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Empfehlung des Tages: Madeline Juno – Sommer, Sonne, Depression

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Tagged: Madeline Juno

Der Sommer ist die wohl meistgeliebte Jahreszeit überhaupt: Die Sonne scheint, Freibäder haben wieder geöffnet und an jeder Ecke gibt es Eis zu kaufen. Doch während alle anderen in dieser Jahreszeit besonders glücklich zu sein scheinen, hat Madeline Juno Probleme, das schöne Wetter zu genießen. In ihrem Song „Sommer, Sonne, Depression“ besingt sie ihre eigenen Depressionen und zeigt, wie schwierig der Sommer sein kann.

Aufgewachsen in einer Musikerfamilie im Schwarzwald begann Madeline Juno bereits mit 14 Jahren ihre ersten, eigenen Songs im Internet zu veröffentlichen. Während die Musikerin 2014 auf ihrem ersten Album „The Unknown“ noch auf Englisch zu hören war, probierte sie sich einige Jahre und Veröffentlichungen später auch an deutscher Musik aus. Das schien der Künstlerin zu gefallen: Seit dem Release ihres Albums „DNA“ ist Madeline nämlich nur noch auf Deutsch zu hören. Dabei überzeugt sie vor allem mit sehr persönlichen und authentischen Texten aus ihrem Leben. Mit „Sommer, Sonne, Depression“ liefert sie nun einen ersten Vorgeschmack auf ihr am 14. Januar 2022 erscheinendes Album „Besser kann ich es nicht erklären“.

Madeline Juno – Sommer, Sonne, Depression

https://www.youtube.com/watch?v=3ZFShbnAfMw

In Zeiten, in denen alle anderen Spaß haben, rausgehen und sich verlieben, kommt man sich doppelt falsch vor, wenn man sich eben nicht nach Sonne, Strand und Capri Eis fühlt. „Es ist endlich Saison / um sich noch mehr als sonst falsch vorzukomm’“, erklärt Madeline in der Bridge von „Sommer, Sonne, Depression“. In dem Song zeigt uns die Sängerin ihre ganz eigene, düstere Sicht auf den Sommer.

„Die Ironie von traurig sein an einem Strand“

In ihrem Song erschafft Madeline mit nur wenigen Worten ausdrucksstarke Bilder, die sehr gut nachvollziehen lassen, wie es der Sängerin zurzeit gehen muss. „Ich check‘ nicht, wie man dieses Wetter hassen kann / Die Ironie von traurig sein an einem Strand / Ihr seht die Sonne und ich seh‘ den Sonnenbrand / Ist das ein Mindset oder einfach mein Pech? / Jedes Jahr gleich schlecht“, singt sie in der zweiten Strophe. Dabei fragt sie sich immer wieder, warum sie nicht einfach, wie alle anderen in ihrem Umfeld auch, ihr Leben genießen kann.

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Musikalisch verpackt die Wahlberlinerin ihren düsteren Text in organisch-treibenden Gitarrensounds, die einen sommerlichen Vibe versprühen und so den Kontrast zwischen den dunklen Schatten einer Depressionen und der Positivität und Leichtigkeit des Sommers unterstreicht.

Über psychische Gesundheit muss gesprochen werden

In „Sommer, Sonne, Depression“ geht Madeleine nicht nur offen und ehrlich mit ihrer Erkrankung um, sondern rückt das stigmatisierte, aber wirklich wichtige Thema der psychischen Gesundheit in den Vordergrund. Dabei zeigt sie anderen Betroffenen, dass sie mit ihren Gedanken und Gefühlen nicht alleine sind und sensibilisiert auch ihre sonstigen Hörer:innen dafür, verständnisvoll und achtsam mit Menschen umzugehen, die ebenso an sommerlichen Tagen mit der Krankheit zu kämpfen haben.

Informationen und Hilfsangebote zum Thema Depressionen findest du hier: Infos und Hilfe bei Depression – Stiftung Deutsche Depressionshilfe (deutsche-depressionshilfe.de)

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