahrung sammeln konnten. Auf der 2019 erschienenen Debüt-EP „Frog“ präsentiert das Trio eine geballte Ladung Garagen-Punk, der mit Synthesizer-Sounds und schmutzigen Riffs gespickt ist. Mittlerweile haben Suck schon einige Konzerte in Deutschland und Europa gespielt und dabei vor allem eines unter Beweis gestellt: Sie haben unbändige Power, die sie noch weit bringen könnte. Zuletzt veröffentlichten Suck gemeinsam mit der Band Balagan eine Split-EP, außerdem steht im April ein Auftritt beim c/o Pop Festival in Köln an.

Ansu

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Bereits seit 2018 macht der Hamburger Rapper Ansu mit unregelmäßigen Single-Veröffentlichungen auf sich aufmerksam und tauchte im letzten Jahr auch als Feature-Gast auf Caramelos Song „Sternzeichen“ auf. Ansu verkörpert eine neue Generation von Straßenrap, die sich statt mit Autos oder Klamotten vermehrt mit sozialen Problemen in ihren Vierteln und dem alltäglichem Leben auseinandersetzt. Zuletzt sorgte er mit seinem Song „In meiner Gegend“ für einen kleinen Untergrund-Hype. Ansu bringt darin gesellschaftliche Gegensätze in seinem Stadtteil St. Georg auf den Punkt: Drogen und Prostitution stehen Anzugträgern und Business gegenüber. Aber auch mit seinem neuesten Track „Organisch“ stellt Ansu klar, dass er derzeit einer der spannendsten neuen Rapper aus der Hansestadt ist. Die Botschaft des Tracks ist dabei ein Fahrplan für die noch junge Karriere des Rappers: „Das was ich mache entsteht alles organisch.“

Savvy

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In Berlin taucht bekanntlich dieser Tage ein talentierter Newcomer nach dem anderen wie aus dem Nichts auf. Springt man eine Generation zurück, kommt man kaum um Crews wie BHZ oder Rapkreation herum, die mal auf Trap, mal auf Boom Bap ihr Geschick beweisen. Aus dem Dunstkreis der BHZ-Jungs kommt Newcomer Savvy. Aufgewachsen in Friedrichshain liefert er authentische Momentaufnahmen aus seinem ganz eigenen Berlin. Im Jahr 2019 hat Savvy sein Debütalbum „245“ veröffentlicht, das ein erstes Ausrufezeichen und vor allem die Manifestierung seiner gleichnamigen Crew ist. Das Jahr 2020 startete Savvy mit dem von MotB produzierten „Kleinwagen Tape“, das wahlweise von modernem Trap, wahlweise von Throwback-Boom Bap getragen wird. Statt auf aktuelle Trends aufzuspringen verlässt sich Savvy auf eine der wenigen Konstanten in einer schnelllebigen Zeit: Den eigenen Freundeskreis.

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Amanda

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Psychedelischer Rock mit Wurzeln in den Ennstaler Bergen – das fasst die Musik der österreichischen Band Amanda kurz und knapp zusammen „Durch die Ewigkeit“ heißt ihr erstes Album, das gerade erschienen ist. Auf dem Debütalbum nimmt uns die Band mit auf eine Reise durchs Universum, auf der sie sich mit kosmischen Fragen und Rahmenbedingungen beschäftigt: Sein, Existenz und Harmonie bilden das Gerüst für Musik, die man gut und gerne als Space-Rock bezeichnen kann. Besonders: Amanda singen im Dialekt und erschaffen so eine beeindruckende Mixtur aus Austro-Liedermacher-Tradition á la Hubert von Goisern und psychedelischem Rock á la Pink Floyd. Bestimmend ist dabei die Atmosphäre, denn bis Sänger Klaus Meissnitzer einsetzt, können schon mal knapp zwei Minuten ausgedehnte Klangteppiche das Intro bilden.

