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Empfehlung des Tages: Tash Sultana – James Dean

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Tagged: Tash Sultana

In Zeiten der Bedroom-Producer:innen scheint der Begriff „one-person band“ schon etwas ausgelutscht – aber genau das ist Tash Sultana. Tash stammt aus Australien und bekommt schon mit den ersten Bedroom-Sessions auf YouTube Aufmerksamkeit, vor allem weil alles nur von einer Person mit einer Loopstation und vielen Instrumenten eingespielt ist. Diesem Spirit ist Tash bis heute treugeblieben: „Ich glaube, in meiner Karriere ging es immer um DIY. Ich habe immer alles produziert, geschrieben, jedes Instrument gespielt, die Tontechnik gemacht und manchmal sogar gemixt und gemastert.“ Den DIY-Approach weisen auch viele von Tash Sultanas Indie-Pop-Kolleg:innen auf, Tashs Musik lebt aber nicht nur von Pop, sondern auch von starken Einflüssen aus Blues und Psychedelic Rock.

Rock hört man auf der neuen Single „James Dean“ eher weniger heraus, dafür setzt der Song auf sonnigen Indie-Pop. Angetrieben wird er von einer Bassline, die zwar simpel ist, aber den gesamten Groove des Songs bestimmt. Damit klingt er wie dafür gemacht, um damit, wie im Musikvideo, entspannt im Sommer im Auto herumzutuckern. Die verträumten Klavierakkorde und Gitarren-Texturen im Hintergrund machen den Song noch atmosphärischer, gegen Ende des Tracks gewinnt er aber immer mehr an Intensität, je höher sich Tashs Stimme schraubt.

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Inspiration durch höllische Trips

Textzeilen wie „And I severed ties with things that serve me no purpose anyway / And I kiss the sky ‚causе there’s no looking back from wherе we came / And I felt alive and I would do it again anyway” transportieren eine entschiedene no-fucks-given-Attitüde, wie der titelgebende James Dean sie oft verkörperte. Welche Erfahrungen diese Einstellung inspirierte, erklärt Tash: „Ich schrieb ,James Dean‘ tatsächlich im Dezember 2021, als ich auf einem weiteren Trip war, bei dem ich von der Erde fiel. Ich glaube, das ist, wo die meisten meiner Songs herkommen, die Abgründe der Hölle.“ Darauf deutet auch das psychedelische Cover an, das einen rauchenden Pilz zeigt.

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