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Dieser eine Song: Tempers – Capital Pains

Posted in: Dieser eine Song
Tagged: Tempers

Die Magie der Nacht, drückende Bässe, düstere Synths, hypnotisierende Melodien – Tempers schaffen es wie kaum eine andere Band Unbehagen so wohlig zu verpacken. Das Duo bestehend aus Eddie Cooper und Jasmine Golestaneh hat bisher vier Studioalben veröffentlicht, zuletzt im Jahr 2021 „New Meaning“.

Doch schon 2019 konnte das Synth-Pop-Duo mit dem dritten Studioalbum „Privte Life“ voll überzeugen. Tempers in ein Genre zu zwängen grenzt an Unmöglichkeit. Die US-Amerikaner:innen bewegen sich irgendwo zwischen Darkwave, Post-Punk, Indie und Synthpop. Mit entfesselndem Gesang verschaffen Cooper und Golestaneh ihrem Projekt eine Identität mit Wiedererkennungswert. Allen voran die Single-Auskopplung „Capital Pains“ spielte sich nach dem Release von „Private Life“ in die Herzen ihrer Fans und darüber hinaus.

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Tempers – Capital Pains

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„Capital Pains“ spiegelt die Neidgesellschaft wider, unser stetiges Verlangen nach dem, was wir gerade nicht haben können und die eigene Unsicherheit, auf der all das basiert. Die surreale Atmosphäre von „Capital Pains“, untermalt von einem beschwingten Rhythmus und einem melancholischen Refrain, setzt die Erwartungen an „Private Life“ perfekt in Szene: „It’s just a way, killing time / It’s just a way, feeling power / Watching other people’s lives / Wishing that they were mine“.

Mit „Private Life“ verfolgte das Duo weiter ihre cineastische Ästhetik, die sie bereits mit ihrem Konzeptalbum „Junkspace“ über die dekonstruierte Banalität der Einkaufszentrumskultur dieses Jahrhunderts zur Schau stellte. Erst letztes Jahr stand mit „New Meaning“ die vierte LP in den Startlöchern und bescherte den Fans erneut ein introspektives, aber intensives Kunstwerk, das sich laut Eddie Cooper während der Produktion auf die menschliche Architektur bezog, welche der Präzision der elektronischen Klänge Leben einhauche. Tempers haben bisher jedenfalls noch nicht enttäuscht und ihren Klang immer wieder ein wenig verfeinert, aber sind ihrem Stil trotzdem gleichgeblieben.

Hier geht’s zu unserer Playlist „Dieser eine Song“:

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