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Die besten neuen Künstler/innen

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Iloveakim

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Iloveakim ist der Inbegriff eines Grenzgängers. Während der junge Musiker auf seinen ersten Tracks noch ziemlich genregerecht Songs zwischen Dada-Texten und Trap-Sound produzierte, hat er mit seinen jüngsten Veröffentlichungen neue Klangwelten in seine Musik mit einfließen lassen und sich aus Schubladen befreit. Seit Iloveakim die Schule schmiss um Musik zu machen, hat er mehr und mehr Experimentierfreude entwickelt. Mit dem Song „Ganzen Tag im Zimmer“ überraschte er, in dem der 20-jährige Österreicher die ersten experimentellen, elektronischen Schritte wagte. Auch sein aktueller Song „Fenster stehen“ klingt plötzlich gar nicht mehr nach schleppenden Trap-Beats, sondern viel eher nach schnellen, dynamischen Disco-Rhythmen, nach 80er-Jahren und guter Laune. Mit satten Basslinien und einem neuen Groove tanzt Iloveakim nun durch die Musikwelt und vermittelt damit nicht nur Individualität sondern verspricht auch zukünftige Entwicklung.

Friedberg

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Anna Friedberg hat nun eine Band. Solo machte die Österreicherin bereits mit zwei ALben von sich Reden und spielte für Lenny Kravitz Support. Nachdem Anna in London schließlich auf Emily Linden, Laura Williams und Cheryl Pinero traf, gründete sich, nach einigen kleinen Shows, die Band Friedberg. Mit einigen Livesessions sprachen sich die lässigen Frauen schnell in London herum, die spontanen Konzerte wurden zu Attraktionen und der Plattendeal ließ dementsprechend nicht lange auf sich waren. Ziemlich abwechslungsreich bieten die vier Frauen eine alternative Indie-Pop-Welt an, in denen ihre Songs stattfinden. Hinzukommt die lässige Stimme der Sängerin, mit der sie ihr Publikum im Nu um den Finger wickelt. Gerade die letzte Single „Go Wild“ demonstriert die Harmonie zwischen Annas Stimme und den ebenso entspannt gespielten Instrumenten. Durch zahlreiche Jam-Sessions hat die Newcomer-Konstellation schnell einen gemeinsamen Nenner gefunden, der sich auch von dem Soloprojekt Anna F. abhebt. Friedberg haben sich eine Handschrift zugelegt, die überzeugt.

Lil Halima

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Die Norwegerin Lil Halima hat mittlerweile drei EP’s veröffentlicht, auf denen sie demonstriert, dass die Newcomerin schon jetzt ihren Stil gefunden hat. Mit ihrer warmen Stimme malt sie abstrakte Szenarien, dargeboten in ausgeprägter Bildsprache. Ihre EP’s heißen „love songs for bad lovers“, „for the dark days“ und das Gegenstückt „for the bright days“ – allein anhand dieser Titel wird also mehr als deutlich, dass Lil Halima gerne mit Stimmungen arbeitet. Die neueste Veröffentlichung „Brown Girl Diary“ steigert die ohnehin professionelle, experimentierfreudige Produktion ein weiteres mal, indem sich noch größerer Arrangements und sogar rhytmischem Sprechgesang bedient wird. Ihr ausgeprägter Sinn für atmosphärische Songs paart sich mit antreibenden Beats und der Freude am Experimentieren, sodass ein Wiedererkennungswert entsteht, der Lil Halima mit großer Sicherheit in unsere Newcomerliste katapultiert.

Die Wände

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Die Wände haben schon eine längere Bandgeschichte hinter sich, als ihr Spotify-Profil vermuten lässt. Noch unter dem Namen „Girlie“ veröffentlichten die drei Jungs einige Songs, bevor sie sich einem kleinen Imagewechsel unterzogen und nun ihre ersten deutschsprachigen Songs ins Internet stellten. „Im Flausch“ heißt das diesjährige Debütalbum, auf dem die junge Band feinsten Garagen-Kraut-Rock ablieferte. Die Songs klingen wie eine gut produzierte Variante der experimentellen 80er Jahre Berlins, in denen Rock, Punk, Dada und Techno aufeinander trafen und eine kreative Blütezeit entstand. In der Single „Im Park und im Cáfe“ entsteht außerdem eine kleine Hommage an Sonic Youth, dessen Intro zu „Teenage Riot“ einen Weg in den Song gefunden hat. Dabei wollen Die Wände aber in keinem Fall prätentiös sein. Ganz im Gegenteil, gelingt es ihnen gut, ihre Texte zwischen Unterhaltung und ernsten Gedanken zu arrangieren ohne sich dabei zu verlieren und dennoch Dringlichkeit zu vermitteln.

My Ugly Clementine

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Hinter My Ugly Clementine stecken vier Musikerinnen aus Wien, die sich in der Szene bereits in anderen Formationen einen Namen gemacht haben. Mit verzerrten Gitarren und den wunderbaren Stimmen, die Sophie Lindinger (Leyya), Mira Lu Kovacs (Schmieds Puls) Kathrin Kolleritsch (Kerosin95) und Barbara Jungreithmeier (Daffodils) in die Super-Band einbringen. Dabei versehen sie die Popsongs, sowohl mit einer großen Portion Indie als auch mit enorm viel Energie. Ob in verspielten Gitarrenbegleitungen oder in den aufpoppenden Mehrstimmigkeiten – in den Songs von My ugly Clementine gibt es viele musikalische Kleinigkeiten zu entdecken. Die drei veröffentlichten Songs zeigen bereits eine große Bandbreite: Vom freudigen Sommersong inklusive Parole zum Mitsingen, bis hin zur neuesten Single „Playground“, die voller Effekte ist und mit kantigen Vocals arbeitet.

