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Dieser eine Song: Car Seat Headrest – Drunk Drivers/Killer Whales

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Will Toledo brauchte im Jahr 2010 einen Ort, an dem er sich ungestört von seiner Familie, der eigenen Musik widmen konnte. Als Quell der Inspiration und Ruhe wird kurzerhand das Familienauto auserkoren, worauf sich auch der Name seines einstigen Soloprojektes bezieht. Über den Sommer 2010 entlang veröffentlichte der 18-jährige US-Amerikaner insgesamt vier Alben, die er allesamt in Eigenregie produzierte.

Car Seat Headrest – Teens Of Denial

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Sämtliche Instrumente seiner indie-lastigen Songs spielte der Multiinstrumentalist dabei selbst ein. Da sich kein Plattenlabel für die Veröffentlichung seiner Alben fand, lud Will Toledo all seine Werke zunächst eigenständig bei Bandcamp hoch. 2013 zog es den jungen Musiker nach Seattle, in der Zwischenzeit veröffentlichte Toledo mit „My Back Is Killing Me Baby“, „Twin Fantasy“, „Monomania“ und „Nervous Young Man“ vier weitere in Eigenregie aufgenommene Alben.

In Seattle begab sich der Solo-Künstler letztendlich doch auf die Suche nach weiteren Musiker:innen für das Projekt Car Seat Headrest und wurde im Laufe der Zeit fündig. Letztlich ergatterte die Band 2015 ihren ersten Plattenvertrag. Noch im selben Jahr erschien in  Band-Besetzung das Album „Teens Of Style“ über Matador-Records, welches aus bereits veröffentlichten Songs und Neuaufnahmen bestand.

Car Seat Headrest – Drunk Drivers/Killer Whales

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Das erste vollständig als Band neu aufgenommene Studioalbum erschien nur ein halbes Jahr später unter dem Titel „Teens Of Denial“ und erhielt immensen Zuspruch, was gleichbedeutend eine neue Stufe der Popularität für Car Seat Headrest beinhaltete. Songs wie „(Joe Gets Kicked Out Of School For Using) Drugs With Friends (But Says This Isn’t A Problem)“ behandeln in ironischer Art und Weise Banalitäten des Erwachsenwerdens, während die Single-Auskopplung „Drunk Drivers/Killer Whales“ sich den alkoholgeschwängerten Existenzängsten eines jungen Menschen widmet.

Weitere Veröffentlichungen von Car Seat Headrest waren in den Folgejahren geprägt von neuen elektronischen Klängen und der Experimentierfreude, was die Band etwas von ihrer Indie-Basis entfernte, zeitgleich aber für einen neuen musikalischen Anstrich sorgte. Trotz der neuen musikalischen Fügung steht „Drunk Drivers/Killer Whales“ bis heute exemplarisch für das Projekt Car Seat Headrest. Statt Rockstarattitüden und Geschichten steht die Band für das Besingen von Alltagsproblemen und Existenzängsten. Ganz einfache Geschichten aus dem Leben von jungen Heranwachsenden, die sich immer und immer wieder in den Kopf rufen müssen: „It doesn’t have to be like this!“.