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Empfehlung des Tages: La Place – Was du willst

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Tagged: La Place

Schöne, neue Rapwelt: Newcomer La Place zeigt aktuell, dass deutscher Rap 2022 längst mehr als nur Rap ist. Der 22-jährige Heidelberger ist wie viele vor ihm in seiner Jugend über die Produktionssoftware Garage Band gestolpert und war sofort fasziniert von den unzähligen Möglichkeiten, die darin schlummerten. Es folgen also erste eigene Songs, die La Place auf Soundcloud veröffentlicht und die viel Potenzial erkennen ließen. So viel Potenzial, dass der junge Rapper kurz darauf einen Major-Deal in der Tasche hat und nun bei Four Music seine zweite Single „Was du willst“ veröffentlicht.

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Jugendliche Leichtigkeit

„Was du willst“ beginnt beinahe wie ein Red Hot Chilli Peppers-Song, mit crunchy Gitarren, die mehr auf surf-tauglichen Rock als auf Hip-Hop schließen lassen. Wenn La Place dann anfängt zu Rappen, klingt das auch nicht gerade nach Norm. Der Newcomer aus Süddeutschland kommt mit abgehackten Sing-Sang-Flows, die den Rhyhtmus der Gitarre gekonnt kopieren: „Right place, right time / Ich soll nie wieder geh’n, sagt sie / Doch dafür ist es zu spät, Shorty / Bin auf nem anderen Weg“. Textlich ist das mit Sicherheit nicht die große Offenbarung, aber vor allem die jugendliche, frische Präsentation macht La Place irgendwie spannend.

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Dirtbikes und Pop-Punk

Passend zu dieser Jugendlichkeit inszeniert sich der Rapper auch im Video, das von 2directors umgesetzt wurde. Er liegt hier verträumt im Grünen, die besungene Shorty sitzt mit Sehnsucht in einem Wohnwagen und immer wieder brettern Fahrer auf Dirtbikes durch die Aufnahmen und lassen das Gras in Fetzen hochfliegen. Damit trifft La Place den zeitgenössischen Pop-Punk-Vibe, der im Song mitschwingt und der schneller als man denkt in den Charts enden kann – T-Low hat es vorgemacht.

Außerdem ist an der Produktion mit Florida Juicy jemand beteiligt, der schon den ein oder anderen Szenehit zu verantworten hat: „Mosaik“ von Kid Kapri  oder ein auch ein Großteil der Verifiziert-Diskographie gingen durch seine Hände. Trotzdem mischt weiterhin auch La Place mit, wenn es um die Musik geht, sein Four Music-Debüt „Level Up“ hat er ganz alleine produziert. „Level Up“ klang dabei noch nach elektronischen Dance-Beats – La Place macht es uns also schwer, zu erraten was da als nächstes auf uns zukommt.

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