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Empfehlung des Tages: Tristan Brusch – Der Abschaum

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Wer bei diesem Gesang nicht schwach wird, der sollte sich dringend die Ohren säubern, denn Tristan Brusch liefert mit seiner aktuellen Single „Der Abschaum“ nicht nur einen weiteren Vorboten seines neuen Albums „Der Rest“, sondern auch eine herzerwärmende Engtanznummer. Schon komisch das Wort „herzerwärmend“ und „Abschaum“ in einem Satz zu verwenden, doch genau diese Ambivalenz ist es, die Tristan Bruschs Kunst ausmacht. 

Schon bei den ersten Zeilen von „Der Abschaum“, die Tristan auf diese behutsame Art und Weise ins Mikrofon singt, kommt eine Art geborgene Hörbuchstimmung auf, bei der man das Gefühl hat, für die nächste Minuten in einer fesselnden Geschichte gefangen zu sein. Diesmal erzählt der Singer-Songwriter von seiner Empathie für den sogenannten „Abschaum“. „Der Abschaum“ ist damit quasi eine Liebeserklärung an genau das, was niemand liebt. Mit seinem Song bietet Tristan jedoch den Anstoß dafür, sich zu fragen, ob wir mit dem „Abschaum“ nicht doch viel mehr gemeinsam haben, als wir denken?

Tristan Brusch – Der Abschaum

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Musikalisch untermalt werden die nachdenklichen Lyrics von einem gemächlichen Swing-ähnlichen Instrumental im 3/4 -Takt, das orchestral anmutend den Vibe der 50er-Jahre versprüht. Damit greift der Musiker den Kontrast zwischen elegant-tänzelnden Sounds und der Abschaum-Thematik auf. Ganz im Zeichen des Gegensatzes steht auch das Musikvideo zu „Der Abschaum“: Darin performt Tristan Brusch gekleidet in einem weißen Hochzeitskleid unter einer U-Bahn-Unterführung oder einsam und allein in der Natur. 

Fazit: Tristan Brusch ist nicht nur ein begnadeter Liedermacher und Geschichtenerzähler, sondern vor allem ein einzigartiger Künstler. Das beweist er nicht nur mit gestalterischer Vielfalt in seinen Musikvideos, sondern ganz besonders mit unverwechselbaren Songs wie „Der Abschaum“.