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DIFFUS Weltreise: 5 spannende Künstler:innen aus Kanada

Kanada liegt eingebettet zwischen Pazifik und Atlantik in Nordamerika und stellt aufgrund seiner Fläche das zweitgrößte Land der Erde dar. Nach der Bevölkerungsstatistik sieht das jedoch ganz anders aus. Nichtsdestotrotz brachte das Land in der Vergangenheit viele große Stars hervor. Drake, Justin Bieber, The Weeknd, Céline Dion, Nelly Furtado oder Avril Lavigne – sie alle wurden in Kanada geboren und haben es bis auf die großen Bühnen der Welt geschafft. Grund genug also, sich die jungen Talente der Musikszene, die in diese Fußstapfen treten, genauer anzusehen.

Busty and the Bass

Los geht es mit Busty and the Bass, einer kanadischen Elektro-Soul/R’n’B-Band aus Montreal. Ganz klassisch lernen sich die neun Gründungsmitglieder der Band während ihres Studiums an der McGill University Schulich School of Music kennen. Bei einer Jamsession während einer Hausparty entdecken die Jungs, dass sie musikalisch auf derselben Welle reiten und so wird Busty and the Bass geboren. Zwar zieht die Band nach ihrer Gründung kurz eine Namensänderung in Erwägung, doch laut Sänger Nick Ferraro sei der Rummel um eine geheimnisvolle Frontperson mit dem Namen Busty sehr unterhaltsam und so hätte jeder der Bandmitglieder ab und zu die Möglichkeit, die Rolle von „Busty“ einzunehmen. 

Busty and the Bass – Out of Love ft. Macy Gray

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 Heute sind nur noch acht der neun Gründungsmitglieder Teil der Band, doch ihr Sound ist immer noch so ansteckend und optimistisch wie zu Beginn. Einzigartig ist insbesondere die Kombination aus zwei Sängern, einer Bläsersektion und einer breiten Palette von Musikgenres, aus denen die Gruppe schöpft. So entsteht ein Mix aus lebensfrohem Elektro-Soul und schwungvollem Funk, der einfach für gute Laune sorgt. 

Empfohlene Anspielstationen: „Out Of Love“, „The Real”

New Bleach

New Bleach – das sind Dominic Pelletier und Raphaël Potvin. Die beiden sind eigentlich Mitglieder der bekannten frankophonen Rockband Caravane, doch in ihrem neuen gemeinsamen Projekt erkunden die beiden eine wesentlich intimere und vor allem englischsprachige Klanglandschaft. „Awake“ heißt die erste gemeinsame Single von New Bleach mit dem sich ihr Sound im Indie-/Dream-Pop-Bereich verorten lässt. 

New Bleach – Awake

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Doch was Anfang 2020 eigentlich aus einer ganz ungezwungenen Idee heraus entstand, ist mittlerweile zu einem echten Duo zusammengewachsen, das internationale Blogs und Medien schon längst verzaubert hat. So veröffentlichten New Bleach in diesem Jahr auch ihr Debütalbum „Impressions“, das auf acht Songs die Einflüsse aus digitaler und analoger Musikproduktion hörbar macht. Gemeinsam laden Dominic und Raphaël ihre Zuhörer:innen ein, in einer farbenfrohen und leichtfüßigen Welt des Indiepops die Seele baumeln zu lassen – und wer sagt dazu schon nein. 

Empfohlene Anspielstationen: „Awake“, „Impression, Eventide“

Mudie

Mudie strotzt nur so vor Energie und Tatendrang und ist international als echter Veteran der Punkszene bekannt. Bisher konnte er sich als Mitglied bei The Sainte Catherines, Yesterday’s Ring und Miracles sowie als Gründer des Pouzza Fest Festivals einen Namen machen. Nun veröffentlicht der franko-kanadische Musiker aber seine neue Solo-EP „Pompano“, auf der er erstmals nur auf französisch singt. Über den Hintergrund dazu erzählt Mudie: „Ich liebe es, in Englisch und Französisch singen zu können. In meinen früheren Tagen wollte ich reisen, also war es natürlicher, auf Englisch zu singen, aber jetzt, wo ich so viel wie möglich zu Hause bleiben möchte, bin ich auf Französisch umgestiegen, um mich darauf zu konzentrieren, ein ‚lokaler‘ Künstler zu sein.“

