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Empfehlung des Tages: SALÒ – Alte Sünder

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Der Grazer Musiker SALÒ lies in der Vergangenheit so einiges von sich hören. Mit einem Mix aus Grunge, Post-Punk und Rap erobert er die Neue Neue Deutsche Welle im Sturm. Seine fetzigen Sounds, die stark den Klang der 80er Jahre in sich tragen, gepaart mit markanter Stimme, bilden seinen Stempel. Mit diesem versehen veröffentlichte er letzte Woche seine bereits zweite EP “Rabatt”. Darauf zu finden ist auch der Song “Alte Sünder”, der eine Erinnerung an den scheinbar unumgänglichen Verfall und damit begleiteten Schmerz der Liebe ist. 

Von Sünde und Leid

“Wenn die Liebe keine Sünde ist / Warum tut sie dann am Ende so weh?” fragt sich SALÒ in “Alte Sünder”. Er betrachtet damit die Allgegenwärtigkeit des Sünden-Begehens und stellt fest, dass so ziemlich jede:r diesem irgendwann im Leben ausgesetzt ist. Im selben Moment wird das Konzept der Sünde hinterfragt: Wo verläuft die Grenze und wie kann das größte Leid genau dort entstehen, wo das Leben einst so süß war? 

Der Künstler beschreibt in dem Song auch, dass ihn die Hölle nicht mehr beängstigt, da der Schmerz, durch die Liebe verursacht, ein viel größerer zu sein scheint als jener, der in der Unterwelt zu erwarten ist. 

Flucht auf Punk-Sounds

Mit dieser dramatischen Ader stürzt sich SALÒ in den rockigen Sound und liefert gleichzeitig ein passendes Video, in welchem er gleich zu Beginn eine “Sünde” begeht. Mit gestohlener Kleidung rennt er aus einem Store in der Wiener Innenstadt. Darauf folgt die Flucht in Form einer Live-Darbietung auf dem Rücken eines Kleintransporters quer durch Wien, bis hin auf die Landstraße. 

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“Alte Sünder” zeigt auf Garagen-Sounds, produziert von Mathias Garmusch ganz unverblümt, dass der Himmel augenblicklich zur Hölle werden kann. Der erlittene Herzschmerz geht über in masochistische Selbstgeißelung, die überhand nimmt: „Du brennst wie heiße Glut im Bauch / Ich weiß genau, dass du mich brauchst / Habe nix mehr zu verlieren / Außer die Angst, ich zu verlieren.“