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Empfehlung des Tages: Girlwoman – Rote Riesen schlafen nicht

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Tagged: Girlwoman

Obwohl die Newcomerin Girlwoman erst einen Song veröffentlicht hat, ist in das Projekt bereits eine ganze Menge an Hirnschmalz investiert worden, so zum Beispiel in die Namensfindung: „Wir haben als Kind gelernt, dass wir irgendwann einmal erwachsen sein werden und das dann vieles anders sein wird. Aber so ist es doch in Wahrheit nicht! Du bleibst immer auch das Kind, das du warst. Und je mehr du versuchst, das Kind in dir zu unterdrücken, desto unglücklicher wirst du auf lange Sicht werden. Ich habe jedenfalls keine Lust, mich in einen dieser zwei starren Zustände einzusortieren zu lassen, sondern möchte mich fortwährend ändern UND gleich bleiben – mal mehr als Kind und mal mehr als Erwachsener“ so die Newcomerin, über die viel mehr noch nicht bekannt ist, als dass sie vermutlich gerade rein laut gesellschaftlicher Norm erwachsen sein sollte, sich aber dagegen sträubt. Verbunden sind solche inneren Konflikte auch immer mit schlaflosen Nächten, die Girlwoman in ihrem ersten Lied besingt. Darin befinden wir uns in einem Club in einer Stadt, die es nicht gibt. Analoge Synthesizer pulsieren zur Rhythmusmaschine in den unendlichen Weiten der Nacht. Eine markante Stimme singt von roten Riesen und weißen Pillen. Der Text präzise genug, um zu verstehen, worum es geht und abstrakt genug, um persönliche Dinge preiszugeben – das ist es vielleicht, was Girlwoman zu einer besonders spannenden neuen Erscheinung in der Elektro-Pop-Welt macht.

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