Mudie – FIFA 20

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Aber nicht nur sprachlich gibt es einige Veränderungen, auch der typische „Mudie“-Klang hat sich auf „Pompano“ verändert, denn es ist ein Wandel weg vom Folk und dafür hin zu experimenteller Sphären bemerkbar. Mit elektronischen Elementen und maximal verzerrten Gitarren verwandelt Mudie jede der vier Anspielstationen auf „Pompano“ zu einem in sich geschlossenem Kunstwerk, dass sich ganz eigenwillig während seiner drei bis vier Minuten Laufzeit den unterschiedlichsten Genres bedient. Wer es speziell und unerwartet mag, der:die wird Mudie lieben.

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 Empfohlene Anspielstationen: „FIFA 20“, „Pompano“

Das Mörtal

Auch Fans von EDM und New Wave werden in der kanadischen Musiklandschaft fündig, denn der in Montréal ansässige Musikproduzent und DJ Cristóbal Cortes aka Das Mörtal weiß, wie man nostalgische Sounds mit modernem Zeitgeist kombiniert. Seine Karriere findet eigentlich seinen Ursprung in der Berliner Elektro-Szene, die er mit tanzbaren und von der 80er-Jahre New-Wave-Bewegung inspirierten Rhythmen erobert. Inspiriert von Künstlern wie Steve Moore und Aphex Twin entwickelt Cortes einen Sound, der nostalgisch klingt und mischt gekonnt Einflüsse von deutschem Techno bis hin zu Vintage Horror und Sci-Fi Soundtracks hinzu.

Das Mörtal – Risking My Life ft. Ghost Twin

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Aber mit seinem Talent kreiert Das Mörtal nicht nur Sounds für ausgelassene Clubbesuche sondern auch für die Untermalung von Filmen. Denn während seines zweijährigen Aufenthalts in Berlin erschuf der Produzent unteranderem auch die Scores für die Filme „Naissance d’un Zombie“ und das Feature „Deadcon“. Egal ob Score-Musik oder „normale“ Songs: Das Mörtal entführt uns jedes Mal in andere Welten, bei denen Kopfkino definitiv vorprogrammiert ist,

Empfohlene Anspielstationen: „Risking My Life“, „Hotline Miami II“

Ouri

Anders als die zu Beginn genannten Superstars wie The Weekend oder Justin Bieber ist Ouri nicht in Kanada geboren. Ourielle Auvé, wie die Musikerin mit bürgerlichem Namen heißt, wächst eigentlich in Frankreich in einer afro-karibischen Familie auf. Ihre Leidenschaft für die Musik treibt sie im Alter von 16 Jahren quer über den Atlantik bis nach Montreal, Kanada, wo sie ihren Abschluss in Komposition macht und sich zu einem echten Multitalent entwickelt. 

Ouri – Gay Sound

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Mittlerweile ist sie aber nicht nur als Cellistin, Harfenistin und Komponistin bekannt, sondern vor allem als Produzentin und DJ, die regelmäßig für dynamische und abstrakte Tracks sorgt. Auf eine einzigartige Weise nutzt Ouri ihr klassisches Verständnis von Arrangements und verknüpft dieses mit experimentellen Percussions und Synthesizern. Gepaart mit ihrer verletzlichen Stimme, die sich durch ihre Eindringlichkeit ganz von selbst in den Vordergrund stellt, wabern Ouris Songs zwischen hypnotisierendem Elektro und experimenteller Tanzmusik.

Empfohlene Anspielstationen: „Gay Sound“, „Shape of It”

Weitere spannende Artists aus der kanadischen Provinz Quebec könnt ihr auch auf den drei „Québec This“-Compilations bei Spotify, YouTube und AppleMusic entdecken.

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