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Dieser eine Song: Phoebe Bridgers – Motion Sickness

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Die 1994 in Los Angeles geborene Phoebe Bridgers griff bereits im frühen Kindesalter zur Gitarre. In ihrer Jugend folgte ein Arrangement in der Punk-Band „Sloppy Jane“, ehe sie ihre Zeit mehr und mehr der eigenen Solokarriere widmete. Im Jahr 2014 lernt sie schließlich über einen gemeinsamen Bekannten den Musiker Ryan Adams kennen, der der jungen Sängerin bei den Aufnahmen ihrer ersten EP hilft und „Killer“ letztendlich auch über sein eigenes Label veröffentlicht.

In dieser Zeit werden Phoebe Bridgers und Ryan Adams ein Paar, ehe Bridgers die Beziehung aufgrund manipulativen Verhaltens und psychischen Missbrauchs seitens Adams beendet. 2019 gehört die Musikerin zu insgesamt sieben Frauen, die im Rahmen der #MeToo-Bewegung missbräuchliches Verhalten von Ryan Adams ihnen gegenüber in die Öffentlichkeit tragen.

Phoebe Bridgers – Motion Sickness

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Im Spätsommer 2017 veröffentlicht Phoebe Bridgers ihr Debüt-Album „Stranger in the Alps“. Auf dem Tonträger zu finden, ist auch der Song „Motion Sickness“, in dem die Singer-Songwriterin ihre toxische Beziehung zu Ryan Adams verarbeitet. Mehrere Tracks des Albums wurden für verschiedenste Fernsehserien benutzt, „Motion Sickness“ bleibt aber bis heute der bekannteste und wichtigste Song der Musikerin. Für ihre Ohnmacht gegenüber Ryan Adams findet sie darin deutliche Worte: „I hate you for what you did / And I miss you like a little kid (…) There are no words in the English language  / I could scream to drown you out“.

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Neben Veröffentlichungen als Teil der supergroup „Boygenius“ und dem Projekt „Better Oblivion Community Center“ versucht sich die Tausendsassarin im Film „Zwischen zwei Fahnen“ zwischenzeitlich als Schauspielerin und steuert gemeinsam mit The National-Sänger Matt Berninger den passenden Soundtrack dazu bei.

Phoebe Bridgers – Punisher

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Das Nachfolgewerk zu „Stranger In The Alps“ erscheint im Juni 2020 inmitten der Corona-Pandemie ihr zweites Album, was an Phoebe Bridgers Lebensgefühl allerdings nichts ändert. Auch auf „Punisher“ bleibt sich die 27-jährige treu und überzeugt mit humoristischen und emotionalen Texten, vorgetragen von ihrer gefühlvollen Stimme. Zur Veröffentlichung des Albums verrät sie außerdem ihr Geheimnis hinter der gleichbleibenden Stimmung ihrer Musik trotz einer globalen Pandemie: „Würde ich jeden Morgen nach dem Aufwachen über die Wirklichkeit nachdenken, wäre ich völlig niedergeschmettert. Ich stelle mir deshalb vor, in einem Film zu leben“.

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