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Dieser eine Song: Cro – Easy

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Tagged: Cro

Carlo Waibel, wie Cro mit gebürtigem Namen heißt, ist mehr als „nur“ ein Rapper. Bereits im Kindesalter begann der Schwabe damit eigene Musik aufzunehmen. Unter dem Pseudonym „Lyr1c“ machte sich Waibel zwischen 2006-2008 in der Reimliga Battle Arena (RBA) bereits einen Namen, ehe 2009 mit dem Mixtape „Trash“ seine erste eigene Musik veröffentlicht wurde. Beats zu produzieren, gehört für Cro seit Tag eins genauso dazu, wie zu rappen und zu singen.

Mit „Meine Musik“ stellte Waibel 2011 ein weiteres Mixtape kostenlos ins Internet, welches dem zu diesem Zeitpunkt erst 19-jährigen Musiker diverse Türen ins große Musikbusiness öffnen sollte. Der Reutlinger Rapper Kaas, vor allem bekannt als Mitglied der Rapgrupe Die Orsons, wurde auf den jungen Schwaben aufmerksam und vernetzte Cro mit dem Independant-Label Chimperator Productions. Wenig später hatte Carlo Waibel seinen ersten Plattenvertrag bei Chimperator unterschrieben und stand noch im selben Monat im Vorprogramm von Madcon auf der Bühne.

Cro – Easy

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Im November desselben Jahres, genauer gesagt am 23.11.2011, war es dann so weit: Als Vorbote zum gleichnamigen Mixtape wurde das Video zu „Easy“ veröffentlicht. Als Anfang Dezember das vollständige Mixtape erschien, brachen kurzerhand die Chimperator-Server zusammen. Der Titeltrack zum Mixtape löste einen beispiellosen Medienhype aus und katapultierte Cro ins direkte Rampenlicht. Cro’s erste Headline-Tour mit den Rapper-Kollegen Ahzumjot und Rockstah war folgerichtig schon Monate vor Tourstart komplett ausverkauft.

Cro selbst produzierte den Beat zu „Easy“ eigenständig und verwendete dazu ein Sample des Songs „Sunny“ von Bobby Hebb. Das Wort „Easy“ ist im Song selbst immer wieder in verschiedensten Zusammenhängen zu hören, jeder Vers endet mit einem an das Wort easy angelehnten Wort. Einen Refrain kann „Easy“ zwar nicht aufweisen, das stört aber gar nicht, da das Ende jedes Verses durch das Wort easy gekennzeichnet ist und dem Song dadurch eine eigene Struktur gibt.

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Aus Rap und Pop und wird Raop

Cro wurde mit „Easy“ aber keinesfalls zum One-Hit-Wonder, der Schwabe veröffentlichte stattdessen im Sommer 2012 seine Debüt-LP „Raop“. Die Wortschöpfung „Raop“ steht dabei für Rap und Pop, da sich der Musiker keines die beiden Genres komplett verschreibt oder verbietet, sondern beides in seiner Musik zu verbinden mag. Und das funktioniert: „Raop“ erreichte Platz eins der Charts und machte Cro endgültig vom Newcomer zum Pop-Star.

Auf eine weitere LP mussten die Fans zwar eine gewisse Zeit warten, untätig blieb der Künstler in der Zwischenzeit aber nicht. Schon vor seinem musikalischen Durchbruch beschränkte sich Cro’s künstlerische Arbeit nicht nur auf die Musik. Der Tausendsassa vertrieb über Blogspot sein eigenes Bekleidungslabel „Vio Vio“ und versuchte sich in eigenen Video-Produktionen.

Mit der „Sunny“-EP und „Raop+5“ als Special-Edition seines Debütalbums lieferte der Chimperator-Künstler noch schnell Nachschub für seine Fans, ehe 2014 dann das ersehnte zweite Studioalbum „Melodie“ erschien und Cro wieder Platz eins in den Charts sicherte.

Cro – MTV Unplugged

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Neben seinem Comeback in der RBA spielte Cro 2015 auch sein MTV-Unplugged mit zahlrechen Gästen wie Haftbefehl, Max Herre und Teesy. 2017 stand mit „tru.“ das nächste Studioalbum in den Startlöchern, für welches sich der Baden-Württemberger zurückzog und über den Sinn des Lebens sinnierte. Mit „tru.“ feierte auch eine neue, dezentere Pandamaske Premiere, die allerdings zum Release seines diesjährig erschienenen Albums „trip“ schon wieder ausgetauscht wurde. Der Kreativkopf bleibt schließlich ständig in Bewegung und erfindet sich und seine Kunst stetig neu. Zehn Jahre nach seinem Durchbruch bleibt es deshalb umso spannender abzuwarten, wie die Geschichte um den Musiker hinter der Maske weitergeht.

Hier gehts zu unserer „Dieser eine Song“-Playlist:

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