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Dieser eine Song: Rosa Anschütz & Kobosil – Rigid 44 Rush Mix

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Rosa Anschütz steht für melancholisch, düsteren und experimentellen Sound – Kobosil für scheppernd harten Techno. Dass diese Mischung ausgesprochen gut funktioniert, zeigt „Rigid“.

Anschütz wächst in Berlin auf und entwickelt schon im Kindesalter einen Hang zur Melancholie.  Mit 12 Jahren begann sie damit, erste eigene Stücke auf dem Klavier zu komponieren und sang für mehrere Jahre im Chor. Ein Grundstein ihrer Musik bildeten schnell modulare Synthesizer, die eine für sie passende Stimmung erzeugen und mit Gitarre, Bass und Drummachine verfeinert werden. Exemplarisch ist auch der Einsatz von Effekten, um der eigenen Stimme mehr Tiefe und einen räumlichen Effekt zu verpassen.

Rosa Anschütz – Votive

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Ein Studium der transmedialen Kunst verhalf Rosa Anschütz dabei, ihre Werke kontrollierter erschaffen zu können. Nach ersten Auftritten in Berlin und sogar einer Japan-Tournee mit zwei weiteren Musiker:innen erschien 2019 ihre Debüt-EP „Rigid“. Darauf zu entdecken sind vier Songs, die alle ein eher düsteres Klangbild abgeben, und doch in sich einzigartig sind. Im Sommer 2020 erschien ihr Debüt-Album „Votive“. Votive, das sind religiöse Opfergaben, die auf dem gleichnamigen Album gleich neunfach in Form von modularem Synth-Sound, hypnotisierenden Klangkonstrukten und hallendem Gesang zu finden sind.

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Auf der Debüt-EP „Rigid“ ist auch der gleichnamige Song zu finden, welcher Rosa Anschütz im Jahr 2019 plötzlich immense Aufmerksamkeit bescherte. Der Berliner DJ und Produzent Kobosil veröffentlichte einen Remix des Songs und begeisterte damit Techno-Fans auf der ganzen Welt. Kobosil, mit bürgerlichem Namen Max Kobosil, hatte schon früh sein Ziel vor Augen: Künstler werden. Mit 17 Jahren begann er damit, Techno und House aufzulegen. Ein Besuch im Berghain bestätigte ihn nochmal mehr, nicht nur Gast, sondern auch Künstler auf Techno-Partys sein zu wollen.

Trotz des Altersunterschieds lernte Kobosil mehr und mehr Mitarbeiter:innen kennen und so kam es 2013 zu seiner ersten Veröffentlichung auf dem Berghain-Label Ostgut Ton, wenig später zu seiner ersten Veröffentlichung auf seinem eigenen Label. Die erste Clubnacht im Berghain folgte postwendend. Der Neuköllner war schnell über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus bekannt für seinen düsteren und kraftvollen Techno, was ihn nicht zuletzt zum Berghain-Resident machte.

Rosa Anschütz & Kobosil – Rigid (44 Rush Mix)

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Besondere Aufmerksamkeit wurde Kobosil durch seinen 44 Rush Remix des bereits erwähnten Songs „Rigid“ von Rosa Anschütz zu Teil. Binnen kürzester Zeit wurde der Song millionenfach aufgerufen und bescherte beiden Künstler:innen internationale Aufmerksamkeit. Der Song besteht aus einer hämmernden Bassdrum, die aber durch Aufkommen eines anhaltenden Synth-Sounds schnell an Härte verliert und sich zu einem wohlig melancholischen Gesamtkonstrukt vermischt. Die Lyrics von Rosa Anschütz verpassen dem ganzen nicht nur mehr Struktur, sondern auch angebrachte Tiefe: „You’re dreaming into something / Wake up, feeling bleak / It hasn’t felt like something / That touch wasn’t deep / Your body wasn’t trembling / And open were your eyes / Accelerating without tension“.

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