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Die wichtigsten Ereignisse beim ESC 2024 zusammengefasst

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Am Samstag war es wieder soweit und Europa versammelte sich unter dem Motto „United by Music“ in der schwedischen Großstadt Malmö. 26 von insgesamt 31 Teilnehmerländern mussten sich zunächst in den ersten beiden Halbfinals qualifizieren, um gemeinsam im Finale um den großen Glas-Pokal anzutreten. Die Big-Five-Länder, zu denen neben Italien, Großbritannien, Frankreich und Spanien auch Deutschland gehört, waren automatisch für das ESC-Finale gesetzt, ebenso das Gastgeberland Schweden.

Auschluss von Joost Klein

Trotz der insgesamt 26 Länder, die sich in den Halbfinals qualifizierten, wurden auf der ESC-Bühne am Samstagabend nur 25 Songs präsentiert. Grund dafür war der Ausschluss des niederländischen Kandidaten Joost Klein und seinem Song „Europapa“ – noch am Finaltag. Damit wurde ein Teilnehmender erstmals in der Geschichte des ESC vom laufenden Wettbewerb ausgeschlossen. 

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In einem Statement der Europäischen Rundfunkunion hieß es am Samstag, die schwedische Polizei habe eine Beschwerde untersucht, die von einem weiblichen Mitglied des Produktionsteams nach einem Vorfall nach seinem Auftritt im zweiten Halbfinale am Donnerstagabend eingereicht wurde. Kurz darauf kursierten Spekulationen im Netz, dass Joost eine Frau geschlagen habe.

Daraufhin veröffentlichte der niederländischen Fernsehsender Avrotros auf seinem Instagram Account eine Klarstellung, in der es heißt: „Nach dem Auftritt vom letzten Donnerstag kam es zu einem Zwischenfall. Entgegen klar getroffener Absprachen wurde Joost gefilmt, als er gerade von der Bühne kam und in den Greenroom eilen musste. In diesem Moment gab Joost wiederholt zu verstehen, dass er nicht gefilmt werden wolle. Dies wurde nicht respektiert. Dies führte zu einer bedrohlichen Bewegung von Joost in Richtung der Kamera. Joost hat die Kamerafrau nicht berührt. Dieser Vorfall wurde zur Anzeige gebracht, woraufhin eine Untersuchung durch die EBU und die Polizei eingeleitet wurde.(…)“

Die Entscheidung, Joost vom Wettbewerb auszuschließen, sorgte nicht nur bei den niederländischen Fans für Empörung. Im Laufe des Abends zog sich daraufhin auch die Moderatorin und YouTuberin Nikkie de Jager von der Punktevergabe für die Niederlande zurückzog. Stattdessen verkündete Martin Österdahl, der Executive Supervisor des ESC, unter Buhrufen und Pfiffen die Jury-Punkte aus den Niederlanden. 

Protest gegen die Teilnahme Israels

Buhrufe und Pfiffe musste auch die Teilnehmerin für Israel, Eden Golan, während ihres Auftritts, aber auch bei der Punktevergabe einstecken. Schon im Vorfeld stand die Teilnahme Israels am ESC unter Kritik und die Sängerin hatte vor dem Finale unter verstärktem Polizeischutz gestanden. In Belgien unterbracht der öffentlich-rechtlichen TV-Sender VRT sogar den Auftritt Israels für wenige Sekunden durch die Einblendung einer Anti-Israel-Botschaft. In der hieß es: „Dies ist eine Gewerkschaftsaktion. Wir verurteilen die Menschenrechtsverletzungen des Staates Israel. Außerdem beeinträchtigt der Staat Israel die Pressefreiheit. Deshalb unterbrechen wir das Bild für einen Moment.“ 

Schweiz auf der Pole Position, Deutschland im soliden Mittelfeld

Für Deutschland war die diesjährige Teilnahme am ESC seit langem endlich mal wieder keine Vollkatastrophe. Stattdessen konnte sich Isaak mit seinem Song „Always On The Run“ auf den zwölften Platz und damit direkt ins Mittelfeld singen. Den absolute Favoriten-Song „The Code“, mit dem Nemo für die Schweiz den Sieg holte, konnte er damit zwar nicht hinter sich lassen, trotzdem zeigte sich Issak nach seinem Auftritt mehr als zufrieden: „Ich war voll bei mir. Ich habe so abgeliefert, wie ich mir das erwartet habe.“ 

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Nemo hingegen feierte in der Nacht von Samstag auf Sonntag natürlich gebührend den Sieg für die Schweiz – so sehr, dass noch während des Finalauftritts von Nemo der ESC-Glas-Pokal auf der Bühne in der Hand zerbracht. Wenig später wurde bekannt, dass sich Nemo dabei auch den Daumen bracht. Auf Instagram schreibt Nemo: „Das war bestimmt das Chaotischste, was jemals jemand gemacht hat.“

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Die anderen Plätze auf dem Treppchen teilten sich der lange als Favorit gehandelte Kroate Baby Lasagna, der mit seinem Song „Rim Tim Tagi Dim“ Platz zwei belegte, sowie die Ukrainerinnen Alyona Alyona und Jerry Heil, die mit „Teresa & Maria“ auf dem dritten Rang landeten. 

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