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Titelstory: Sammy Amara von Broilers im Interview mit Dunja Hayali: „Puro Amor“, Heimat, Sexismus & Tod

Posted in: NewsTitelstory
Tagged: Broilers

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Die Broilers sind eine Band, die nicht erst seit gestern die Bühnen der Republik unsicher machen. Seit 1994 bereichert das heutige Rock-Gefüge das Land mit einem Sound und einer klaren Haltung, welche zunächst in einem völlig abgekapselten und doch stetig wachsenden Mikrokosmos stattfindet und an der hiesigen Musikpresse völlig unbeachtet vorbeizog. Nichtsdestotrotz bespielten Sammy Amara (Gesang, Gitarre), Ines Maybaum (Bass), Ron Hübner (Gitarre), Andi Brügge (Schlagzeug) und Chris Kubczak (Keys) im Laufe der Zeit sämtliche Clubs des Landes. 

Mit ihrem fünften Langspieler „Santa Muerte“ kochte der Rockabilly-Topf knapp 17 Jahre nach Gründung der Band endgültig über und der Weg in den Mainstream (vor allem in die Konzerthallen und auf die Mainstages sämtlicher Festivals) war für die Broilers mit einer Bronze-Platzierung in den Albumcharts geebnet. Ebenso wie die beiden Nachfolger-Alben „Noir“ (2014) und „sic!“ (2017) erlangte „Santa Muerte“ Goldstatus. Zum einen hängen diese Erfolge mit ihrer kompromisslosen Herangehensweise an ihre eigene Kunst zusammen. Zum anderen leben und proklamieren die Broilers gesellschaftlich relevante Werte wie Diversität und Antirassismus schon lange, bevor diese Schlagwörter in den politischen und medialen Mainstream gespült wurden. Dementsprechend eng und vertraut ist die Beziehung zu ihrer riesigen Fanbase, die sich mit dem Gedankengut der Broilers identifizieren und Kraft aus ihrer Musik ziehen können. 

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„Puro Amor“ – ein Album über die Liebe und das Leben

Fast Forward in die Gegenwart: Inmitten einer zehrenden Pandemie finden die Broilers das übergreifende Thema für ihr nunmehr achtes Album, welches wohl am meisten Trost und Energie spendet: Die Liebe in all ihren schönen, schmerzhaften und zwischenmenschlichen Ausprägungen. Egal ob in einer Partnerschaft, im familiären Gefüge oder in enger Freundschaft, letztendlich Leben all jene Beziehungen von dieser universellen Kraft der wahrhaftigen Liebe. „Puro Amor“ bannt sämtliche Auf’s und Ab’s, die unweigerlich mit der Liebe verbunden sind auf 14 Anspielstationen, welche auch musikalisch mit einem Band-ungewöhnlich facettenreichen Sounds ergänzt. Eingängige Bläsersätze treffen auf Soul-Elemente, Rocksteady-Sound trifft auf Powerpop-Anleihen und Kitsch und das alles, als wäre es das Logischste und Normalste auf der Welt, neben drückenden Gitarrenwänden, fetten Chören und einem Schlagzeug, das nur nach vorne will.

Der Anfang und das Ende, die Liebe und der Tod – zwei Gegenpole, die nicht nur eine thematische Klammer um das neue Album „Puro Amor“ bilden, sondern auch das Interview mit Dunja Hayali rahmen. Gemeinsam entdecken die beiden gar unfassbare Parallelen in ihren Leben, angefangen von irakischen Wurzeln bis zum Verlust der Hundemädchen, wobei sich zwei davon sogar den gemeinsamen Namen Emma teilten. Neben den offensichtlichen Berührungspunkten wird auch auf aktuelle Debatten mit eindeutiger Haltung eingegangen und so findet neben dem Pandemieleben als Band auch Sexismus und Rassismus seinen Platz im Gespräch.

Broilers – „Puro Amor“

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