Ben Chandler

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Zunächst arbeitete Ben Chandler als Teenager in seinem Schlafzimmer in Pittsburgh an seiner Musik, ohne allerdings ein richtiges Ziel damit zu verfolgen. Erst als er 2015 nach Naples, Florida zog und dort Dominic Fike auf einer Party kennenlernte, beschloss Chandler, Musik ernsthaft zu betreiben. In der Folge produzierte er für seine Freunde, darunter auch frühe Demos von Dominik Fike und Songs für Künstler wie Nate Traveller. Glücklicherweise hat er dabei seine eigene Musik nicht aus dem Blick verloren und eine EP produziert, die Ende Februar 2020 erschienen ist. Auf dieser EP präsentiert Chandler eine Reihe von träumerischen Bedroom-Pop-Songs, die vor allem von seiner sanften Stimme und stimmungsvollen Gitarren-Jams leben.

Céline – Was machst du da?

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Bisher ist nur äußerst wenig über die Newcomerin Céline bekannt. Erst vor Kurzem hat die 19-jährige Sängerin und Rapperin ihren aller ersten Song „Was machst du da?“ veröffentlicht und damit eine spannende Mischung aus Pop, HipHop und Soul präsentiert. In ihrem Track singt sie mit gleichzeitig klarer Stimme und rotziger Attitüde über ihr Verhalten, Identitätsfindung und Zukunftsängste. Man darf äußerst gespannt sein, was Céline in Zukunft liefert. So viel sei allerdings gesagt: mit ihrer ersten Single hat die Newcomerin bereits einen guten Grundstein gelegt und auch Loredana überzeugt, mit der sie nun auf Tour geht.

Ätna

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Nicht gesucht aber dennoch gefunden haben sich die beiden Ausnahmekünstler Inez und Demian auf einer 90er-Jahre-Trash-Party. Ein paar Jahre später gaben sie sich den explosiven Namen Ätna und machen heute Musik, die gekonnt Einflüsse aus Weltmusik und Jazz zu innovativen Elektro-Pop-Songs vereint. Mitte Februar hat das Dresdner Duo sein lang ersehntes Debüt-Album „Made By Desire“ veröffentlicht. Egal ob Pop, Elektronik, Indie – bei Ätna gibt es kaum ein Genre, welches nicht in ihr Soundbild einfließt. Das Endergebnis sind Songs, die kaum experimenteller sein könnten. Ihre Musik ergänzen Ätna außerdem auch um Mode, Design und vor Aussage strotzenden Musikvideos.

Shelter Boy – Let ‚em Go

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Aufgewachsen in der Provinz, stellt Shelter Boy schnell fest, dass er mit seiner Begeisterung für Musik ziemlich alleine ist. Trotzdem, vielleicht aber auch gerade deshalb, setzt er sich noch viel intensiver mit eben jener auseinander, lernt sich mehr Wissen über die Beatles an, als über sich selbst und gründet seine eigene erste musikalische Existenz mit Namen „Still Trees“. Seit gut anderthalb Jahren steht Shelter Boy musikalisch auf anderen und vor allem eigenen Beinen, Ende Januar erschien mit „Rock’n’Roll Saved My Childhood (lel)“ schon seine insgesamt zweite EP. „Natürlich ist mir der Titel betrunken eingefallen“ heißt es auf die Frage, wie denn der Ausdruck „lel“ in sowas Bedeutenes wie einen EP-Titel reinrutschen konnte. Während der Name auf manche vielleicht ein bisschen unüberlegt wirkt, steckt für Shelter Boy schlussendlich doch mehr hinter dem Lacher als nächtlicher Exzess. Wenn ein Großteil unserer Generation schon damit beschäftigt ist, Gefühle hinter relativierenden drei Buchstaben zu verstecken, warum dann nicht „den Titel seiner Platte nichtig machen“? Titel hin oder her, auf seiner Tour Anfang des Jahres hat Shelter Boy samt Shelly-Familiy allemal deutlich gemacht, dass es auch Anfang 2020 noch gute Gitarrenmusik braucht.