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Betterov

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Gerade mal einen einzigen Song hat Betterov bislang veröffentlicht, doch der überzeugt. Der frische Newcomer ist in den vergangenen Monaten und Jahren über Theaterbühnen und durch Kneipen getingelt, bis es nun endlich zur Singe „Dynamit“ kam. Neben einer schweren, dumpfen Strophe, die sich wunderbar in das Bar-Setting einfügt, enthält „Dynamit“ auch einen Chorus mit Ohrwurmgarantie. Mit E-Gitarren und einem rumorenden Bass wechselt der Musiker zwischen den treibenden Strophen und dem entschleunigten pre chorus, um die große Explosion vorzubereiten. Mit der kehligen, rauen Stimme singt er von Aufbruchsstimmung und bezieht sich dabei auf den russischen Kosmonauten Juri Gargarin, der als erster Mensch in seiner Raumkapsel die Welt umflog. Ähnlich ambitioniert scheint Betterov und legt mit der Debütsingle ein guten Start vor.

Florida Juicy

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Dass die musikalische Reise von Florida Juicy ursprünglich mit einer Indie-Rock-Band startete, ist kaum noch zu hören. Viel eher widmet sich der Newcomer auf seinem Solo-Debüt „Spotlights“ den aktuellsten HipHop-Einflüssen. Mit einem entspannten Flow präsentiert sich der Musiker und bringt den melodischen Rap mit Discobeats und Funk zusammen. Der Bass steht im Zentrum und bildet den unverkennbaren Groove, der auch auf der Single „Angels“ deutlich spürbar ist. Gepaart mit ansteckendem Schnipsen und Synthie-Sounds konservierte Floriday Juicy in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Skinnyblackboy ein bisschen Sommergefühl. Auch die mitte November erschienen Single „Trapped in my head“ überzeugt mit Funk-Elementen und Rap, wobei der Song trotz der Disco-Einschläge auch eine düstere Komponente enthält und mit verschiedenen Tempi experimentiert. Bevor Florida Juicy unter diesem Namen seine eigene Musik veröffentlichte, saß er an der Produktion einiger Songs seiner Kollegen von Erotik Toy Records.

Rapkreation

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Gut, Rapkreation sind nun nicht mehr gerade ein Geheimtipp und sind einigen Newcomern schon um mehrere EP’s voraus. Allerdings lässt das Album noch auf sich warten und auch der ganz große Knall blieb bis dato noch aus. Direkt aus dem Herzen Kreuzbergs enstspringen nun schon seit 2017 kompromisslose Texte und Beats, für die Rapkreation bekannt sein wollen. Berlin findet dabei immer seinen Weg in die Texte, ob in Tracks über die Graffiti-Szene der Hauptstadt oder in „kleine Welt“, in dem das Aufwachden in Kreuzberg thematisiert wird. Inspiration bezieht man dabei sowohl aus deutschem als auch aus französischem HipHop. In ihrer Heimatstadt haben sich Rapkreation gut vernetzt und so sind auch schon Kollaborationen mit Kwam.E und der BHZ Crew aus Schöneberg zustande gekommen. Noch bis Ende des Jahres soll das Dabüt-Album „Obskur“ erscheinen.

Moli

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Schon im Kindesalter zog es die belgische Newcomerin Moli zur Musik. Von Violinenunterricht, bis hin zu Chor und Musicals schlängelte sie sich von einer musikalischen Disziplin zur nächsten. 2018 erscheint ihre Debüt-EP „Resume“ bei Majestic Casual und verschafft Moli mit einer beeindruckenden stimmlichen Range und elektronischem Pop-Unterbau erstmals Aufmerksamkeit. Mittlerweile lebt Moli in Berlin, wo sie sich ein kreatives Umfeld geschaffen hat, das sie inspiriert und fasziniert. Die elektronischen Begleitungen und Sounds hat Moli weiter ausgebaut, ihren neuesten Song „On the Weekend“ hat das in einen melancholischen Disco-Track verwandelt. Damit zeigt sie, dass in ihr nicht nur eine talentierte Sängerin steckt, sonder auch eine Songwriterin, mit sensiblem Hit-Gespür.

Wilhelmine

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Mit den neuen, sonnigen Deutschpop-Songs „Bleib stehen“ und „Meine Liebe“ ging die Nowcomerin Wilhelmine an den Start und setzt dabei ein zartes Statement für Homosexualität. Die Hook „Warum ist meine Liebe deiner Rede wert?“ ist dabei so eingängig und gleichzeitig eindeutig wie nur möglich. In einem besetzten Haus in Kreuzberg wuchs Wilhelmine auf, die gerade so ein sicheres Händchen für emotionale Texte und große Refrains beweist. Ihre Mission ist es, liebevolle Botschaften in ihren Songs unterzubringen und diese mit sehr akustischen Beats und organischen Pop-Sounds zusammenzubringen. Auch mit der aktuellen Single „Du“ liefert Wilhelmine einen federleichten Popsong mit einer warmen Instrumentierung. Dabei ist der Song wesentlich dunkler, aber nicht minder emotional und persönlich als das Debüt.